Klatsch und Tratsch

Weltmeister Benedikt Höwedes äußert sich über S04, BVB und TuS Haltern

Der Halterner und ehemalige Fußballprofi Benedikt Höwedes hat sich am Wochenende zu zwei seiner Ex-Vereine und Borussia Dortmund geäußert.
Der Halterner Benedikt Höwedes hat im Sommer 2020 seine Fußballkarriere beendet. © picture alliance/dpa

Die Leistung des FC Schalke mache ihm Mut, Lucien Favre sei kein Meistertrainer und seine Vergangenheit beim TuS Haltern habe ihm Spaß gemacht. Benedikt Höwedes äußerte sich in einem Interview mit „Ruhrkick-TV“, veröffentlicht beim „Kicker“, und im „Doppelpass“ am Sonntag bei „Sport1“ ausführlich.

Benedikt Höwedes im Interview mit „Ruhrkick-TV“ über…

  • die aktuelle Corona-Situation beim TuS Haltern: „Es gibt Höhen und Tiefen. Tiefen sind jetzt gerade mit der zweiten Pause, die wir hier einlegen müssen. Der Betrieb steht still. Das ist für alle Kids und alle Beteiligten doof. Für mich persönlich auch, weil ich bei der ersten Mannschaft noch mittrainiert und so ein bisschen mitgeholfen habe. Ansonsten haben wir einen ganz guten Weg eingeschlagen. Wir sind eigentlich sehr ordentlich gestartet in die Saison. Aber die Corona-Situation hat uns ordentlich mitgenommen.“
  • das Bilbao-Konzept: „Wir haben mehr Wert auf die Infrastruktur gelegt und wollten uns solide und gut aufbauen. Deshalb haben wir uns bewusst dazu entschieden, in der Oberliga zu starten. Wir haben auch eine neu-formierte Mannschaft zusammen. Und dementsprechend war das der logische Weg und der einzig richtige.“
  • über seine Jugend beim TuS Haltern: „Wir sind unzählige Male Stadtmeister geworden. An solche Tage erinnert man sich immer gerne zurück, vor allem weil ich damals mit meinen Freunden und Kumpeln zusammen gespielt habe. Das war immer besonders für mich. Mein Vater war Trainer von meinem Bruder. Er hat in der F-Jugend angefangen, hat dann jede Jugend-Mannschaft durchlaufen und ist Trainer bis zur ersten Mannschaft gewesen. Daran erinnere ich mich immer gerne zurück.“
  • die jüngere Vergangenheit des TuS: „Aufstieg in die Oberliga, Aufstieg in die Regionalliga, gepunktet gegen RW Essen. Das sind Momente, die bleiben ewig haften hier.“

Benedikt Höwedes im „Doppelpass“ bei „Sport1“ über…

  • den BVB: „Aus meiner Sicht ist Lucien Favre kein Meistertrainer. Ich glaube, dass ein anderer Trainer gefragt ist, der in Situationen mehr eingreift, wenn ein Sancho etwas aus der Reihe schlägt. Bei Dortmund gibt es viele junge Spieler, die Favre gut anleitet. Aber er ist noch nicht reif für den Titel.“ Höwedes bezeichnet Favre zwar als „guten Trainer“. Aber ein Julian Nagelsmann oder Ralf Rangnick würden vielleicht besser zum BVB passen, so Höwedes. „Den Power-Fußball könnte man mit den jungen, hungrigen Spielern noch besser verkörpern. Da liegt der kleine Unterschied zu Bayern München.“
  • das Spiel des FC Schalke 04 gegen Borussia Mönchengladbach (1:4): „Der Auftritt hat mir Hoffnung gemacht. Die ersten 15 Minuten waren gut, da habe ich endlich mal wieder Leben in der Truppe gesehen. Ich fand es gut, dass jetzt auch mal Konsequenzen gezogen worden sind und dass der Mannschaft gezeigt wurde, dass es nicht so weitergehen kann wie zuvor. Ich fand, die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt.
  • die Qualität im Kader von Schalke: „Ich finde, insgesamt haben sie nicht die letzte Qualität in ihren Reihen. Sie haben viele Spieler, die auf dem Papier einen Namen haben. Aber ich finde, wenn man so lange nicht abgeliefert hat, muss man irgendwann an die Qualität gehen. Wenn es gefährlich wurde, war Mark Uth beteiligt. Das kann man noch nicht von allzu vielen Spielern behaupten. Gestern ist er endlich einmal vorangegangen.“
  • die Schalker Defensive: „Sie kriegen und kassieren halt immer noch haarsträubende Tore, die sie dringend abstellen müssen. Das ist nicht akzeptabel.“
  • die Kaderplanung von S04: „Du brauchst von Vereinsseite eine Idee, eine Philosophie – und musst Spieler danach aussuchen. Die Mischung in der Mannschaft stimmt nicht. Schalke hat von der Knappenschmiede enorm profitiert und Talente leichtsinnig abgegeben. Das war schade.“

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