Nicht ohne Fans: Für das Derby gegen die BG Dorsten am Samstag planen die Hertener Löwen in der Rosa-Parks-Halle mit Publikum. Beim Spiel gegen den BSV Wulfen (das Foto zeigt Adam Pickett im Duell mit Willi Köhler) gab es noch keine Maskenpflicht. © Thomas Braucks
Sport und Corona

Neues Jahr, alte Sorgen: So soll der Regionalliga-Start gelingen

Ein frohes neues Jahr? Denkste! Am Samstag soll es im Basketball und im Volleyball in der Regionalliga weitergehen in der Saison. Nur wie? Den Klubs stellen sich ernste Fragen.

Kaum hat 2022 begonnen, haben die Klubs die alten (Corona-) Sorgen schon wieder eingeholt. Am kommenden Wochenende stehen in den Regionalligen in Basketball und Volleyball die ersten Spiele im Terminkalender. Es ist ein Start mit einigen Fragenzeichen.

Das erste Problem: Wird überhaupt gespielt? Für Hermann Zechel, Vorsitzender der Hertener Löwen, liegt der Fall klar: „Seitens des Verbandes gibt es bisher keine Signale, dass der Spieltag abgesagt werden könnte. Wir gehen also davon aus, dass wir am Samstag das Derby gegen die BG Dorsten spielen.“ Sprungball in der Halle der Rosa-Parks-Gesamtschule ist um 19 Uhr.

Das Derby soll vor Fans stattfinden

Was zur nächsten Frage führt: Findet das Derby auch vor Zuschauern statt? Hermann Zechel verweist auf die aktuelle Corona-Schutzverordnung und die Absprachen mit der Stadt Herten. „Stand jetzt planen wir für das Derby mit Zuschauern.“

Dass es am Eingang zu einem Gedrängel kommen könnte oder das erlaubte Kontingent an Zuschauern erreicht wird, glaubt Hermann Zechel nicht: Die Zeiten, da Basketball-Derbys Geld in die Kasse des Regionalligisten gespült haben, sind in Corona-Zeiten vorbei. „Wir haben es ja schon gegen Recklinghausen gesehen: Die Leute sind vorsichtig geworden.“ Und verzichten offenbar lieber aufs Basketball-Vergnügen. Für alle Fans, die kommen, gilt wie bisher auch die 2G-Regel. Außerdem besteht die Pflicht, in der Halle eine Maske zu tragen.

Strenger sind die Regeln für die Spieler geworden: Sie müssen als Hallensportler nach der neuesten Auflage der Corona-Schutzverordnung auch einen aktuellen Schnelltest vorlegen. Und nicht nur sie: Alle, die auf dem Parkett oder in unmittelbarer Nähe gefordert sind – Unparteiische, Schiedsgericht, Mannschaftsverantwortliche, Löwen-Mediateam oder Fotografen – werden in Herten am Eingang zur Halle einen Schnelltest präsentieren müssen. „Das wird unsere Security kontrollieren“, sagt Zechel.

Auch Citybasket und BSV Wulfen planen mit Zuschauern

Mit Fans planen derzeit auch Citybasket Recklinghausen und BSV Wulfen, die am Samstag ebenfalls mit Heimspielen ins Jahr starten. Die Recklinghäuser erwarten die ETB Miners (19 Uhr, Vestische Arena), der BSV den Deutzer TV (20 Uhr, Halle Gesamtschule). In Wulfen gilt die 2G-plus-Regel für alle am Spiel beteiligten. Bei Citybasket kann sich die Vorsitzende Inga Bielefeld gut vorstellen, auch den Zutritt zur Tribüne nur mit einem negativen Schnelltest zu erlauben.

„Das würde allen noch etwas mehr Sicherheit geben. Wichtig ist, dass wir solange wie möglich spielen können“, sagt die Recklinghäuserin. Auf Citybasket hat am Wochenende jede Menge Basketball zu bieten: Neben den Herren spielen auch die Regionalliga-Damen (Samstag, 14 Uhr, gegen Capitol Bascats Düsseldorf 2) sowie die Metropol Girls in der U18-Bundesliga WNBL (Sonntag, 14 Uhr, gegen BasketGirls Ruhr).

TuS Herten: Derby wird zum „Geisterspiel“

Verzichten müssen am Samstag definitiv die Fans des TuS Herten. Der Volleyball-Regionalligist will das Derby gegen den TV Gladbeck als „Geisterspiel“ austragen, also ohne Fans. Der Klub ist in der Knappenhalle am Paschenberg organisatorisch anders gefordert als die Löwen: In der Hertener Basketball-Arena gibt es eine Tribüne mit festen Sitzplätzen und viel Abstand zu den Aktiven auf dem Parkett – beim TuS stehen die Fans eng beieinander und sind außerdem nah dran am Geschehen auf dem Feld.

Verzicht: Die Volleyballerinnen des TuS Herten verzichten im Regionalliga-Derby gegen den TV Gladbeck auf Publikum. Vorsichtshalber. © Thomas Braucks

Für Marvin Hansmann, Trainer und gewichtige Stimme im Verein, ein Grund Vorsicht walten zu lassen: „Die Gefahr durch die Omikron-Variante ist da, und Stand heute müsste jede Kontaktperson für 14 Tage in Quarantäne. Wir wollen uns und andere schützen, daher spielen wir ohne Zuschauer.“

Hoffen auf Fans in der Aufstiegsrunde

Ausgerechnet: Das Duell gegen TV Gladbeck ist das Revierderby schlechthin, für beide Teams geht es um den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 3. Liga. Genau das ist der Punkt, warum der TuS auch ein Geisterspiel in kauf nimmt. Trainer Hansmann: „Wir haben noch zwei Spiele in der Vorrunde, die wollen wir durchbekommen.“ Der Übungsleiter ist zuversichtlich: „Wir sind optimistisch, in der Aufstiegsrunde wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen.“

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