Marvin Koch kennt bereits viele Spieler seines neuen Vereins SV Südkirchen. © Jürgen Weitzel
Fußball

Marvin Koch erwartet beim SV Südkirchen viele Freunde – und einen offenen Konkurrenzkampf

Zur kommenden Saison wechselt Marvin Koch zum SV Südkirchen, obwohl er schon beim PSV Bork zugesagt hatte. Doch der Torwart entschied sich um und wird diese Saison auch nicht mehr für Bork spielen.

Eigentlich hatte Marvin Koch beim PSV Bork schon für die kommende Saison zugesagt. Doch dann entschied er sich um – zum Glück für den Fußball-B-Ligisten SV Südkirchen, zu dem der Torwart in der kommenden Saison wechselt.

„Das war alles andere als leicht, meinen Heimatverein nach elf Jahren zu verlassen, aber ich wollte einen Tapetenwechsel. Ich bin traurig, aber auch dankbar“, sagt Koch. „Ich bin 20 und in einem Alter, in dem man Spielpraxis braucht. Ich habe gemerkt, dass der Verein einen anderen Weg eingeschlagen hat und meine Zukunft anders sieht als ich.“

Ausschlaggebend dafür war die Verpflichtung von Marvin Kemmann, die für Koch überraschend gewesen sei. Zur kommenden Saison wechselt der Torhüter von Grün-Weiß Nottuln aus der Westfalenliga zum PSV. Mit Koch hätte es fünf Keeper im Kader gegeben.

„Für Bork ist das eine schöne Sache, aber es ist schwierig, alle zufrieden zu machen. In Südkirchen fällt es mir einfacher, mich sportlich zu verbessern und mein Maximum rauszuholen.“ Der 20-Jährige betont aber, dass er weiterhin ein super Verhältnis zu Bork habe.

SV Südkirchen ging auf Koch zu

Das kann PSV-Trainer Sanmi Ojo bestätigen. „Er ist ein Borker Junge. Aber ich kann seine Beweggründe nachvollziehen. Ich wünsche ihm viel Glück bei seinem neuen Verein.“

Die Wahl auf seinen neuen Verein fiel Koch nicht schwer. „Dass der Impuls in erster Linie von Südkirchen ausging, hat mich gefreut. Ich hatte einen guten Eindruck. Ich habe hier mehr enge Freunde als in Bork. Das war nicht ausschlaggebend, aber die Eingewöhnung fällt einem so natürlich leichter.“

Henrik Brinkmann und Robin Dornhege gehören seit vielen Jahren zu seinem engsten Freundeskreis. Zu Dornheges Brüdern Marvin und Nils hatte er auch schon Kontakt. Auch Paul König kennt er aus ihrer gemeinsamen Schulzeit.

Wen er noch nicht persönliche kennt, ist die aktuelle Nummer eins Christoph Mayr, „aber er ist ein sehr guter Torwart“, lobt Koch seinen neuen Konkurrenten und ergänzt. „Ich habe in Bork auch gute Spiele gemacht und will das in Südkirchen weiterführen. Ich möchte so viel spielen, wie es geht, und oben mitspielen.“

Luppus: „Jeder kann sich durch gute Leistungen empfehlen“

Worte, die sein neuer Trainer Michael Luppus gerne hören dürfte. Tim Hermann wird das Torwart-Trio in der kommenden Saison komplettieren. Da Herrmann aber beruflich sehr eingespannt sei, werde es wohl auf einen Zweikampf hinauslaufen.

„Wir freuen uns, drei Torhüter zu haben. Das wird ein offener Kampf. Jeder kann sich durch gute Leistungen empfehlen“, sagt Trainer Luppus. Dass sich der SVS, obwohl er mit Mayr einen Stammtorwart hat, nach einen weiteren Keeper umgeschaut hat, ist für ihn kein Widerspruch. „Wenn man einen Torwart hat, der 34 und beruflich eingespannt ist, hält man die Augen auf.“

Koch könne sich von Mayr etwas abgucken und lernen. Luppus bescheinigt seinem Sommer-Neuzugang aber auch schon gute Qualität. „Er ist jung, war in Bork aber schon Stammspieler.“

Auf seinen ersten Liga-Einsatz muss Koch, unabhängig davon, ob die Saison weitergespielt wird oder nicht, bis zur nächsten Spielzeit warten. Da er sich aber bereits von der Borker Mannschaft verabschiedet und sich vom Verein abgemeldet hat, wäre er laut Luppus, sobald wieder trainiert werden könne, dabei, um die Mannschaft kennenzulernen.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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