Der SV Südkirchen wird in der neuen Saison auf einen seiner Spieler verzichten müssen. © Sebastian Reith
Fußball

SV Südkirchen verliert Spieler – er würde gerne als A-Ligist zurückkehren

Der SV Südkirchen verstärkt sich zur neuen Saison und könnte so den Schritt vom Traum Richtung A-Liga gehen. Dabei nicht mitwirken kann ein Spieler, der dem Verein wohl nicht mehr zur Verfügung steht.

In dieser Saison gab es im Amateurfußball wegen der Annullierung keine Auf- oder Absteiger. In der Kreisliga B gibt es gleich eine ganze Reihe von Anwärtern, die gerne in die A-Liga aufsteigen wollen. Einer davon ist der SV Südkirchen, der zum Zeitpunkt der Annullierung als Neunter aber weit davon entfernt war, ganz vorne mitzumischen. Der SVS nimmt nun den nächsten Anlauf ab Sommer. Dazu hat sich der Klub verstärkt – in Fernando Manfredi kommt beispielsweise ein Spieler vom Bezirksliga-Spitzenteam FC Nordkirchen an den Friedhofsweg.

SV Südkirchen muss auf Max Schlabs verzichten

Allerdings wird der SVS auf einen anderen Spieler größtenteils verzichten müssen.

Denn Max Schlabs wird den Blau-Weißen wenn überhaupt nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Der 20-Jährige hat sich bei der Bundeswehr verpflichtet und wird es daher wohl zeitlich nicht unter einen Hut bringen können, sonntags bei den Spielen auf dem Rasen zu sehen und anschließend noch nach Saarbrücken zu fahren, wo er stationiert ist.

Max Schlabs hat sich bei der Bundeswehr verpflichtet und wird dem SV Südkirchen fehlen.
Max Schlabs hat sich bei der Bundeswehr verpflichtet und wird dem SV Südkirchen fehlen. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

„Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist“, meint Schlabs. „Es wird schwierig werden. Und wenn wir sonntags um 15 Uhr spielen, wird es wohl nicht funktionieren.“ Konditionell sollte Schlabs zwar auch wegen der Grundausbildung bei der Bundeswehr mithalten können, allerdings fehlt fußballspezifisches Training und außerdem die Einheiten mit der Mannschaft.

Für Schlabs ist es ein wenig ärgerlich, dass die Saison erst unter- und schließlich abgebrochen wurde. Nach einem erst etwas holprigen Start, lief es beim SVS immer besser. „Wir hatten zum Ende der Saison plötzlich den Dreh raus“, so der 20-Jährige. „Wir wollten versuchen aufzusteigen. In einigen Spielen waren wir nicht gut, aber wir haben nicht die Köpfe hängen lassen. Danach haben wir es schafft, unsere Fehler zu korrigieren.“

Noch 20 Monate bei der Bundeswehr

Schlabs, der in sechs Saisoneinsätzen bereits auf beiden Außenverteidigerpositionen sowie im rechten Mittefeld zum Einsatz kam, wird dem SV Südkirchen wohl noch 20 Monate fehlen – so lange hat sich der 20-Jährige bei der Bundeswehr verpflichtet. Seinen Mannschaftskollegen gönnt er weiter Erfolg: „Ich wünsche ihnen alles Gute“, sagt Schlabs, „sie sollen weiter Vollgas geben.“

Vielleicht gelingt dann auch ohne Schlabs der Aufstieg. Der Bundeswehrsoldat könnte vielleicht als A-Liga-Spieler zurückkehren. Angesprochen darauf lacht Max Schlabs und sagt: „Das wäre schön.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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