Dustin Willms (l.) setzte sich nach Startschwierigkeiten zuletzt beim FSV Zwickau wieder durch. © Nico Ebmeier
Fußball

Halbzeitbilanz: Nach einem schwachen Start zeigt die Formkurve für Dustin Willms zuletzt nach oben

19 Spiele sind in der Dritten Liga für den FSV Zwickau nun gespielt und die Ostdeutschen stehen aktuell richtig gut da. Auch für Dustin Willms sieht es immer besser aus. Eine erste Bilanz.

Die Dritte Fußball-Liga hat dieser Tage etwas geschafft, wovon die heimischen Amateurligen aktuell nur träumen können. Jedes Team in der tiefsten deutschen Profiliga hat mindestens 50 Prozent seiner Spieler absolviert. Zuletzt schaffte es sogar der von Absagen und Quarantäne gebeutelte FSV Zwickau um den Südkirchener Dustin Willms, diese magische Grenze zu erreichen.

Und dabei gab es bei den Sachsen am Dienstagabend gleich doppelt zu feiern. Denn beim 19. Spiel der Saison gelang dem FSV der siebte Sieg, ein extrem wichtiger noch dazu. Gegen die Kellerkinder des MSV Duisburg machten die Ostdeutschen möglicherweise eines ihrer besten Saisonspiele und schossen die Meidericher nach einer starken ersten Hälfte mit 3:1 aus dem Stadion.

Besonders die Offensive um den Südkirchener Dustin Willms, der auch beim Abstiegskracher wieder von Anfang an auf dem Platz stand, scheint dabei endlich zu funktionieren. Im Jahr 2021 blieben die Zwickauer bislang nur ein einziges Mal torlos, ärgerten mit Verl einen der Aufstiegsfavoriten bedenklich und gewannen alle wichtigen Duelle im Keller. Es ist nicht übertrieben, die Sachsen, die sich dadurch auf Platz elf der Tabelle hochgehamstert haben, als einer der Mannschaften der Stunde zu bezeichnen.

Nach einem guten Start bauten Willms und der FSV ab

Doch dass es bei Saisonhalbzeit tatsächlich so gut um den FSV aussehen wird, war zu vielen Teilen der Serie überhaupt nicht sicher. Im Gegenteil: Nach einem guten Start mit drei Siegen aus sieben Spielen stürzte Zwickau in ein Loch und gewann in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres nur ein einziges Spiel. Völlig zurecht rutschte der Ostclub auch immer weiter in den Tabellenkeller ab.

Auch für den Südkirchener Stürmer Dustin Willms verlief seine erste Saison im Profi-Bereich nicht wirklich wie geplant. Gegen Unterhaching und Duisburg zählte der Mittelstürmer noch ganz klar zur ersten Elf beim FSV und konnte sogar seine erste Torvorlage in der Dritten Liga verbuchen. Doch immer wieder vertraute Trainer Joe Enochs in der Folge auf anderes Personal. Von Oktober bis Dezember startete Willms nur dreimal von Beginn an und konnte auch sonst nie wirklich entscheidend auf die Spiele einwirken. Nur bei der schwachen 1:3-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden konnte sich der Südkirchener in die Torschützenliste eintragen, wurde in drei Spielen sogar nicht mal eingewechselt.

Zwischen Quarantäne, Absagen und Niederlagen

Allerdings darf dabei auch nicht vergessen werden, in welcher schwierigen Situation diese Sieglos-Serie für die Sachsen entstand. Zwischen dem 28. November und dem 16. Dezember machte der FSV nicht eine einzige Partie. Erst waren die Zwickauer nämlich selbst zwei Woche in der Corona-Quarantäne, dann fiel auch noch das Spiel gegen den SC Verl wegen eines positiven Tests im dortigen Team aus. So passierte es, dass der Willms-Club zwischenzeitlich fünf Spiele weniger auf dem Konto hatte als die Konkurrenz.

Seit der Jahreswende scheint sich das Blatt für Dustin Willms und sein Team aber nun tatsächlich gewendet zu haben. Nicht nur, dass alle drei Endspiele gegen die Gegner aus dem Tabellenkeller gewonnen wurden, auch der Südkirchener scheint endlich die Form zu finden, die er sich beim Sommer-Wechsel aus Düsseldorf erhofft hatte. Er startete in vier von fünf Spielen von Beginn an und steuerte beim 2:1-Erfolg über Unterhaching auch einen entscheidenden Treffer bei.

Zum Rückrundenbeginn hat der FSV nun immer noch ein bis zwei Spieler weniger absolviert als die Gegner und besitzt trotzdem ein Vier-Punkte-Polster auf die „Rote Zone“. Sollten Willms und sein Team die Form der vergangenen Wochen mitnehmen können, könnten die Abstiegssorgen bald wie weggeblasen sein.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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