David Spiekermann wird den ASV Hamm-Westfalen im Sommer verlassen und zur Ahlener SG in die 3. Liga wechseln. © Henning Wegener
Handball

Spiekermann über seinen Wechsel: „Das Gesamtpaket hat mich überzeugt“

Im Sommer wird David Spiekermann von Handball-Zweitligist Hamm-Westfalen in die 3. Liga wechseln. Auch wenn es eine Liga runter geht, sieht der Halterner den Wechsel nicht als Rückschritt an.

David Spiekermann, Halterner und Ex-Spieler des HSC Haltern-Sythen, wird sich im Sommer der Ahlener SG anschließen und Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen verlassen. Für seine Entscheidung pro Ahlen waren mehrere Faktoren entscheidend.

„In Ahlen hat mich das Gesamtpaket überzeugt“, sagt Spiekermann. Die Ahlener SG steckt gerade mitten in einem großen Umbruch. „Es gibt einen neuen jungen Trainer und ein paar Spieler hören auf oder verlassen den Verein“, erzählt er.

Im Sommer übernimmt Frederik Neuhaus Ahlens Drittliga-Handballer, nachdem für Sascha Bertow nach zehn Jahren Schluss ist. Mit Neuhaus habe er sich bereits ausgetauscht, „wir haben uns direkt gut verstanden“, erzählt Spiekermann. Mit seinen 23 Jahren wird er zu den Spielern gehören, die den Altersdurchschnitt der Mannschaft deutlich senken werden.

David Spiekermann hat „einfach Bock auf die neue Aufgabe“

Einige seiner zukünftigen Mitspieler kennt der Halterner auch bereits. „Mit einigen von ihnen habe ich schon bei Hamm in der zweiten Mannschaft zusammengespielt“, sagt er. „Ich denke, das wird eine gute Truppe und es wird mit denen Spaß machen.“

Bei der Ahlener SG wird David Spiekermann eine andere Rolle als aktuell beim ASV Hamm-Westfalen bekommen, der Halterner soll mehr Verantwortung übernehmen.
Bei der Ahlener SG wird David Spiekermann eine andere Rolle als aktuell beim ASV Hamm-Westfalen bekommen, der Halterner soll mehr Verantwortung übernehmen. © Henning Wegener © Henning Wegener

In der neuformierten Mannschaft soll David Spiekermann dann auch eine größere Rolle als bislang beim ASV Hamm-Westfalen einnehmen. „Ich kann mehr Verantwortung übernehmen und mich mit mehr Spielzeit weiterentwickeln“, erklärt er.

Ein weiterer Faktor, der ihn von einem Wechsel nach Ahlen überzeugte, war das Training. Zukünftig werde er wieder mehr Zeit für sein Maschinenbau-Studium an der TU Dortmund haben, so Spiekermann. Denn anders als bei Hamm wird nicht schon nachmittags, sondern abends trainiert.

Sein neuer Verein sprach derweil von einem „Coup“, als der Transfer Spiekermanns bekannt gegeben wurde. „David ist genau der Schlüssel, den wir in unserem Kader noch benötigt haben“, sagte Ahlens Teammanager Jan Anton.

Druck verspürt der Rückraumspieler aufgrund der Aussagen aber nicht. „An Druck habe ich gar nicht gedacht, ich habe einfach Bock auf die neue Aufgabe“, sagt er.

Spiekermann möchte sich mit mehr Verantwortung weiterentwickeln

Aber ist der Schritt zur Ahlener SG nicht ein Rückschritt für ihn? Schließlich spielt er aktuell noch in der 2. Handball-Bundesliga. „Es ist zwar eine Liga tiefer“, sagt Spiekermann, „aber auch die 3. Liga ist sehr gut und die Teams haben ein gutes Niveau.“ In seiner neuen Rolle könne er sich auch eine Liga weiter unten „mit mehr Verantwortung gut weiterentwickeln“.

Eine genaue Zielsetzung für die kommende Spielzeit gibt es aber noch nicht. „Wir wollen einfach guten Handball spielen und gucken, dass wir gut in der 3. Liga mitspielen“, erklärt er.

Viel Zeit wird er zukünftig wohl auch im Auto verbringen, denn von Haltern nach Ahlen und umgekehrt beträgt die Fahrtzeit eine gute Stunde. Wird es im Sommer daher einen Umzug geben? „Erst mal werde ich von Haltern nach Ahlen pendeln“, sagt der 23-Jährige. „Wenn die Uni wieder richtig losgeht, muss ich gucken, wo es dann hingeht.“

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Pascal Albert

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