16 Spieler standen beim FC Nordkirchen am Dienstag auf dem Platz. © Nico Ebmeier
Fußball

Gute Laune und „Altherren-Fußball“: FC Nordkirchen startet mit dem Training

Am Dienstagabend ist nun auch Bezirksligist FC Nordkirchen nach knapp sieben Monaten ins Training eingestiegen. Das Tempo war eher gemächlich, die lachenden Gesichter aber umso größer.

Es war schon bezeichnend, dass sich Florian Fricke, Kapitän des FC Nordkirchen, und Fußball-Vorsitzender David Handrup mit einem „Frohes neues Jahr“ begrüßten. Denn Anfang Juni war es – zumindest auf dem Fußballplatz – das allererste Treffen zwischen den beiden, die sich sonst vermutlich mindestens wöchentlich sehen. Doch in diesen Momenten war das allen völlig egal, denn die Spieler des FC Nordkirchen haben am Dienstagabend zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder einen Ball gesehen.

„Ich bin sehr gespannt, wie die Jungs drauf sind“, scherzte Mario Plechaty noch vor dem Training. „Da müssen mit Sicherheit einige noch richtig fit gemacht werden.“ Und auch der spielende Co-Trainer des Bezirksligisten, Marcel Stiepermann, teilte die Meinung des Coaches: „Es ist ja auch was völlig anderes, als wenn du nach einem halben Jahr Verletzung wieder kommst. Dann kannst du dich ja mit Reha und so vernünftig vorbereiten. Aber so ist wahrscheinlich keiner in letzter Zeit regelmäßig laufen gegangen.“

16 Spieler standen beim Trainingsauftakt mit auf dem Platz, drei noch nicht ganz fit hinter der Bande. Und Mario Plechaty hatte sich für die Aktiven auch nur ein ganz lockeres Training überlegt. Nach einem kleinen Aufwärmprogramm für Stiepermann & Co. standen nun drei Spieldurchgänge à zehn Minuten auf einer Platzhälfte auf dem Plan. Die acht jüngsten Spieler bekamen ein gelbes Leibchen übergestreift, die acht älteren konnten sich schon mal mental auf ihr erstes Fußballspiel seit Ende Oktober vorbereiten.

Vor der Partie „Alt gegen Jung“ mussten die jüngeren Spieler das Spielfeld aufbauen.
Vor der Partie „Alt gegen Jung“ mussten die jüngeren Spieler das Spielfeld aufbauen. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Doch spätestens bei der Einteilung der Teams zeigte sich, dass nicht nur die Spieler sich wieder an das Geschäft mit dem runden Leder gewöhnen mussten. Auch Trainer Plechaty wird wohl noch ein paar Einheiten brauchen, bis er die Namen seine ganzen Mannschaft wieder drauf hat – gerade die der Neuen, von denen am Dienstagabend sechs mit von der Partie waren. Deshalb waren gerade in den ersten Minuten der Team- und Positionseinteilung oft Stimmen wie „Und du warst?“, „Wir kennen uns doch noch aus?“ oder „Du spielst im Mittelfeld oder?“ zu hören, was nach sieben Monaten Sportplatz-Abstinenz dann vielleicht auch völlig normal ist.

Ganz besonders gefreut haben sich aber zwei Spieler auf den Auftakt am Schlosspark: Mit Dominik Dupke und Nico Plechaty standen zwei Akteure auf dem Platz, die zur vergangenen Saison neu beim Bezirksligisten aufliefen, sich aber früh verletzten und damit fast alle Pflichtspiele von der Seitenlinie aus anschauen mussten. „Ich habe so sehr Bock wieder zu spielen“, hinterließ Plechaty da auch überhaupt keine Zweifel an seiner Freude und musste dann erstmal vom Trainervater gestoppt und aus der Einheit genommen werden.

„Beim Training der Altherren war mehr Zug drin“

Beim Abschlussspielchen hielt sich dann aber auch generell das Tempo durchaus in Grenzen. Für Kapitän Fricke gab es dafür aber einen ganz klaren Grund: „Wenn unser bester Mann direkt ausfällt, können wir ja auch gar nicht gut spielen“, rief er mit einem Hinweis auf Joachim Mrowiec, den es direkt im ersten Durchgang im rechten Oberschenkel zwickte und er deshalb vom Platz musste. Ohne Mrowiec verlor die „ältere Auswahl“ dann auch relativ eindeutig gegen die Nordkirchener Jungspunde, denen Mario Plechaty von Beginn an eine überraschend gute Fitness zusprach. Trotzdem musste sich das Team scherzhaft vom Sportlichen Leiter David Handrup anhören, dass „beim Training der Altherren zuletzt mehr Zug drin war“.

Nach knapp 70 Minuten war das erste Training 2021 dann aber auch wieder beendet und der Trainer höchstpersönlich gab noch eine Runde Getränke für alle aus. In den nächsten Wochen stehen nun zwei Einheiten pro Woche an. Das erste Freundschaftsspiel ist für Anfang Juli angesetzt.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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