Benjamin Siegert kann sich im Sommer über vier neue Spieler freuen. © Johanna Wiening
Fußball: Landesliga

Reaktionen zu Herberns Neuzugängen: „Jeder Spieler entscheidet selbst, wo er spielt“

Es war der Transfer-Hammer des Donnerstags: Gleich vier Spieler wechseln im Sommer vom FC Nordkirchen zum SV Herbern. Die Herberner sind froh - und erklären, warum sie die Spieler geholt haben.

Dominick Lünemann, Dennis Närdemann, Robin Schwick – das sind nur drei Spieler des SV Herbern, die eine Vergangenheit beim FC Nordkirchen haben. Dazu kommen auch auf der anderen Seite etliche Spieler, die mal in Herbern gespielt haben.

Mit Philipp Sandhowe, Thomas Eroglu, Tim Bröer und Daniel Krüger wechseln nun gleich vier Spieler aus Nordkirchen zum SV Herbern. „Für uns ist das natürlich eine ganz tolle Verstärkung, dass die Jungs alle vier im Sommer zu uns kommen“, erklärt Herberns Sportlicher Leiter Ludger Staar.

Mit Bröer und Krüger hatte er bereits im Sommer Kontakt. „Da haben wir mal ganz entspannt gesprochen“, so Staar. „Aber wir waren insgesamt zu spät und da hatten beide in Nordkirchen schon zugesagt. Dadurch war die Sache für mich dann auch direkt erledigt.“

Der Sportliche Leiter legt Wert darauf: „Wir wollten niemanden bewusst abwerben. Die Spieler sind auch auf uns zugekommen und wollten bei uns spielen.“ Gerade bei Eroglu, Bröer und Krüger, die alle drei bereits eine Vergangenheit in Herbern haben, sei es schön zu wissen, dass sie zurückkommen wollen.

Als Verein habe sich der SV Herbern versucht, fair zu verhalten. „Die Spieler haben als erstes mit dem Verein und dem Trainer in Nordkirchen gesprochen“, erklärt Staar. „Und wir haben auch uns direkt mit David Handrup (Sportlicher Leiter des FC Nordkirchen, Anm. d. Red.) in Verbindung gesetzt. Da ist kein böses Blut gewesen. Schließlich entscheidet am Ende ja jeder Spieler selbst, wo er spielen möchte.“

Dem kann auch Herbern-Trainer Benjamin Siegert – der übrigens selbst eine Vergangenheit in Nordkirchen hat – nur zustimmen. „Natürlich findet so ein Wechsel mit vier Spielern auf einmal nicht jedes Jahr statt. Aber zwischen Herbern und Nordkirchen gab es das schon mal – ich denke, das gleicht sich wieder aus“, so Siegert.

Mit dem Transfer der Spieler ist er zufrieden. „Natürlich sind das sportlich super gute Jungs, die uns unterstützen können“, erklärt er. „Aber auch menschlich sind das Top-Transfers. Die sind alle vier super drauf. Und mit der Herberner Vergangenheit brauchen sie ja nicht allzu lange, um sich einzugewöhnen, denke ich.“

Auch dafür, dass mit Philipp Sandhowe gleich ein vierter Torwart den SV Herbern verstärkt, hat er eine Erklärung. „Natürlich haben wir drei super Keeper bei uns“, erklärt Siegert im Bezug auf Sven Freitag, Jens Haarseim und Leo Fenker. „Aber Sven war jetzt ein Jahr verletzt, da wissen wir nicht, wie es ist. Und Jens war zuletzt auch oft verhindert. Dann standen wir mit Leo auf einmal nur noch mit einem Torwart da.“

Dennoch werde mit den Transfers niemand einfach den bisherigen Spielern vorgesetzt. „Ich denke, da geht es um Konkurrenzkampf“, so Siegert. „Jeder Spieler muss alles geben – das macht sie dann besser. Egal, wer dann am Ende wirklich spielt.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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