Ein Spieler der SG Selm wächst unter Mario Rast über sich hinaus. © Matthias Henkel
Fußball

Ein Wirbelwind ist einer der größten Profiteure vom Trainerwechsel bei der SG Selm

Unter Deniz Sahin konnte er froh sein, überhaupt eingewechselt zu werden. Nun ist der Mittelfeldspieler eine feste Größe im Spiel der SG Selm. Am Sonntag war er an drei Treffern direkt beteiligt.

Den neuen Aufschwung des Fußball-Kreisligisten SG Selm könnte man an vielen Gesichtspunkten festmachen. Die Offensive scheint so treffsicher wie nie zuvor – die Defensive ließ gar noch überhaupt keinen Gegentreffer zu. Ein Spieler scheint nun aber unter Mario Rast besonders aufzugehen.

Als Dennis Clement Dias am Sonntag beim Stand von 5:0 ausgewechselt wurde, gab es stehende Ovationen. „Völlig zurecht. Er hat eine unglaubliche Partie gemacht, war definitiv Spieler des Spiels“, kommt Coach Mario Rast mit den lobenden Worten kaum hinterher. „Deswegen habe ich ihn dann auch extra ausgewechselt. Dann kann er sich das Lob der Fans nochmal abholen.“

Dennis Clement Dias (r.) war am Sonntag der beste Selmer. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Und tatsächlich – bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Wirbelwind ein Wahnsinns-Spiel abgeliefert. Beim 1:0 sah er den freistehenden Alexander Schwegler, knapp 20 Minuten später traf er selbst, nachdem er den Wolbecker Torwart mit einem feinen Spitzel-Trick ausdribbelte. In der zweiten Halbzeit lief Dias dann sogar nochmal völlig frei auf das Gäste-Tor zu, wartete allerdings auf Jan Rabitsch und legte ihm seinen zweiten Treffer des Tages auf.

„Ich fühle mich gut. Es war ein super Spiel von der ganzen Mannschaft und ich bin froh, wenn ich auch selbst ein Teil davon sein kann“, sagt der Mittelfeldspieler selbst zu seiner Leistung. Dabei ist nicht einmal so richtig klar, wo genau Dennis Clement Dias überhaupt spielt. Er startete auf der linken Außenbahn, wechselte dann in der Mitte der ersten Halbzeit auf die andere Seite. Mit der Einwechslung von Daniel Ulrich tauschte er dann fast im Minutentakt die Seiten.

„Wir rotieren enorm viel auf dem Feld und im Moment macht uns das sehr gefährlich. Mir ist es eigentlich egal, wo ich spiele, solange ich spiele“, sagt Dias und lacht. Eine Lieblingsposition hat er aber dann doch: „Ich bin Rechtsfuß und wenn man dann auf links spielt, kann man natürlich ganz geil nach innen ziehen. Generell ist es mir aber wirklich egal.“

Dennis Clement Dias bekommt Extralob vom Coach

Der Mittelfeldspieler weiß auch genau, warum es aktuell bei den Selmer so gut läuft. „Mario hat uns super zusammengeschweißt, er weiß genau, wie er mit dem Team sprechen muss. Man merkt im Spiel und Training genau, dass alle richtig Bock haben“, so Dias, der sich dennoch bei der Frage, ob die SG nun zu den Meisterschaftskandidaten zählt, noch bedeckt hält. „Dazu möchte ich jetzt noch gar nichts sagen. Es ist noch viel zu früh. Wenn wir allerdings so weiterspielen, spricht da natürlich nichts gegen.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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