Michael Luppus freut sich über ein treffsicheres Quartett beim SV Südkirchen. © Sebastian Reith
Fußball

Kaum Einsatzminuten für Südkirchener Fußballer – das hat drei Gründe

Auf gerade mal drei Einwechslungen kam ein Spieler des SV Südkirchen in der vergangenen Saison. Laut seinem Trainer Michael Luppus hat das gleich mehrere Gründe.

Auf nicht mal neunzig Minuten kommt der Südkirchener Spieler in der mittlerweile annullierten Saison der Fußball-Kreisliga B. Lediglich drei Einwechslungen stehen zu Buche, eine davon ist ein Kurzeinsatz über drei Minuten. Sein Trainer Michael Luppus nennt Verletzungsprobleme und die große Konkurrenz als Gründe. Zudem passe die Spielweise des Südkircheners nicht so ganz zum favorisierten Spielsystem. Was sagt der 22-Jährige selbst dazu?

„Ja, das mag schon sein, dass es nicht ganz passend ist“, stimmt Jonas Verworn seinem Trainer zu. Der Stürmer des SV Südkirchen saß in der vergangenen Spielzeit zumeist auf der Bank und sah den Kollegen von dort beim Toreschießen zu.

Warum ihm häufig nur die Rolle des Zuschauers übrig blieb, hat mehrere Gründe wie Trainer Luppus aufzählt: „Er hat natürlich sehr große Konkurrenz auf der Stürmerposition bei uns. Dazu war er zwischenzeitlich verletzt und seine Spielweise passt auch nicht so ganz zu unserem System.“

Jonas Verworn kann sich auch mit einer Joker-Rolle anfreunden.
Jonas Verworn kann sich auch mit einer Joker-Rolle anfreunden. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Denn, so erklärt es der Trainer, Verworn ist ein echter Strafraumspieler, der gerne lauert: „Das ist seine Stärke: Er steht dann oft richtig, weil er früh ahnt, wo der Ball hinkommen kann.“ Und dass er einen Torriecher besitzt, konnte in seinem Einsatz in der zweiten Mannschaft beweisen, da schoss er gleich mal drei Treffer.

„Da hatte ich mich kurz zuvor verletzt und wollte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln“, erinnert sich Verworn an das Spiel, in dem er zusätzlich noch zwei Treffer vorbereitete.

Und was hat es nun mit seiner Spielweise auf sich? „Wir arbeiten viel mit schnellem Umschaltspiel“, benennt Luppus, „da hat Lukas Probleme damit, sich in die richtigen Räume zu bewegen und seinen Körper einzusetzen, um auch mal einen Ball festzumachen.“ Als Einwechselspieler könne man ihn hingegen immer bringen: „Er ist brandgefährlich vor dem Tor.“

Bleibt für Verworn also weiterhin nur eine Joker-Rolle? „Naja, ich spiele lieber als Joker als gar nicht“, sagt der 22-Jährige, „aber klar: Es ist schon das Ziel von jedem, in der Startelf zu stehen.“

Über einen Wechsel denkt Verworn nicht nach

Das will Jonas Verworn auch in der kommenden Saison wieder probieren. Seine geringen Einsatzminuten sind für ihn kein Anlass, über einen Vereinswechsel nachzudenken: „Mir macht es Spaß hier. Der Zusammenhalt ist richtig stark, beim Training oder in den Spielen gibt es nie dicke Luft.“ Auch von Rückschlägen lasse sich das Team nicht unterkriegen: Auf die zwei Klatschen zum Saisonbeginn folgten schließlich fünf Spiele ohne Niederlage.

Daran anzuknüpfen ist die klare Vorgabe für die neue Spielzeit. Denn dann könne man den Blick auch mal in Richtung Tabellenspitze wagen. „Wir haben einen breiten Kader mit guten Neuzugängen. Deshalb ist es schon das Ziel, oben anzugreifen.“

Einen derart schlechten Start wie in der vergangenen Saison – damals folgte auf eine 1:5-Pleite zum Auftakt eine 2:6-Reise – will Verworn mit seinen Mitspielern deshalb verhindern: „Das sollten wir definitiv nicht wiederholen.“ Der Stürmer wird seinen Beitrag dazu leisten wollen, ob nun als Einwechselspieler oder in der Startelf.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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