Anna Tyszak vom HSC Haltern-Sythen ist schon lange zum Zuschauen verdammt. Eine Verletzung macht ihr seit über einem Jahr das Leben schwer. © Blanka-Thieme Dietel
Handball: Frauen-Verbandsliga

Tyszak arbeitet am Comeback: „Es ist schrecklich, immer zugucken zu müssen“

Seit eineinhalb Jahren gehört Anna Tyszak nun schon zum HSC Haltern-Sythen. Viel spielen konnte sie jedoch nicht, seit über einem Jahr plagt sie sich mit einer schwierigen Verletzung herum.

Viel spielen konnten die Damen des HSC Haltern-Sythen in dieser Saison noch nicht. Dabei startete das Team von Trainer Andreas Stolz gut. Zwar verpasste der HSC im ersten Spiel nach einem dramatischen Ende den Sieg gegen die SpVg Steinhagen, doch danach gab es einen Sieg gegen die HSG Hüllhorst. Anna Tyszak konnte die Partien jedoch nur als Zuschauerin verfolgen, da sie seit vielen Monaten ausfällt – ein Comeback rückt jedoch näher.

„Das fing schon im Dezember 2019 an“, erinnert sich Anna Tyszak, die im Sommer des selben Jahres von der ETG Recklinghausen zum HSC Haltern-Sythen gewechselt war. Wenige Monate nach ihrer Ankunft beim HSC begann ihre Schulter zu schmerzen. „Das wurde dann immer schlimmer“, erzählt sie.

Im Juni musste HSC-Spielerin Anna Tyzak operiert werden

Später stellte sich heraus, dass Tyszak einen Riss des Labrums, also einen Riss des Knorpelrings in der Schulter, erlitten hatte. Die Folge war eine „riesengroße Instabilität“, sagt die Rechtshänderin. Eine Operation war unumgänglich, auch wenn vorher noch alles mit einer Physiotherapie versucht wurde.

Anfang Juni ging es für die HSC-Spielerin dann unters Messer. Dass sie danach noch lange ausfallen würde, war von Anfang an klar. „Der Arzt sagte mir, dass die Reha-Phase etwa sechs Monate dauern wird“, erzählt sie. Sechs Wochen lang durfte sie ihre Schulter sogar gar nicht bewegen.

Mittlerweile ist die Operation sieben Monate her. „Ich hätte jetzt wieder anfangen können“, sagt Anna Tyszak. Allerdings erst mal noch ohne Körperkontakt. Vielmehr wäre sie nun vorerst nur locker eingestiegen, um sich langsam wieder an alle Bewegungen zu gewöhnen.

Trainieren kann sie mittlerweile aber immer noch nicht, da der Spiel- und Trainingsbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie erneut ruht. Am Comeback arbeitet sie aber auch weiterhin. „Ich bin immer noch in der Reha im Medicos auf Schalke.“

Nicht zum ersten Mal bereitete ihre Schulter Anna Tyszak Probleme

Noch sei ihre Schulter nicht hundertprozentig schmerzfrei, doch sie befinde sich auf einem guten Weg. Für Tyszak ist es bereits die zweite Schulterverletzung ihrer Karriere. Schon einmal sei sie einige Monate deswegen ausgefallen. Dennoch sei ihre jetzige Verletzung ihre „erste große“, sagt sie.

Die vergangenen Monate – sofern denn gespielt wurde – konnte sie ihre Mannschaft nur von außen unterstützen. Bei den Spielen war sie trotz ihrer Verletzung immer dabei. Lieber wäre es ihr natürlich gewesen, selbst mitspielen zu können. „Es ist ziemlich schrecklich, immer zugucken zu müssen“, sagt sie.

Das könnte sich in den kommenden Monaten aber ändern. Dann hätte Andreas Stolz auch wieder eine Option mehr auf Linksaußen – und eine „absolute Spielerpersönlichkeit“, wie er sie bei ihrer Verpflichtung nannte, mehr auf dem Feld.

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Pascal Albert

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