Der Trainer vom SC Capelle Reinhard Behlert (Hintergrund l.) muss auf einen Sommer-Neuzugang bislang immer wieder verzichten. © Sebastian Reith
Fußball

Immer wieder dieselbe Blessur – Verletzungs-Schock bei Neuzugang des SC Capelle

Beim SC Capelle verletzt sich ein Spieler in der Vorbereitung, muss kurz nach seiner Genesung direkt von Beginn an ran und verletzt sich erneut. Doch es kommt noch schlimmer.

Ihn als Pechvogel zu betiteln ist wohl noch untertrieben: Ein Sommer-Neuzugang von Fußball-B-Ligist SC Capelle kommt bislang auf 60 Einsatzminuten – weil er sich in der Hinserie dreimal die gleiche Verletzung zuzieht.

Nico Trahe wechselte in dieser Saison aus der A-Jugend in die erste Mannschaft von Trainer Reinhard Behlert und verletzte sich noch in der Vorbereitung das erste Mal. „Nico hatte Probleme am Sprunggelenk und ist damit bestimmt fünf oder sechs Wochen ausgefallen“, erzählt Behlert.

Wieder genesen nimmt Trahe das Training sofort wieder auf, was auch bei seinem Coach sehr gut ankommt. „Nach so einer Verletzung bist du natürlich nicht direkt volle Pulle da, aber Nico hat sich wirklich direkt wieder ran gearbeitet und war unglaublich engagiert“, sagt der SCC-Trainer.

Nico Trahe verletzte sich beim SC Capelle bereits in der Vorbereitung das erste Mal.
Nico Trahe verletzte sich beim SC Capelle bereits in der Vorbereitung das erste Mal. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Weil den SC Capelle zu diesem Zeitpunkt der Hinrunde generell viele Verletzungen plagen, wird Trahe auch direkt wieder zu einer wichtigen Option für seinen Trainer.

Kreisliga-B-Debüt endet mit erneuter Verletzung

Am 5. Spieltag gibt der offensive Mittelfeldspieler sein Debüt für die erste Mannschaft gegen Birati Club Münster und steht aufgrund der dünnen Personaldecke direkt in der Startformation – mit fatalen Folgen.

Nach etwas mehr als einer Stunde knickt Trahe um und verletzt sich erneut am Sprunggelenk. „Das war natürlich wahnsinnig bitter für ihn“, sagt Behlert, dessen Spieler danach wieder verletzt ausfällt.

Doch Trahe arbeitet sich erneut zurück in die Mannschaft und sitzt beim letzten Spiel vor der Saison-Unterbrechung sogar wieder auf der Bank, bleibt aber ohne Einsatz.

Als es dann zum Lockdown kommt, will der Mittelfeldspieler die Zeit nutzen, um die abgebaute Muskulatur weiter aufzubauen. „Ich bin im Wald joggen gewesen und wie es im Herbst eben so ist, war alles voller Blätter und ich habe ein Loch im Boden übersehen“, erzählt Trahe, der daraufhin mit dem lädierten Bein in das verdeckte Erdloch rutscht.

Der Spieler des SC Capelle bekommt die bittere Diagnose im Krankenhaus

Die bittere Diagnose folgt kurze Zeit später im Krankenhaus: wieder das Sprunggelenk, dieses Mal aber ein kompletter Bänderriss. Den Verletzungs-Schock kann Trahe laut eigener Aussage durch die Liga-Pause aber gut wegstecken.

„Spiele finden ja zurzeit eh nicht statt, das kam mir persönlich etwas gelegen. Die Verletzung ist auch schon wieder auskuriert und ich habe zu Hause mit Gleichgewichts- und Kraftübungen angefangen.“

Für den Fall, dass es im Frühjahr zum Re-Start im Amateurfußball kommt, scheint der 19-Jährige auf einem guten Weg zu sein, wieder eine Option für seinen Trainer zu werden – solange das Sprunggelenk mitspielt.

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Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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