Daniel von der Ley (r.) stand in dieser Saison nur selten auf dem Feld. © Jura Weitzel
Fußball

Daniel von der Ley vom FC Nordkirchen muss sich gedulden und schickt Kampfansage an die Konkurrenz

Viel konnte Daniel von der Ley in dieser Saison für Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen bislang nicht spielen. Umso größer ist seine Motivation, wie er auch die Konkurrenz wissen lässt.

Der erneute Sport-Lockdown bietet auch Chancen. Seit Saisonbeginn kämpft Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen mit personellen Problemen. Trainer Mario Plechaty konnte in keinem Saisonspiel auf die volle Mannstärke seines Kaders zurückgreifen. Die Unterbrechung des Spielbetriebs bietet nun die Gelegenheit, dass Spieler in Ruhe und ohne Zeitdruck an ihrem Comeback arbeiten können.

Einer, der dem FCN längere Zeit fehlt und sich mit Lauftraining auf die Rückkehr im neuen Jahr vorbereitet, wenn die Saison fortgeführt wird, ist Daniel von der Ley. Viele Spiele hat der 28-Jährige in dieser Saison nicht gemacht. Und seine Geduld wird weiter auf die Probe gestellt. Zum Auftakt beim Spiel gegen den TuS Eichlinghofen war von der Ley dabei. Allerdings musste der Mittelfeldstratege anschließend mit Muskelbeschwerden aussetzen – zwei Wochen Pause.

Daniel von der Ley erleidet den nächsten Rückschlag

Beim Spiel in Dortmund bei RW Germania stand von der Ley dann wieder auf dem Rasen. Es folgte der nächste Rückschlag, wieder plagten von der Ley Muskelbeschwerden. Eine Zerrung, dachte der Mittelfeldspieler – eine Fehleinschätzung, wie sich herausstellt. „Ich habe wieder viel zu früh mit dem Fußball angefangen“, meint er, „durch das Spiel gegen Germania hat sich alles nur noch verschlimmert.“

Von der Ley behält Recht: Die neue Diagnose lautet Muskelbündelriss, der eine längere Pause bedeutet. Der Standardspezialist ist erst einmal zum Zuschauen verdammt. Vor einigen Wochen kann von der Ley das Training dann wieder aufnehmen.

Gegen Ende Oktober, pünktlich zum Spiel gegen den VfL Kemminghausen, das für den 8. November terminiert ist, meldet sich der 28-Jährige wieder gesund. In der Woche zuvor ist er wieder ins Lauftraining eingestiegen und fühlt sich bereit, wieder für den FC Nordkirchen aufzulaufen. Dann folgt der Lockdown. Wieder ist nervliches Durchhaltevermögen bei von der Ley gefragt, diesmal bis voraussichtlich Ende Februar, wenn die Bezirksliga fortgesetzt werden soll.

Von der Ley kann der erneuten Zwangspause auch etwas Positives abgewinnen. „Auch wenn ich gerne im November gespielt hätte“, so der Unternehmensberater, „meinem Muskel tut die Pause sicher gut.“ Danach will von der Ley mit dem FC Nordkirchen wieder angreifen.

FC Nordkirchen spielt um den Aufstieg in die Landesliga

Der FCN kämpft in dieser Spielzeit um den Aufstieg in die Landesliga. Während der Verletzungspause hat von der Ley, wenn es ihm möglich war, die Spiele seines Teams besucht. „Bis auf das Spiel in Huckarde (0:3, Anm. d. Red.) hat es die Mannschaft super gemacht.“

Dass es nicht erneut zu einem Ausrutscher kommt, dabei will von der Ley selbst natürlich mithelfen. Er selbst ist überzeugt davon, dass der FCN den Aufstieg noch immer schaffen kann. „Die Chance ist da. Wir können jedes Spiel gewinnen, aber jedes Spiel ist auch ein Endspiel.“

Noch hat Nordkirchen den Aufstieg in der eigenen Hand. Zwar könnten der FC Roj und Mengede 08/20 noch am FCN wegen der weniger absolvierten Spiele vorbeiziehen, durch Siege in den direkten Duellen könnte der FC Nordkirchen die Dortmunder Konkurrenten aber auf Distanz halten.

„Wir haben den Anspruch oben mitzuspielen“, meint von der Ley. „Wir sind im Augenblick Tabellenführer, da brauchen wir nicht zu sagen, dass wir zufrieden sind, wenn wir Dritter werden.“

Von der Ley kann es wegen seiner wenigen Einsätze kaum erwarten, dass es weitergeht. „2020 habe ich ja nicht viele Spiele gemacht. Ich vermisse den Ball und habe schon wieder Lust aufs Fußballspielen“, so Nordkirchens Nummer elf. Diesmal wird Daniel von der Ley aber wohl geduldiger sein – auch weil er keine Wahl hat.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
Zur Autorenseite
Matthias Henkel

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.