Jubel über sein Tor für den FC Nordkirchen: Florian Fricke erzielte das 2:0, Joachim Mrowiec ist erster Gratulant. © Jura Weitzel
Fußball-Bezirksliga

FC Nordkirchen verteidigt die Bezirksliga-Spitze gegen Kirchderne im Stile einer Spitzenmannschaft

Fünfter Sieg im fünften Spiel: Der FC Nordkirchen marschiert weiter in der Bezirksliga 9. Gegen Viktoria Kirchderne siegt der FCN wie eine Spitzenmannschaft. Dabei fehlten dem FCN noch einige Spieler.

Der FC Nordkirchen marschiert weiter. Der Fußball-Bezirksligist feierte gegen Viktoria Kirchderne den fünften Sieg im fünften Spiel und verteidigt die Tabellenführung souverän. Den 2:0 (1:0)-Erfolg über Kirchderne musste sich der FCN hart erkämpfen, der Sieg war aber überaus verdient.

Nach dem perfekten Start mit dem fünften Seriensieg wollte FCN-Trainer Mario Plechaty aber nichts von der Meisterschaft wissen. „Das ist noch viel zu früh, auch wenn der Start natürlich top ist.“ Der Auftritt gegen Kirchderne dürfte aber nicht dazu beigetragen haben, etwaige Ansprüche herunterzuschrauben.

FC Nordkirchen übernimmt die Kontrolle

Nordkirchen war von Anfang an das bessere Team und übernahm gleich zu Beginn der Partie die Kontrolle. Kirchderne rannte erst einmal der Musik hinterher. Es dauerte aber etwas, bis der FCN sich erste gute Chancen erspielen konnte. In der 18. Minute platzierte Krüger einen Kopfball gegen die Laufrichtung von Yannik Kube im Kirchderner Tor. Der Keeper war aber schnell unten und verhinderte die Nordkirchener Führung.

Schon zuvor hatte Krüger eine Duftmarke gesetzt, wieder per Kopf, doch auch hier war Kube zur Stelle, wenn der Versuch auch bedeutend ungefährlicher war (9.).

Fortan war Nordkirchen dominant und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Einiges lief über die Außenbahn, auf denen die FCN-Angreifer immer wieder durchbrachen und Räume auf dem Feld rissen und ständig Druck auf den Gegner ausübten.

Marcel Stiepermann verwandelt einen Handelfmeter

Ein Angriffsversuch führte dann auch zur Nordkirchener Führung. Ein Kirchderner spielte im eigenen Sechzehnmeterraum den Ball mit der Hand – Strafstoß. Marcel Stiepermann verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur 1:0-Führung (22.).

Nordkirchens Trainer Plechaty gefiel, was seine Mannschaft anbot – vor allem, wenn man die personelle Lage bedenkt. „Ich bin hochzufrieden“, sagte Plechaty. „Wir gehen personell seit zweieinhalb Wochen auf dem Zahnfleisch. Dafür haben wir guten Fußball gespielt.“

Auch in der Folge blieb der FCN die überlegene Mannschaft, konnte die Führung aber nicht ausbauen, was auch an Kube lag, der die Viktoria mit mehreren Paraden im Spiel hielt. Mit der knappen Führung ging es in die Kabine.

Das Bild nach dem Seitenwechsel ähnelte aber stark dem des ersten Durchgangs. Nordkirchen war die bessere Mannschaft und drängte auf das Tor. Er nach einer knappen Stunde belohnt sich die Plechaty-Elf dann. Aus dem Gewühl heraus traf Florian Fricke für Nordkirchen (57.).

Ein wenig erlösend war der zweite Treffer schon für den FCN, schließlich hatte es zuvor wieder einige Möglichkeiten gegeben, die Führung auszubauen. Nach dem zweiten Gegentreffer wachte auch Kirchderne und investierte endlich mehr ins Spiel nach vorne.

Viktoria Kirchderne wird stärker

Mit zunehmender Spielzeit wurde die Viktoria dem FCN-Kasten zunehmend gefährlicher, sodass sich Nordkircheners Torwart Philipp Sandhowe mehrmals gezwungen sah, an seine Vorderleute zu appellieren: „Aufwachen!“

Am Ende brachte der FCN den Sieg aber souverän über die Zeit. „Das 2:0 war hochverdient, auch wenn wir den Sack eher zumachen müssen“, meinte Plechaty.

Auch wenn die Chancenauswertung um einiges hätte besser sein können, fuhr der FC Nordkirchen den Sieg am Sonntagnachmittag verdient ein und verteidigte die Bezirksliga-Spitze. So agieren Spitzenmannschaften.

FCN: Sandhowe – Venneker, Fricke, Krüger (78. Tüns), Bröer, Manfredi (71. Ekincier), Siemerling, Mrowiec, Stiepermann (90. Mangels), Humenscheimer, Wannigmann

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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