Ein Spieler des FC Nordkirchen freut sich, endlich wieder auf dem Platz zu stehen. © Nico Ebmeier
Fußball

„Bin richtig heiß“: Spieler greift beim FC Nordkirchen nach langer Verletzung wieder an

Neben Nico Plechaty hat noch ein weiterer Spieler beim FCN kaum ein Spiel gemacht, obwohl er schon im vergangenen Sommer als Neuzugang aus Lünen kaum. Jetzt ist er bereit für Großes.

Acht Monate lang durften die Amateursportler nicht auf die Anlagen. Beim FC Nordkirchen gibt es allerdings zwei Spieler, die nicht mal davor gegen das so geliebte runde Leder treten konnten. Und dabei waren beide erst im vergangenen Sommer zum Bezirksligisten gewechselt.

Denn neben Nico Plechaty kam eigentlich auch Dominik Dupke mit großen Zielen zum FC Nordkirchen. Doch dann der Schock: Bei einem Arbeitsunfall brach sich der ehemalige Wethmarer das Wadenbein und riss sich das Syndesmoseband. Durch den frühen Lockdown machte der Sechser nur ein einziges Ligaspiel für die Plechaty-Elf.

Dominik Dupke will dem FC Nordkirchen bald wieder helfen. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

„Ich wäre so ab Januar wieder fit gewesen und hätte spielen können. Leider durften wir dann alle aber nicht mehr“, beschreibt Dupke seine Gefühle während der Corona-Pandemie: „Natürlich war das für mich noch ein bisschen bitterer als für die anderen Jungs.“ Dadurch war dann auch die Freude umso größer, als es am vergangenen Dienstag endlich den Trainingsauftakt beim FCN gab.


„Es war natürlich ein ungewohntes Gefühl. Schließlich hatte ich seit Anfang September kein Training mehr. Aber ich hatte richtig Bock und dann war es einfach geil, endlich wieder auf dem Platz zu stehen“, so der Bezirksliga-Kicker, der auch durchaus mit seiner Leistung in den ersten Einheiten zufrieden war. „Ich hatte schon vorher zwei, drei Mal mit ein paar Freunden gespielt und muss sagen, dass meine Technik immer noch passt. Nur die Kraft und Dynamik haben ordentlich gelitten.“

Auch Coach Mario Plechaty war sichtlich angetan von seinem Mittelfeldakteur: „Wenn der richtig fit ist, ist er ein Wahnsinns-Spieler. Der wird uns noch viel Spaß machen“, sagte er beim Trainingsauftakt in der vergangenen Woche, als sich die neue Mannschaft das erste Mal zusammenfand – und gerade diese machte bei Dupke ordentlich Eindruck.

„Ja klar, es ist noch sehr früh, aber die Jungs scheinen echt was drauf zu haben. Ich fand ja das Team schon im vergangenen Jahr echt gut, aber nun scheint es noch etwas besser zu sein. Zumindest die jungen Spieler haben uns ja auch beim Trainingsspiel ordentlich filetiert“, sagt er lachend. „Ich bin schon richtig heiß drauf, mit ihnen zu spielen.“

Dominik Dupke gefällt die neue Mannschaft beim FCN

Bis dahin steht aber nun erstmal die Fußball-Europameisterschaft auf dem Plan, doch darauf hat der Sechser gar nicht so richtig Lust: „Ich werde mir wohl durchaus die Deutschland-Spiele anschauen, aber viel mehr nicht. Da ist man schon als Fan in den letzten Jahren zu häufig enttäuscht worden. Es ist einfach schade, dass die Mannschaften heutzutage lieber 1:0 statt 3:2 gewinnen. Das hat Atletico Madrid vorgemacht und so wurde dann Portugal 2016 Europameister.“

Chancen für das DFB-Team sieht Dominik Dupke dennoch: „Ich glaube, dass die Mannschaft sich aktuell kleiner redet, als sie eigentlich ist. Natürlich ist Frankreich der klare Favorit, aber man muss Deutschland auch erstmal einmal schlagen.“

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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