Am Anfang der Saison musste Christopher Mayr noch viele Bälle aus dem eigenen Netz holen. Im Saisonverlauf steigerte der SV Südkirchen aber seine Defensivleistung. © Weitzel
Fußball

Aufschwung beim SV Südkirchen: Torwart Christopher Mayr weiß, woran es liegt

Der SV Südkirchen hat eine etwas seltsame Saison bis zur Unterbrechung gespielt. Zuletzt lief es aber immer besser. Torwart Christopher Mayr hat eine Erklärung dafür.

Die Saison des SV Südkirchen war bis zur Unterbrechung eine seltsame. Zunächst setzt es in der Fußball-Kreisliga B mit 1:5 und 2:6 zwei deutliche Niederlagen. Es folgte eine Phase der Konsolidierung mit einem Sieg und zwei Unentschieden. Und dann legte der SVS so richtig los. Mit einem 5:0- und einem 10:0-Kantersieg fegten die Südkirchener ihre Gegner vom Feld, dann war die Saison unterbrochen. Spitz gesagt hätte die Saison aus SVS-Sicht später beginnen sollen und dann nicht abrupt pausieren sollen.

Es liegt nahe, die verbesserten Ergebnisse einer plötzlich aufdrehenden Offensive zuzuschreiben. Falsch ist das nicht, Fakt ist aber auch, dass sich Südkirchen auch in der Defensive steigerte. Nach den beiden herben Niederlagen zu Beginn folgten drei Spiele, in denen sich der SVS nur je ein Gegentor fing, in den beiden Spielen vor dem Lockdown blieb die Torwart-Weste von Christopher Mayr sogar weiß.

Trainerwechsel bringt Systemänderung beim SV Südkirchen

Der Schlussmann hat eine Ahnung, woran das liegt. „Die Entwicklung fängt schon, bevor die Saison losgegangen ist“, so Mayr. „Im Sommer gab es den Trainerwechsel zu Michael Luppus, da ist auch ein Systemwechsel mit einhergegangen.“

Seit Luppus das Ruder am Friedhofsweg übernommen hat, steht die Verteidigung höher. „Die Abstände sind dadurch etwas größer“, erklärt Mayr. „Zunächst war es eine Umstellung für uns, jetzt können wir das aber kompensieren.“

Was Mayr antreibt, ist auch ein internes Duell, das er sich mit dem anderen Südkirchener Torhüter Tim Hermans liefert. Die beiden Keeper wetten gegeneinander, wer am Ende der Saison mehr Zu-Null-Spiele auf der Habenseite hat. Hermans hielt in der Vorbereitung einmal den Kasten sauber. „Mittlerweile bin ich aber mit 2:1 an ihm vorbeigezogen“, frohlockt Mayr.

Christopher Mayr glaubt nicht an eine Fortsetzung

Dass sich an diesem Stand in dieser Saison noch etwas ändert, glaubt der SVS-Torhüter allerdings nicht. Zwar sei es „unendlich schwer zu sagen“, ob die Saison weitergeht, „aber ich glaube, das wird nichts mehr.“

Gerade für die Torhüter sei es ziemlich schwierig, die Pause zu kompensieren. Zwar hätten alle Mannschaft die gleichen Voraussetzungen, „aber das Torwartspiel ist so komplex, das kann man nicht mehr aufholen“, meint Mayr. Für den Sportler Mayr wäre es sicher schade, die Saison nicht beenden zu können. Aber immerhin hätte er dann das interne Duell um die meisten weißen Westen gewonnen.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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