Dustin Willms musste nach mehreren Coronainfektionen beim FSV Zwickau in Quarantäne. © imago
Fußball

Dustin Willms erfährt auf dem Weg zum Spiel, dass er in Quarantäne muss

Der Südkirchener Fußballer Dustin Willms ist mit Drittligist FSV Zwickau schon auf dem Weg zum Spiel in Verl. Dann erfährt die Mannschaft von Coronainfektionen im Team. So sieht Willms die Lage.

Dustin Willms kämpft mit dem FSV Zwickau in der 3. Liga um den Klassenerhalt. Zuletzt musste der Stürmer pausieren. Beim FSV Zwickau gab es Coronafälle, die Mannschaft musste in Quarantäne. Wie Willms die Zwangspause erlebt, wie er sich in der Liga zurechtfindet und warum er an seinem persönlichen Saisonziel festhält, erklärt der 21-Jährige im Interview.

Das Wichtigste zuerst: Wie geht es Ihnen?

Bei mir ist alles gut so weit. Wir hatten zuletzt ja leider Zeit zu regenerieren. Ich hatte eine leichte Zerrung, davon habe ich mich gut erholt.

Sie haben es schon angedeutet: Zuletzt gab es Coronafälle im Verein. Wie haben Sie davon erfahren?

Wir waren schon am Montag auf dem Weg zum Spiel nach Verl. Zwei Tage zuvor sind wir getestet worden, die Ergebnisse kamen aber erst auf der Fahrt, als wir im Bus saßen. Wir sind dann umgedreht und zehn Tage in Quarantäne gegangen. Zum Glück waren alle positiv Getesteten symptomfrei. In dieser Woche konnten wir dann wieder in Kleingruppen ins Training starten.

Wie haben Sie die Isolation verbracht?

Ich konnte zum Glück nach Hause zu meinen Eltern nach Nordkirchen fahren. Morgens haben wir immer per Zoom-Meeting Krafttraining gemacht. Außerdem habe ich zuhause gelernt. Das ging also schon. Zuhause war es mit der Verpflegung für mich ohnehin am besten. Der Verein hätte das sicher auch organisiert, aber das muss ja nicht unbedingt sein. Und es war auch mal schön, wieder zuhause zu sein.

Mittlerweile trainieren Sie in Kleingruppen. Wie läuft das ab?

Am Dienstag waren wir zu sechst. Da haben wir mit der Offensive und zwei Torhütern trainiert. Wir haben Torschusstraining geübt und am Ende ein paar Läufe gemacht. Zweikämpfe haben wir nicht gemacht. Mit dem Mannschaftstraining kann man das aber natürlich nicht vergleichen. Aber immerhin haben wir mit dem Ball trainiert, das macht immer mehr Spaß als ohne.

Kommen wir zur sportlichen Lage. Eigentlich ist der FSV Zwickau ganz ordentlich in die Saison gestartet, zuletzt lief es aber nicht mehr so gut. Wie erklären Sie das?

Eigentlich gibt es da keine richtige Erklärung. Trainieren intensiv und machen auch taktisch viel. Am Ende hat uns sicher auch mal das Glück gefehlt.

Was muss sich ändern, um den Negativlauf zu stoppen?

Wir müssen defensiv besser stehen und die Null erstmal halten. Gleichzeitig müssen wir uns vorne mehr belohnen. Wenn die Offensiven vorne treffen, holen wir auch mehr Punkte.

Ist es ein Nachteil, dass Sie viele Spiele nachholen müssen, die jetzt ausfallen?

Das muss man erst später sehen, jetzt kann man das noch nicht sagen. Vielleicht kann es sogar gut für uns sein, dass wir jetzt Energie tanken können. Es kann aber auch negativ sein, wenn die Ausdauer durch viele Spiele belastet wird und uns dann am Ende fehlt. Da müssen wir einfach abwarten.

Sie selbst haben erst ein Spiel über 90 Minuten gemacht. Was muss sich ändern, damit der Trainer nicht mehr an Ihnen vorbeikommt?

Bislang gab es zwei Phasen, in denen ich weniger gespielt hatte. Mitte der Hinrunde war ich in einem kleinen Leistungsloch und habe nicht so viel gespielt. Und während der zweiten Phase war ich etwas angeschlagen. Sonst waren die Einsatzzeiten aber absolut in Ordnung. Da hätte es schlimmer laufen können (lacht).

Sie haben vor der Saison davon gesprochen, dass sie Erfahrung sammeln müssen in der Liga. Inwieweit ist das gelungen?

Das ist relativ gut gelungen, denke ich. Ich weiß, wie ich laufen muss. Und ich weiß auch, wie ich mich verhalten muss, wenn wir vorne oder zurückliegen. Von daher habe ich schon Einiges gelernt. Jetzt geht es darum, mehrere Spieler hintereinander von Anfang an zu machen.

Mittlerweile dürfen Sie sich Drittliga-Torschütze nennen. Wie war das Gefühl?

Leider konnte mich nicht so sehr drüber freuen, weil es nur der Treffer zum 1:2 (bei der 1:3-Niederlage gegen Wiesbaden, Anm. d Red.). Aber immerhin konnte ich im achten Spiel endlich treffen. Und natürlich hoffe ich, dass das nicht der letzte Treffer war.

Eine Zielsetzung mit Toren haben Sie im Interview vor der Saison nicht ausgegeben, aber gesagt, es sei schön, zweistellig zu treffen. Klappt das?

Da bin ich natürlich optimistisch. Wenn man einen Flow hat, kann das ganz schnell gehen. Wenn ich jetzt auch noch aus den Chancen lerne, die ich bislang vergeben habe, bin ich guter Dinge, dass damit auch klappt.

Dann wäre der Klassenerhalt sicher auch ein Stück näher.

Ja, dann haben wir sicher gute Chancen, die Liga zu halten.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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