Ein ehemalige Nordkirchen-Spieler zog mitten in der Pandemie nach Köln um. © dpa
Fußball

Ehemaligen FCN-Spieler hat es nach Köln gezogen: Wie klappt das in der Pandemie?

Mitten im Herbst des letzten Jahres hat es einen ehemaligen Spieler des FC Nordkirchen nach Köln gezogen. Wie ist das Leben in einer neuen Stadt während einer Pandemie?

Im Sommer findet bei Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen ein Umbruch statt. Aber bereits in der vorherigen Saison gab es beträchtliche Kader-Veränderungen am Schlosspark: Gleich sechs Spieler verließen den FCN.

Unter ihnen: Janis Drees, Verteidiger – mit 29 im besten Fußball-Alter. Mit der Standortwahl Köln ist Drees in eine bei ehemaligen FCN Spielern beliebte Stadt gezogen. Unter anderem Marvin Fritsche und Jonas Wilde leben oder haben ebenfalls in der Stadt am Rhein gelebt.

Janis Drees, ehemaliger Spieler des FC Nordkirchen, wohnt jetzt in Köln.
Janis Drees, ehemaliger Spieler des FC Nordkirchen, wohnt jetzt in Köln. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Die Entscheidung, nach Köln zu ziehen, hat der Endzwanziger aufgrund eines neuen Jobs getroffen und steht zu dem Entschluss. „Es ist zwar nicht das Kölner Leben, wie man sich das vielleicht vorstellt, aber das ist in anderen Städten ja gerade auch nicht anders“, sagt er und ergänzt: „Den Schritt bereue ich auch jeden Fall nicht.“

Drees zieht es beruflich nach Köln

Die Entscheidung, nach Köln zu gehen, musste der ehemalige FCN-Spieler treffen, als abzusehen war, dass ein weiterer Lockdown ins Haus stehen könnte. „Es war schon so, dass man gehofft hat, dass es nicht passiert.“

Vor allem aufgrund der sozialen Komponente, berichtet er: „Es wäre wahrscheinlich noch ein bisschen einfacher gewesen, neue Leute kennenzulernen. Aber es war jetzt nicht so, dass ich gesagt hätte ‚Ich mach es jetzt nicht wegen Corona‘, sondern ich wollte halt wirklich diesen Schritt gehen.“

Ins Rheinland zu ziehen bedeutet auch, mit einer etwas anderen Mentalität zu tun zu haben. Köln, die nördlichste Stadt Italiens, wie sich die Kölner selbst gerne sehen. Das sagt einiges über das kölsche Selbstverständnis. Doch alles kein Problem. Denn mit Tobias Feldmann ist er mit einem Ex-Mitspieler beim SV Herbern zusammengezogen. Das ist genug Vertrautes, um in einer neuen Umgebung gut zurechtkommen zu können.

Trotz der Pandemie ist so auch der soziale Anschluss gesichert. „Man hat dadurch dann auch schnell Leute von seiner Seite aus kennengelernt und durch die Arbeitskollegen natürlich auch“, gibt er zu Protokoll und auch WG-technisch läuft alles rund.

Seitenhieb vom ehemaligen Mitspieler des FC Nordkirchen

Auch wenn er wegen des Jobs und einer Nackenverletzung momentan nicht regelmäßig kickt, ist Drees der Fitness doch treu geblieben. „Ich mache momentan viel Sport. Lauftechnisch habe ich viele schöne Strecken vor der Tür und mit meinem Mitbewohner habe ich mir ein kleines Home Gym eingerichtet, wo wir immer wieder trainieren.“ Und auch den Kölsch-Konsum haben die beiden im Griff, bestätigt der Verteidiger lachend.

Nils Venneker, Ex-Mitspieler beim FCN, meinte zu dem Umzug nur: „Kurz nachdem Janis nach Köln gezogen ist, hat das Pascha zugemacht. Da haben wir ihm gesagt: Du kannst wieder nach Hause kommen.“

Darauf reagiert Drees lachend: „Also ich muss sagen, man war schon sehr traurig dadurch, dass man auch schon sehr viel darüber gehört hat, wäre man doch mal gerne hingegangen, wenn man jetzt auch so nah dran wohnt.“ Für einen Umzug zurück nach Nordkirchen reichte dieses Argument dann aber doch nicht.

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