Vater Franz-Josef Dornhege (v.l.) mit seinen Söhnen Nils, Robin und Marvin. © Dornhege
Fußball

Warum Einladungen von Oma-Dornhege den SV Südkirchen vor Probleme stellen

Marvin, Nils, Robin Dornhege: Gleich drei Brüder spielen in einem Team beim SV Südkirchen. Dazu kommt noch ein Cousin. Ein weiterer ist im Anflug. Das kann an Spieltagen schon mal zum Problem werden.

Dass zwei Brüder in einer Mannschaft spielen, ist keine Besonderheit mehr. Beim SV Südkirchen sind es aber sogar drei – und dazu kommt auch noch ein Cousin. „Die anderen sagen schon immer: ‘Wenn die Dornheges fehlen, fehlt die halbe Mannschaft“, sagt Nils Dornhege (23).

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Familienbande

Ob Geschwister, Cousins/Cousinen oder Eltern und Kinder: In vielen Mannschaften spielen Familienmitglieder zusammen oder haben verschiedene Funktionen im Verein. Wir stellen die „Familienbanden“ aus den heimischen Klubs vor.

„Unsere Oma hat uns, dazu zählt auch unser Cousin, sonntags mal zum Familienausflug eingeladen. Beim Spiel haben dann gleich vier Spieler gefehlt“, erinnert sich der mittlere der drei Brüder.

Neben seinen Brüdern Marvin und Robin gehört auch ihr Cousin Niklas Appel zum Kreisliga-B-Team. Und mit Jens Hovestadt, der in der A-Jugend der Jugendspielgemeinschaft Nordsüdcap spielt, ist der nächste Cousin schon im Anflug. Ach ja, der Vater der Dornheges, Franz-Josef, ist Vorsitzender der Fußballabteilung.

Ist Frau Dornhege nicht genervt, wenn zuhause nur über Fußball geredet wird? „Zuhause wird viel darüber geredet, bestimmt zu 80 Prozent. Aber unsere Mutter kennt das nicht anders. Fußball beschäftigt uns schon ein Leben lang.“

Marvin, mit 24 Jahren der älteste der Dornheges, sei sich sicher, dass ihr intensiver Austausch über Fußball zuhause ihnen auf dem Platz helfe. „Wir sind uns sehr gleich, wie wir über Fußball sprechen. Wir haben die gleichen Ideen. Da hat man automatisch mehr Vertrauen.“

Marvin und Nils spielten schon in der Jugend zusammen

Besonders ihm und Nils habe das sehr geholfen, da sie zeitweise zusammen als Sechser gespielt hätten. Der jüngste Dornhege, Robin, (20), sei im Gegensatz zu den anderen Beiden der schnellere, meint Marvin. Mit ihm hätten er und Nils aber nie zusammen spielen können.

Während die älteren beiden aufgrund ihres geringen Altersunterschieds in der Jugend zumindest zeitweise in einer Mannschaft waren, habe Robin darauf hin gefiebert, endlich mit seinen Brüdern spielen zu können. „Wir haben im Prinzip immer schon darauf gewartet“, sagt Marvin.

Wie es unter Brüdern üblich ist, gibt es bei den Dornheges auch mal die ein oder andere Stichelei. „Da wird schon mal ein Spruch verteilt, wenn einer einen Tunnel kriegt oder über den Ball tritt“, sagt Nils. Aber was auf dem Platz passiere, bleibe auf dem Platz.

Seiner Meinung nach gebe es auch eine gewisse Motivation, wenn der große Bruder runter beziehungsweise der kleine hoch gucke und sage: „Klasse, gut gespielt.“

Ein komisches Gefühl habe es Nils bereitet, als sich Robin in seiner Nähe das Kreuzband gerissen habe. „Da ist man überfordert. Ich habe direkt gemerkt,, dass es was ernstes war.“ Auch Marvin war dabei. „Da wird einem anders.“

Aber Nils weiß, wie es ist, wenn man sich auf dem Platz vor den Augen seiner Brüder verletzt. Er brach sich Anfang Oktober mehrmals die Nase und erlitt eine Gehirnerschütterung. „Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Brüder direkt kommen, man vertraute Personen um sich hat. Das gibt einem Mut und Kraft.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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