Stephan Haunert feierte 2019 mit dem HSC Haltern-Sythen den Aufstieg in die Oberliga. In der kommenden Saison will er etwas kürzertreten. © Pascal Albert (Archiv)
Handball: Oberliga

Stephan Haunert zieht sich zurück und bleibt dem HSC gleichzeitig erhalten

Neben Daniel Lüger hat auch Stephan Haunert eine Entscheidung über seine Zukunft beim HSC getroffen. Schon länger hatte er den Plan, kürzerzutreten. Dem Verein bleibt er aber erhalten.

Der HSC Haltern-Sythen muss sich mindestens einen neuen Torwart suchen, hatte Trainer Gerard Siggemann im Zuge seiner Vertragsverlängerung vor einigen Wochen gesagt. Daniel Lüger hatte bereits erklärt, dass er auf keinen Fall noch mal eine ganze Saison in der Oberliga spielen werde. Stephan Haunert hatte den Verantwortlichen auch schon früh mitgeteilt, kürzertreten zu wollen – den Grund dafür wird ihm keiner übel nehmen können.

„Das war schon länger der Plan“, sagt der 34-Jährige angesprochen auf die Aussage seines Trainers, in der kommenden Spielzeit nicht mehr voll zur Verfügung zu stehen. Der Grund für seine Entscheidung: Der älteste Spieler der HSC-Herren ist vor rund eineinhalb Jahren Vater geworden.

„Jetzt liegt der Fokus eben ein bisschen auf anderen Sachen“

Daher habe er sich schon länger Gedanken gemacht, ob es noch Sinn macht, weiter in der Oberliga zu spielen. Spaß habe es ihm immer gemacht, „aber das ist auch zeitaufwendig“, sagt er.

Dadurch sei die Familie manchmal zu kurz gekommen. Gerade jetzt, in einer Phase, in der sein Kind einige wichtige Schritte in seiner Entwicklung geht, beispielsweise Laufen und Sprechen lernt, wolle er mehr bei der Familie sein.

Den Entschluss, sich ein wenig zurückzuziehen, habe er den Verantwortlichen um Team-Manager Christian Berse dann auch frühzeitig mitgeteilt. „Jetzt liegt der Fokus eben ein bisschen auf anderen Sachen“, sagt Haunert. Abmelden werde er sich beim HSC aber nicht.

Wenn Stephan Haunert gebraucht wird, wird er da sein

Vielmehr möchte er auch weiterhin im Tor stehen – nur eben nicht mehr bei jedem Training und jedem Spiel. „Wenn Not am Mann ist, springe ich gerne ein“, erklärt er.

Genauso wie Daniel Lüger, der sich noch offen hält, ob er sich in seiner Heimat Lünen einen neuen Verein sucht, oder dem HSC als sogenannter „Stand-by-Spieler“ weiter zur Verfügung stehen wird. „Ich würde gerne noch weiter spielen“, sagt Stephan Haunert.

Ob das dann in der ersten, zweiten oder dritten Mannschaft der Fall ist, ist ihm nicht allzu wichtig. „Wenn ich gebraucht werde, werde ich da sein.“ Allerdings, das betont der Keeper auch, wolle er niemandem den Platz wegnehmen.

Haunert will weiter mit der Oberliga-Truppe des HSC trainieren

„Unsere zweite Mannschaft spielt ja mittlerweile auch in der Landesliga, da sind einige, die sehr akribisch beim Training sind.“ Und gerade denen, die häufiger als er beim Training sein werden, wolle er nicht im Weg stehen.

Damit er den HSC-Teams auch in Zukunft weiterhelfen kann, wenn sie ihn brauchen, will sich Haunert weiterhin fit halten und in der Halle bei Trainingseinheiten dabei sein. „Ich würde gerne weiter einmal die Woche bei der ersten Mannschaft mittrainieren“, erklärt er.

Das sei auch so bereits abgesprochen. Ganz verabschieden wird sich Stephan Haunert also nicht vom HSC Haltern-Sythen. Aber trotzdem muss sich das Team von Gerard Siggemann mindestens einen neuen Torhüter suchen.

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Pascal Albert

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