Mario Plechaty, Trainer beim FC Nordkirchen, freut sich über einen Neuzugang, der Selbstbewusstsein ausstrahlt. © Nico Ebmeier
Fußball

„An mir muss man erst mal vorbeikommen“: FC Nordkirchen hat neuen Turm in der Schlacht

Nach den Abgängen, der FC Nordkirchen im Sommer hinnehmen muss, reagiert der Klub und verstärkt sich auch mit einigen jungen Spielern. Einer schickt eine Kampfansage – an die Liga und die Kollegen.

Der FC Nordkirchen wird in der kommenden Saison ein neues Gesicht erhalten – und ein jüngeres dazu. Durch die Abgänge von Thomas Eroglu, Marian Tüns, Philipp Sandhowe, Daniel Krüger und Trim Bröer sowie Fernando Manfredi verliert der Fußball-Bezirksligist einiges an Erfahrung. Kompensieren will das der FCN zwar nicht nur, aber vordergründig durch jugendliche Unbeschwertheit.

Unlängst gab der FCN bekannt, die Zusage von Linus Hensler und Lukas Bregenhorn aus der Landesliga-A-Jugend des VfB Waltrop für die neue Saison erhalten zu haben. Hensler betonte bereits, sich in Nordkirchen fest etablieren zu wollen. Bregenhorn kommt mit demselben Anspruch in den Schlosspark: „Als junger Spieler ist es wichtig, dass man Spielzeit bekommt, Erfahrung sammelt und Fuß fasst“, meint er.

Entscheidung gegen die A-Liga beim VfB Waltrop

Aber das hätte er eigentlich auch beim VfB Waltrop haben können. „Die erste Mannschaft spielt nur in der Kreisliga. Für mich war klar, dass ich höher spielen möchte“, wiegelt Bregenhorn ab.

Lukas Bregenhorn könnte beim FC Nordkirchen für Lufthoheit sorgen.
Lukas Bregenhorn könnte beim FC Nordkirchen für Lufthoheit sorgen. © Christine Horn © Christine Horn

Dabei hätte es noch höher hinaus gehen können. Schließlich hatte der Innenverteidiger auch Angebote aus der Landes- und Westfalenliga. „Ich will aber auch nichts überstürzen“, so Bregenhorn. „Für den Anfang ist das genau das richtige.“ Zumal Nordkirchen in der kommenden Saison Landesliga spielen könnte – immerhin führt der FCN die Bezirksliga zurzeit an.

Egal in welcher Liga der FC Nordkirchen in der kommenden Saison spielt, für Bregenhorn wird die Startelf kein Selbstläufer werden. Schließlich steht in Nils Venneker und Florian Fricke ein gestandenes Innenverteidiger-Paar in der Mannschaft von Trainer Mario Plechaty. Das in einigen Spielen vor dem Lockdown praktizierte System mit drei zentralen Defensivspielern könnte aber eine Chance für Bregenhorn sein.

Steht der Bregenhorn, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, aber auf dem Feld, dürfte dem FCN die Lufthoheit gewiss sein. 1,96 Meter misst der Innenverteidiger. Durchsetzungsvermögen im Zweikampf am Boden und in der Luft zählen neben einer guten Technik zu den großen Stärken des Abiturienten. „An mir muss man erst mal vorbeikommen“, sagt Bregenhorn daher auch selbstbewusst.

Zulegen könne er hingegen noch bei Flugbällen. „Die sind in Ordnung, aber noch lange nicht perfekt“, meint Bregenhorn. Zudem wolle er den Antritt verbessern. Für seine Größe sei der zwar okay, dennoch „brauche ich ein paar Meter, um auf Geschwindigkeit zu kommen“, so Bregenhorn.

Plechaty und Siemerling überzeugen Bregenhorn vom FC Nordkirchen

Zur Entscheidung pro Nordkirchen trugen am Ende auch zwei Faktoren bei, die schon bei der Zusage von Hensler entscheidend waren: Trainer Mario Plechaty und Mitspieler Florian Siemerling, die für den FCN warben. „Am Ende hat letztlich das Bauchgefühl entschieden“, sagt Bregenhorn, aber: „Ich glaube, es war die richtige Entscheidung.“

Mit dem FC Nordkirchen will der Innenverteidiger dann möglichst hoch hinaus. Sollte es in dieser Saison nicht mit dem Landesliga-Aufstieg klappen, soll er in der nächsten Spielzeit perfekt gemacht werden. Und für den Fall des Aufstiegs formuliert Lukas Bregenhorn schon einmal Ansprüche: „Falls das klappt, können wir mit diesem Kader oben mitspielen“, sagt er. „Im Mittelfeld will ich jedenfalls nicht bleiben, sondern vorne mitspielen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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