Amateurfußball

Taskforce „Zukunft Profifußball“ vorgestellt: Was gibt es für den Amateurfußball?

Die Deutsche Fußball-Liga hat am Donnerstag die Task-Force „Zukunft Profifußball“ mit mehreren Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Können Amateurvereine davon profitieren?
Christian Seifert ist Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga. © picture alliance/dpa

Simon Zoller wollte mit anpacken, Amateurvereine in der Not unterstützen. Deshalb hat der Angreifer des Zweitligisten VfL Bochum im vergangenen April die mit einer „Benefizaktion Amateurfußballvereine“ in der finanziellen Not unterstützt, da der Amateurfußball „die Basis ist für alles, was wir im Profisport machen“, so der 29-Jährige damals in einem Interview.

Von dieser Basis war bei der Vorstellung der Taskforce „Zukunft Profifußball“ nicht viel zu entnehmen. Die Taskforce, bestehend aus 37 Personen aus Medien, Politik, Wirtschaft und dem Profi-Fußball, hat den Profi-Klubs der ersten und zweiten Bundesliga 17 Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Welche Erwähnung findet der Amateurfußball?

Bis 2030 sollen sich die Profi-Ligen sportlich und wirtschaftlich gesund weiterentwickeln, die Bindung zwischen Fans und Klubs soll wieder enger gestaltet und insgesamt nachhaltiger gearbeitet werden.

Doch welche Erwähnung findet der Amateurfußball in den Handlungsempfehlungen der Taskforce?

Bei der vierten Handlungsempfehlung, um die „Identifizierung neuer strategischer Partnerschaften mit Fokus auf nachhaltigem und verantwortungsvollem Handeln und Wirtschaften“, schreibt die Taskforce im dritten Punkt: „Zur Stärkung der Solidarität zwischen den Vereinen und Ligen kann die Einführung einer „Pre-Season“ dienen.“

Konkret soll es bedeuten, dass Bundesligisten Vorbereitungsspiele gegen „unterklassige Vereine“ durchführen und diese auch vermarktet werden. Erlöse aus den Spielen sollen den niederklassigen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen zugutekommen.

Simon Zoller warnt vor Vereinssterben im Amateurfußball

Hierbei muss auch erwähnt werden: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist lediglich für die erste und zweite Bundesliga in Deutschland verantwortlich.

Die Verantwortung für alle Ligen da drunter sowie dem Amateurfußball hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) inne, dem Zoller damals das Interview gab und dafür warb den Amateurfußball in der Corona-Zeit zu unterstützen: „Wir müssen uns aktiv darum kümmern, dass die Corona-Krise im Amateurbereich nicht zu einem Vereinssterben führt. Es kann überall schnell um Existenzen gehen.“

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