Mario Plechaty überzeugte den Spieler vom Wechsel zum FC Nordkirchen. © Sebastian Reith
Fußball

Mehr als 50 Oberliga-Spiele: Zu gut für die Bezirksliga und den FC Nordkirchen?

Der FC Nordkirchen verpflichtet einen Spieler mit ordentlich Oberliga-Erfahrung. Doch nicht nur die fußballerischen Qualitäten sind für den Bezirksligisten entscheidend.

Bei der jüngsten Neu-Verpflichtung hat der FC Nordkirchen in ein ziemlich hohes Regal gegriffen. Im Sommer wird den Fußball-Bezirksligisten ein Spieler verstärken, der mehr als 50 Spiele in der Oberliga absolviert hat, dazu kommen weitere Einsätze in der Westfalenliga.

In Luciano Sabellek dürfte der FC Nordkirchen also eine Verstärkung erhalten. Aber warum nimmt er die Herausforderung am Schlosspark an? Schließlich ist – insbesondere wegen einer möglichen Annullierung der Saison – unsicher, ob der FCN wirklich den Aufstieg in die Landesliga schafft oder ein weiteres Jahr in der Bezirksliga bleibt.

Von der Westfalen- in die Bezirksliga?

Auch die Bezirksliga könne eine Herausforderung sein, meint Sabellek, der von der DJK TuS Hordel aus der zwei Klassen höher angesiedelten Westfalenliga zum FC Nordkirchen stößt: „Auch in der Bezirksliga gibt es gute Fußballer. Hier gibt es viele gute Spieler, die sich erst mal im Seniorenfußball etablieren wollen. Ich bin mir für diese Liga nicht zu schade.“

Lucianao Sabellek (l.) kommt mit Oberliga-Erfahrung nach Nordkirchen.
Lucianao Sabellek (l.) kommt mit Oberliga-Erfahrung nach Nordkirchen. © Thomas Braucks © Thomas Braucks

Vielmehr führten andere Faktoren zu seiner Entscheidung pro Nordkirchen. „Trainer Mario Plechaty hat mich kontaktiert. Er hat mir das Konzept und Umfeld in Nordkirchen vorgestellt. Ich hatte zuvor ohnehin überlegt, etwas Neues zu machen“, so Sabellek, „dann hab ich mir das angehört und war überzeugt. Ich habe gleich gemerkt, dass es die richtige Aufgabe ist.“

Der FC Nordkirchen erhält in Sabellek einen flexibel einsetzbaren Spieler. Der 29-Jährige selbst sieht sich als Zentrumsspieler, kann die 6er-, 8er- und 10er-Position besetzen. „Ich mache gerne das Spiel“, sagt Sabellek, hebt aber auch seinen kämpferischen Charakter hervor. „Ich bin aber auch laufstark und mir nicht zu schade, zu einer Grätsche anzusetzen.“

FC Nordkirchen will auch von Führungsqualitäten profitieren

Nicht nur in spielerischer Hinsicht will der FC Nordkirchen von Sabelleks Erfahrung profitieren. Der 29-Jährige ist bereits jetzt als Führungsspieler eingeplant. Zum einen wäre da die Einstellung: „Als Mannschaft sollten wir in jedes Spiel reingehen, um zu gewinnen. Wofür es reicht, werden wir dann sehen.“

Zum anderen können sich die jüngeren Spieler beim baldigen Neu-Nordkirchener einiges abschauen. „Ich habe ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel und kann sicher das eine oder andere weitergerben, worauf es als junger Spieler ankommt“, meint Sabellek. „Eine meine Aufgabe wird sein, die Jüngeren zu führen. Das nehme ich gerne an.“

Eine Schwäche macht Sabellek in seinem Spiel aber aus: „Das Kopfballspiel“, sagt er, „das werde ich wohl nicht mehr lernen.“ Und wohl auch nicht an seine jüngeren Mitspielern weitergeben. Dafür kann Luciano Sabellek aber in vielen anderen Bereichen seine Erfahrung teilen.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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