Sebastian Middeke ist ab sofort Trainer bei den Damen des SV Berghofen. © Reith
Frauenfußball

SV Berghofen: Warum wechseln Sie von der ersten in die zweite Liga, Sebastian Middeke?

Sebastian Middeke heißt der neue Trainer beim Frauenfußball-Zweitligisten SV Berghofen. Wir haben mit dem Olfener, der früher auch selbst gekickt hat, ein Interview geführt.

Der Frauen-Fußball-Zweitligist SV Berghofen hat in Sebastian Middeke einen neuen Trainer verpflichtet. Der A-Lizenzinhaber wird ab sofort gemeinsam mit Laura Marienfeld das Zepter an der Seitenlinie schwingen. Beide werden auf Augenhöhe und als gleichberechtigte Partner die Cheftrainerrolle ausüben.

Sebastian Middeke hat bereits als aktiver Spieler in höheren Ligen gekickt: Er spielte beim SC Paderborn in der B- und A-Jugendbundesliga, ehe er in die vierte Liga zum FC Gütersloh wechselte. Danach spielte er in unteren Amateurligen, unter anderem auch beim SuS Olfen. Der in Olfen im Münsterland lebende Middeke äußerte sich in einem Interview über die Beweggründe seines Wechsels vom Erstligisten SV Meppen sowie über die Ziele, die er sich mit dem SV Berghofen gesetzt hat.

Warum sind Sie von einem Erstligisten zu einem Zweitligisten gewechselt?

Ich war zuletzt beim SV Meppen Cheftrainer der U17-Mädchen-Bundesligamannschaft. Zuvor war ich drei Jahre Co-Trainer der Damen in der zweiten Liga. Ich will jetzt als Trainer den nächsten Schritt gehen und habe mich deshalb entschlossen nach Berghofen zu wechseln.

Wie ist der Kontakt zum SV Berghofen zustande gekommen?

Ich habe erfahren, dass Fabian Franz in Berghofen um eine Auszeit ersucht hat. Die Initiative ist dann von mir ausgegangen. Zumal ich in Olfen wohne und dort als selbständiger Physiotherapeut arbeite. Ich fahre jetzt nur noch 35 Kilometer (eine Strecke) zum Spiel oder Training, während ich nach Meppen mehr als 150 Kilometer pro Fahrt zurücklegen musste. Nach diversen Gesprächen mit den Verantwortlichen des SV Berghofen und reiflicher Überlegung habe ich dann zugesagt.

Welche Ziele setzen Sie sich mit dem SV Berghofen?

Ich will mich mit meinen Erfahrungen aus der zweiten Liga einbringen. Gemeinsam mit Laura Marienfeld werde ich alles dafür tun, um die Mannschaft auf einen guten Weg zu führen, der am Ende der Saison den Klassenerhalt bedeutet.

Welchen Eindruck haben Sie von Ihrer neuen Mannschaft?

Ich habe reichlich Videomaterial gesichtet und mich dabei intensiv mit der Mannschaft beschäftigt. Wir haben jetzt drei Wochen Zeit, um das Team zum Re-Start der unterbrochenen Saison fit zu kriegen. Unsere Aufgabe ist es die Spielerinnen weiterzuentwickeln. In der Meisterschaft ist vor allem Leidenschaft gefragt, jedes Spiel muss eine Vollgasveranstaltung sein.

Konnten Sie sich schon mit Laura Marienfeld austauschen?

Laura Marienfeld ist die entscheidende Person für meinen Wechsel. Wir haben uns bereits zwei Mal getroffen. Da wir auf einer Wellenlänge schwimmen, bin ich von einer guten Zusammenarbeit total überzeugt. Wir wollen die Mannschaft und den Verein SV Berghofen gemeinsam voranbringen.

Wie sind Sie zum Frauenfußball gekommen?

Ich habe 2016 im Alter von 32 Jahren mit dem Fußball als aktiver Spieler aufgehört. Unter dem Verbandssportlehrer Roger Müller habe ich dann beim Niedersächsischen Fußballverband die B-Lizenz erworben. Roger Müller, der dann bei den Damen des SV Meppen Trainer wurde, hat mir den Frauenfußball schmackhaft gemacht und mich in den dortigen Trainerstab aufgenommen.

Wie hat der SV Meppen auf Ihren kurzfristigen Wunsch auf Vertragsauflösung reagiert?

Beim SV Meppen geht es sehr familiär zu, dort gibt es ein unglaubliches Miteinander. Der Verein hat mir dankenswerterweise keine Steine in den Weg gelegt, damit ich mich als Trainer weiterentwickeln kann. Ich will als Cheftrainer in Berghofen den nächsten Schritt machen und dann in naher Zukunft auch die DFB-Fußball-Lehrerlizenz erwerben.

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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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