Mario Plechaty wird in der nächsten Saison auf ein Quartett des aktuellen Kaders verzichten müssen. © Sebastian Reith
Fußball

So reagieren die Verantwortlichen beim FC Nordkirchen auf die Spielerabgänge

Vier Spieler werden den FC Nordkirchen im Sommer verlassen, drei von ihnen sind Stammkräfte. Bei den Verantwortlichen herrscht Enttäuschung vor - aber es gibt auch ein Fünkchen Hoffnung.

Dass sich die Kader von Fußball-Mannschaften verändert, ist nichts Ungewöhnliches. Als jedoch am Donnerstagnachmittag bekanntwurde, dass gleich mehrere Spieler den FC Nordkirchen im Sommer Richtung Landesligist SV Herbern verlassen werden, war das doch eher außergewöhnlich.

Angesprochen auf die Wechsel von Daniel Krüger, Tim Bröer, Thomas Eroglu und Philipp Sandhowe gab sich David Handrup, Sportlicher Leiter beim FCN, wortkarg. „Ich kann bestätigen, dass die Spieler den Verein im Sommer verlassen werden“, so Handrup. Mehr wollte er aber zum Thema nicht sagen. Die Planungen dürften aber dann bald anlaufen, wenn dies nicht ohnehin schon geschehen ist.

Mario Plechaty bedauert den Abgang

Trainer Mario Plechaty hätte gerne mit dem Quartett verlängert. „Ich bin schon enttäuscht, aber das ist ganz normal. Ich hätte gerne mit ihnen länger zusammengearbeitet, gerade auch, weil wir wegen Corona und noch besser hätten kennenlernen können“, sagte der FCN-Trainer, betonte aber auch, dass die Wechsel korrekt vonstatten gegangen sein. „Alle haben mit offenen Karten gespielt, deswegen haben wir das so hingenommen.“

In Krüger, Bröer und Sandhowe verliert Nordkirchen drei Spieler, die zur Stammelf gehörten. Eroglu wurde am zweiten Spieltag durch eine Verletzung gestoppt und konnte infolgedessen nicht mehr spielen. Der FCN verliert also durchaus Stützen.

„Es hat aber nicht nur das Spielerische, sondern auch das Menschliche gepasst“, betont Plechaty. Noch aber stehen das Quartett bis zum Saisonende in den Diensten des FC Nordkirchen. „Ich erwarte, dass sie Gas geben“, sagt Plechaty. „Ich weiß aber auch, dass sie das machen werden.“

Reger Spielertausch zwischen dem FC Nordkirchen und SV Herbern

Eroglu, Bröer und Krüger haben bereits eine Herberner Vergangenheit. Alle drei spielten bereits für den Landesligisten – sicher ein gewichtiger Grund für die Luftveränderung im Sommer. Ohnehin wechseln viele Spieler zwischen den beiden Klubs hin und her. So tauschten in jüngerer Vergangenheit bereits Dennis Närdemann, Alexander Koch, Robin Schwick oder Benjamin Siegert, heutiger Trainer beim SV Herbern, die Seiten, um nur einige zu nennen.

Auch deswegen hat Mario Plechaty noch einen Funken Hoffnung – und beweist gleichzeitig Humor: „Vielleicht kommen sie ja nochmal wieder. Bei Nordkirchen und Herbern weiß man ja nie“, so der FCN-Trainer vielsagend.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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