Tim Eibold ist neuer Sportlicher Leiter Senioren beim TuS Haltern am See. © TuS Haltern am See
Fußball: Oberliga

Verpflichten Sie nun Ihren Freund Kevin Großkreutz, Tim Eibold?

Tim Eibold ist neuer Leiter Senioren beim Fußball-Oberligisten TuS Haltern am See. Im Interview mit der Halterner Zeitung äußert er sich ausführlich zu seiner neuen Aufgabe.

Mit Tim Eibold hat der TuS Haltern am See einen neuen Sportlichen Leiter Senioren verpflichtet. Bereits im Frühjahr war der 35-Jährige Thema beim TuS. In seinem ersten Interview als TuS-Mitarbeiter äußert sich Eibold nun zum Bilbao-Konzept und einer möglichen Verpflichtung seines Freundes Kevin Großkreutz.

Tim Eibold, warum haben Sie sich für den TuS Haltern entschieden?

„Die Entscheidung beruht auf mehreren Faktoren. Im März hatte ich bereits mit anderen Verantwortlichen beim TuS über einen Wechsel verhandelt, damals hatte ich gerade bei Westfalia Herne meinen Vertrag aufgelöst. Ich war interessiert an der Aufgabe in Haltern, es passte aber aus beruflichen Gründen nicht in mein Bild. Die Regionalliga bedeutete einfach einen zu großen zeitlichen Aufwand.Zur Aufgabe bei Türkspor Dortmund hatte mich Kevin Großkreutz gebracht. Das hatte sich dann aber schnell zerschlagen.Deshalb kamen die TuS-Verantwortlichen noch einmal auf mich zu. Die Oberliga ist nicht ganz so zeitintensiv wie die Regionalliga. Das heißt nicht, dass ich die Aufgabe zeitlich nicht ernst nehme. Aber es bedeutet ein wenig weniger Aufwand. Die Gespräche mit Daniel Haxter sowie Martin Reismann waren richtig gut. Wir hatten direkt tolle Ideen, die wir zusammen umsetzen wollen.“

Welche Ideen wurden in den Gesprächen geboren?

„Man muss das auf den sportlichen Bereich runterbrechen: Ich kann dem Verein helfen mit meinem großen Netzwerk mit vielen jungen Spielern. Da sind auch einige bei, die aus Haltern kommen oder beim TuS in der Jugend gespielt haben, also ins Bilbao-Konzept passen.“

„Es ist ein unfassbar geiler Verein, mit einer super Infrastruktur und einer richtig guten Jugendarbeit.“

Tim Eibold

Wie bewerten Sie das Bilbao-Konzept?

„Es ist alternativlos. Finanziell muss man – besonders auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie – schauen, wo man das Geld zusammenholt. Außerdem passt das Konzept zu mir und das, was ich mitbringe, passt zum Konzept des TuS Haltern. Ich habe ‚Bilbao“ seit Anfang an verfolgt, mit Sascha Kopschina hatte ich mich auch länger darüber unterhalten.Es ist ein guter Weg, der aber sicherlich auch schwierig ist. Gefahren gibt es. Auf dem Markt sind allerdings noch etliche gute Spieler, die dazu passen. Spontan fallen mir zwei, drei Jungs aus dem Nachwuchsleistungszentrum von RW Essen ein.“

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem TuS Haltern am See?

„Oberste Priorität hat, dass wir beide Teams in ihren jeweiligen Ligen halten. Die Oberliga ist für den Verein das wichtigste: Spieler spielen lieber für weniger Geld in der Oberliga als für mehr Kohle in der Westfalenliga. Die Oberliga können sie als Sprungbrett nutzen.“

„In Kombination mit dem Weltmeister Benedikt Höwedes wäre das aber sicher eine geile Nummer.“

Tim Eibold

Der TuS ist nach Türkspor Dortmund und Westfalia Herne bereits Ihr dritter Verein in diesem Jahr: Sind Sie der Typ Wandervogel oder bleiben Sie länger beim TuS?

„Es ist mein Bestreben, dass ich länger bei einem Verein bleibe. Bei Herne musste nach der Insolvenz ein Cut her, bei Türkspor war es schwierig. Dort passte es nicht zu meiner Philosophie. Beim TuS Haltern finde ich nun ein harmonisches Umfeld mit einem tollen Vorstand vor. Es ist ein unfassbar geiler Verein, mit einer super Infrastruktur und einer richtig guten Jugendarbeit. Den Trainer, Timo Ostdorf, kenne ich auch schon lange gut. Was vorher war, interessiert mich nicht. Ich bin kein Wandervogel, das habe ich als Spieler bewiesen, da war ich immer länger bei einem Verein. Mein Vertrag läuft beim TuS auch länger als ein Jahr.“

Sie sagen häufig, dass Sie auf Wunsch Ihres Freundes Kevin Großkreutz zu Türkspor gingen: Sehen wir den Weltmeister von 2014 bald in Schwarz-Weiß?

„Ich würde ihn gerne einbauen und nicht nein sagen, wenn es passen würde. Wir würden sehr gerne zusammen arbeiten. Das ist aber schwierig, das weiß ich. Ob das funktioniert, wird man sehen. In Kombination mit dem Weltmeister Benedikt Höwedes wäre das aber sicher eine geile Nummer (lacht).“

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