Marcel Stiepermann (l.), spielender Co-Trainer beim FC Nordkirchen, hatte einen Anteil an der Verpflichtung. © Jura Weitzel
Fußball

Dortmunder Spieler mit Westfalenliga-Erfahrung verstärkt den FC Nordkirchen

Der FC Nordkirchen zieht eine potenzielle Soforthilfe an Land. Den Bezirksligisten verstärkt ein Spieler mit Westfalenliga-Erfahrung. Bei der Verpflichtung wirkte ein ehemaliger Mitspieler mit.

Vier Spieler werden im Sommer zum FC Nordkirchen dazustoßen. Der Fußball-Bezirksligist reagiert damit auf die Abgänge eines Sextetts, das sich aus verschiedenen Gründen in der neuen Saison einer neuen Herausforderung stellen wird. Außerdem verstärkt sich der FCN mit einem Spieler, der bereits Erfahrung in der Westfalenliga gesammelt hat. Dieser ist aber bereits ab sofort für die Mannschaft von Trainer Mario Plechaty spielberechtigt.

Eine Soforthilfe für den FC Nordkirchen

Nach einer Pause seit November 2019, also mehr als einem Jahr, wird Viktor Schumacher künftig für den FC Nordkirchen spielen. Dem FCN dürfte der 27-Jährige sofort weiterhelfen, schließlich verdiente der Offensivspieler seine Sporen schon oberhalb der Bezirksliga. „Er ist ein gestandener Landes- und Westfalenliga-Spieler“, berichtet Plechaty, der als ehemaliger Trainer des Lüner SV bereits einige Duelle gegen Schumacher ausgetragen hat, als dieser noch für den Kirchhörder SC auflief.

Viktor Schumacher (l.), hier noch im Trikot des SV Brackel, verstärkt den FC Nordkirchen.
Viktor Schumacher (l.), hier noch im Trikot des SV Brackel, verstärkt den FC Nordkirchen. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Ein Faktor, warum sich Schumacher für Nordkirchen entschieden hat, ist Marcel Stiepermann. Der spielende Co-Trainer und der Neuzugang standen bereits zusammen in Kirchhörde in der Landesliga auf dem Feld. Zuvor spielte Schumacher drei Jahre für den SV Brackel, nachdem er sein erstes Engagement beim KSC beendet hatte – damals allerdings in der Westfalenliga.

Stiepermann war nun maßgeblich am Comeback Schumachers beteiligt. Der 34-Jährige überredete Schumacher wieder mit dem Fußballspielen anzufangen und konnte seinen ehemaligen Mitspieler vom FC Nordkirchen überzeugen, obwohl der in Dortmund wohnende Schumacher ein gutes Stück bis zum Schlosspark fahren muss.

In Nordkirchen soll Schumacher vor allem über die Außenbahn zum Zuge kommen. Dort haben die Verantwortlichen Bedarf gesehen. Auch Verletzungen, die zwar nach dem Re-Start eher keine Rolle mehr spielen dürften, trugen dazu bei, dass sich der FCN nun auf dieser Position breiter aufstellt.

Viktor Schumacher ist eine Verstärkung in der Breite und Tiefe

Gleichzeitig rechnet Plechaty damit, dass Schumacher auch in der Tiefe verstärkt. „Viktor ist schnell, zielstrebig und gibt immer alles. Er kann vorne oder über die Außen spielen. Mit ihm haben wir richtig Qualität dazubekommen.“

Sorgen macht sich Plechaty also nicht, dass Schumacher nach dessen längerer Abstinenz vom Fußball etwas „eingerostet“ sein könnte. Die Gespräche im Vorfeld scheinen diesen Gedanken kaum zuzulassen. „Ich freue mich, dass er kommt“, sagt Plechaty. „Er hat Bock und ist fit.“

Einen Wermutstropfen könnte es allerdings geben. „Ob Viktor Schumacher noch in der nächsten Saison bei uns spielt, müssen wir noch sehen“, sagt David Handrup, Vorstand Fußball beim FC Nordkirchen. Der 27-Jährige wird vorerst bis zum Saisonende bleiben. Aber vielleicht hat Viktor Schumacher wieder Blut geleckt und entschließt sich bei entsprechenden Leistungen zum Weitermachen in Nordkirchen. Die Verantwortlichen würde es sicher freuen.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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