Corona-Sport

Gesundheitspolitiker äußert sich vor Corona-Gipfel zu Entlastungen für den Amateur-Sport

Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach äußerte sich vor der Bund-Länder-Runde zu Corona-Einschränkungen für den Sport und sieht eher wenig Hoffnung für Entlastung.
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sprach vor dem Corona-Gipfel über den Amateur-Sport. © picture alliance/dpa

Am Mittwoch treffen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder zu einer virtuellen Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen und diskutieren über einen „Corona-Winterfahrplan“. Die Entscheidungen haben auch Relevanz für den Amateur-Sport.

Viele Verbände wie der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) haben bereits angekündigt, dass sie für dieses Jahr den Ligabetrieb einstellen werden. Die Frage, ob eventuell in kleinen Gruppen trainiert werden darf, ist aber noch offen.

Teil-Lockdown soll verlängert werden

Die Chancen dafür, dass künftig zumindest wieder der Trainingsbetrieb hochgefahren werden darf, stehen aber eher schlecht. Denn die Länder plädieren für strengere Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an. Der aktuelle Teil-Lockdown soll einem Länder-Papier zufolge bis zum 20. Dezember verlängert werden. Bei einer Inzidenz von „deutlich“ unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und wenn weitere Bedingungen erfüllt sind, sollen Länder die Möglichkeit bekommen, hiervon abzuweichen.

Der Blick auf die Landkarte zeigt jedoch: Weite Teile Nordrhein-Westfalens liegen weiterhin deutlich über diesem Grenzwert. Auch Karl Lauterbach, Gesundheitspolitiker der SPD, hatte sich in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur geäußert, dass er Lockerungen für den Sport für nicht sinnvoll hält.

„Es wird ein schwerer Tag werden“

Er rechne mit weiteren Beschränkungen für die Bereiche außerhalb des Sports, die dann natürlich auch Anwendung für den Sport finden würden, sagte Lauterbach. „Der Sport steht jetzt verständlicherweise nicht im Vordergrund dessen, was wir beschließen müssen. Es wird ein schwerer Tag werden. Nach den Beschlüssen muss darüber nachgedacht werden, was bedeutet das für den Sport?“, sagte der SPD-Politiker im Vorfeld der Bund-Länder-Runde.

Auf die Frage, was geschehe, wenn sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln würden, antwortete Lauterbach: „Dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport komplett verbieten. Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten.“

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