Linus Hensler (l.), hier noch als B-Junior beim VfB Waltrop, schließt sich zur neuen Saison dem FC Nordkirchen an. © Christine Horn
Fußball

Neuzugang Linus Hensler spielt freiwillig Bezirksliga mit Nordkirchen statt Westfalenliga

Linus Hensler hatte Angebote aus der Fußball-Landes- und sogar Westfalenliga. Am Ende entschied er sich für Bezirksligist FC Nordkirchen. Mehrere Gründe gaben dafür den Ausschlag.

Eigentlich wollte Linus Hensler noch höher hinaus. Und Angebote dafür hätte es durchaus gegeben. Fußball-Landes- und sogar Westfalenligisten warben um den 18-Jährigen. Aber am Ende landete Hensler doch beim FC Nordkirchen – in der Bezirksliga.

Am Schlosspark sind die Verantwortlichen glücklich, dass der A-Junioren-Landesliga-Kapitän des VfB Waltrop für das Angebot entschieden hat. „Ich musste richtig dafür kämpfen, dass sie (Hensler und Lukas Bregenhorn, Anm. d. Red.) zu uns kommen“, sagte FCN-Trainer Mario Plechaty bereits. „Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Telefonate ich mit den beiden geführt habe.“ Die Freude war am Ende umso größer.

Mario Plechaty leistet Überzeugungsarbeit

Die Überzeugungsarbeit zahlte sich am Ende aus und war auch ein Grund dafür, dass Hensler schließlich seine Zusage gab. „Wir haben lange miteinander gesprochen. Am Ende hat auch den Ausschlag gegeben, dass er selbst als Spieler und Trainer schon so viel erlebt hat“, so Hensler.

Plechaty war aber nicht der einzige Nordkirchener, der um den Abiturienten warb. Ein weiterer Faktor war Florian Siemerling, der im vergangenen Sommer seine Zelte am Schlosspark aufschlug und ebenfalls vom VfB Waltrop kam, also ein Jahr mit Hensler zusammenspielte. „Florian hat die letzte Überzeugungsarbeit geleistet“, berichtet Hensler. „Er hat erzählt, wie er in Nordkirchen aufgenommen wurde und welche Unterstützung er erhalten hat. Das hat mich in meiner Meinung bestärkt, diesen Schritt zu gehen.“

Florian Siemerling (r.) überzeugte Linus Hensler vom Wechsel nach Nordkirchen.
Florian Siemerling (r.) überzeugte Linus Hensler vom Wechsel nach Nordkirchen. © Matthias Henkel © Matthias Henkel

Mit Hensler erhält der FCN einen Spieler, der „grundsätzlich sehr ehrgeizig“ ist, wie er sagt. Mit dem Team wolle er möglichst gut abschneiden und so viel Spielzeit bekommen, wie möglich. Dabei will sich Hensler nicht verstecken. „In allen älteren Jahrgänge war ich fast immer Kapitän. Ich mag es, eine Führungsrolle zu übernehmen“, so Hensler. „Ich hoffe, dass ich mich in Nordkirchen etablieren kann.“

Linus Hensler will seine Stärken beim FC Nordkirchen einbringen

Gelingen soll das, indem er seine Stärken ausspielt. Die Ruhe am Ball sowie technische Beschlagenheit zeichnen Hensler eigenen Angaben nach aus. Körperlich müsse er sich hingegen noch etwas verbessern. Und der 18-Jährige will wieder torgefährlicher werden, eine Eigenschaft, die ihn in den vergangenen Jahren auszeichnete, aber etwas verloren ging. „Insgesamt“, meint Hensler bescheiden, „habe ich aber sicher noch überall Luft nach oben.“

Wo er seine Stärken einsetzen wird, ist noch nicht ganz klar. Denn der angehende Lehramtsstudent zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus. Auf der linken Seite kann Hensler alle Position spielen, fühlt sich aber im Mittelfeldzentrum am meisten wohl.

Bei diesem Paket ist es nicht verwunderlich, dass auch höherklassige Mannschaft ihr Interesse bekundeten. Warum also dann doch die Entscheidung für die Bezirksliga, zumal Hensler sagt: „Bevor die Saison losgegangen ist, habe ich gesagt, dass ich so hoch spielen wollte, wie nur möglich.“

Die Antwort darauf ist dann doch simpel. „Ich habe dann doch entschieden, lieber etwas tiefer anzufangen, um mich zu etablieren“, sagt Linus Hensler. „Und Nordkirchen hatte das beste Gesamtpaket aus Sportlichem, dem Trainer, der Mannschaft und dem ganzen Drumherum.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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