So bejubelten sie gemeinsam den Hallenstadtmeister-Titel 2017 der SG Castrop: Die Trainer Dennis Hasecke (r) und Marco Taschke. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga

Das Trainer-Duo der Spvg Schwerin ist gesprengt

In den vergangenen fünf Jahren haben Dennis Hasecke und Marco Taschke ein Trainer-Team bei der SG Castrop und bei der Spvg Schwerin gebildet. Einer von beiden zog sich jetzt zurück.

Wenn Hasecke, dann Taschke. Wenn Taschke, dann ist auch Hasecke nicht weit. Das galt in den vergangenen fünf Jahren bei den Fußballern der SG Castrop und bei der Spvg Schwerin. Denn Dennis Hasecke und Marco Taschke bildeten so lange ein enges Trainer-Duo.

Die Zwei wurden von ihren Schützlingen für ihr Engagement und ihre Arbeit mit Erfolgen belohnt: Im April 2017 feierten Hasecke/Taschke mit der SG Castrop den Kreisliga-A-Meister-Titel und den damit verbundenen Bezirksliga-Aufstieg – mit 17 Punkten Vorsprung auf die Verfolger. Drei Monate zuvor bejubelten sie gemeinsam den Gewinn der Castrop-Rauxeler Hallenstadtmeisterschaft nach einem Endspiel-Krimi gegen Arminia Ickern (5:4 nach Neunmeterschießen).

Die Schweriner Trainer Dennis Hasecke (l.) und Marco Taschke waren auch bei der Beobachtung der kommenden Gegner gemeinsame „Kiebitze“. © Klingsieck © Klingsieck

Gemeinsam zog es Dennis Hasecke und Marco Taschke im Sommer 2019 zum Bezirksligisten Spvg Schwerin. Dort gingen sie jüngst in ihre zweite Saison. Kurz vor dem ersten Spieltag allerdings trat Taschke von seinem Posten zurück. Er sagte jetzt: „Ich muss mich derzeit erst einmal um ein paar Dinge im privaten Bereich kümmern. Ich weiß aber auch, dass ich im Leben auch nicht ganz ohne Fußball kann.“ Damit schloss Marco Taschke nicht aus, dass er wieder bei einem Verein einsteigen werde. Er erklärt: „Wenn eine passende Anfrage als Trainer kommt, dann würde ich mir darüber Gedanken machen.“

Taschke betont: „Ich habe kein Stress mit Dennis oder auch sonst mit jemand im Verein gehabt. Im Gegenteil. Ich hatte mit Dennis eine sehr erfolgreiche Zeit, die bis zum Ende auch Spaß gemacht hat. Auf Schwerin war die Zusammenarbeit hervorragend. Unter anderem mit Geschäftsführer Peter Wach und allen weiteren vom Vorstand.“

Schwerins verbliebener Coach Dennis Hasecke sagte am Tag nach dem 2:0-Derbysieg gegen den FC Castrop-Rauxel nach Treffern von Youssouf Joe Kourouma und Nico Chrobok: „Marco und ich. Wir hatten fünf tolle Jahre zusammen. Die Trennung war seine Entscheidung. Es ist aber nichts vorgefallen. Ich habe Marco gesagt, dass die Tür für ihn immer offen steht, bevor woanders hingeht.“ Sehen werden sich die beiden weiter nahezu täglich, weil sie Arbeitskollegen sind.

Marco Taschke, hier bei der Aufnahme eines Schweriner Spiels in luftiger Höhe, ist von seinem Posten zurückgetreten. © Volker Engel © Volker Engel

Keine Suche nach einem Nachfolger

Hasecke will sich nach eigener Aussage nicht auf die Suche nach einem Nachfolger für Marco Taschke begeben. Denn er betont: „Es ist klar, dass jetzt ein Stück Kraft weggebrochen ist. Einen Neuen zu suchen, macht aber keinen Sinn. Denn es müsste schon so passen wie mit Marco. Wir waren super eingespielt. Marco hatte bei SG als Betreuer angefangen, als ich ihn mit ins Boot geholt habe. Das ist dann immer weiter gewachsen.“

Wie kommt Hasecke jetzt allein zurecht? Er sagt: „Ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Sie organisiert sich selbst, wie zum Beispiel in der Spielvorbereitung und fängt es damit gut auf.“ Für die weiteren Aufgaben außerhalb des Platzes investiert Dennis Hasecke nunmehr mehr Zeit – und sagt: „Ich bin ja auch Familienvater. Ich habe das Glück, dass meine Frau mich nur so kennt, dass ich ohne Fußball nicht kann – und steht hinter mir.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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Jens Lukas

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