Johannes Weber startete mit einer großen Überraschung in sein erstes Seniorenjahr beim SV Hullern. © SV Hullern

„Sehr überraschend“: Webers Seniorenfußball-Start begann anders als gedacht

Für Johannes Weber (18) vom SV Hullern startete das Abenteuer Seniorenfußball mit einer großen Überraschung. Mit seinen ersten Spielen ist er derweil zufrieden, er bleibt aber selbstkritisch.

Seine erste Saison im Seniorenfußball war – wie für alle anderen – ziemlich kurz: Nur wenige Partien konnte Johannes Weber vom SV Hullern bestreiten, da war die Saison schon wieder vorbei. Ärgerlich für den 18-Jährigen, der gut begonnen hatte – obwohl er mit einer großen Umstellung in den Seniorenfußball gestartet war.

„Das kam sehr überraschend“, sagt Weber über die Entscheidung seines Trainers Christoph Bafs-Dudzik, ihn aus dem Angriff auf die rechte Abwehrseite zu beordern. Dort beackerte der junge Hullerner seitdem im 3-5-2-System als Schienenspieler die rechte Außenseite.

Johannes Weber musste sich an seine neue Position erst mal gewöhnen

„Das war aus unserer Sicht der richtige Schritt“, sagt der Trainer. Weber passe durch seine Offensiv- und Zweikampfstärke und seine Geschwindigkeit gut auf diese Position, so Bafs-Dudzik weiter. Zwar fiel er einige Zeit lang aus, doch das Fazit der ersten – wenn auch sehr kurzen Saison – fällt durchweg positiv aus.

„Er hat eine super Saison gespielt“, lobt sein Trainer und nennt beispielhaft das Kreispokalspiel gegen den TuS Haltern am See: „Da hat er richtig gut gespielt.“ Er müsse allerdings noch etwas ruhiger werden. „Aber das ist ein Lerneffekt, das kommt noch und das kann ich von einem 18-Jährigen auch noch nicht direkt verlangen“, erklärt er.

Der Spieler selbst sieht auch in anderen Bereichen noch Verbesserungspotenzial, nennt dabei vor allem sein Stellungsspiel. „Da muss ich mich ja ganz anders verhalten als zuvor als Stürmer“, sagt Johannes Weber, der auch noch an seiner Ausdauer arbeiten wolle.

Daran arbeite er aber auch in der aktuellen fußballfreien Zeit weiter, so der 18-Jährige, der sich auch in einem regelmäßigen Austausch mit seinem Trainer befindet. „Damit ich die Defizite ausgleichen kann“, erklärt er.

„Oh Gott, wie soll ich gegen die ankommen?“

Trotz des noch vorhandenen Verbesserungspotenzials – was für einen so jungen Spieler vollkommen normal ist – ist Weber aber mit seinen ersten Einsätzen im Seniorenfußball zufrieden. Auch der Positionswechsel sei zwar ungewohnt gewesen, aber habe ihm dennoch viel Spaß gemacht.

Und auch das Feedback innerhalb der Mannschaft sei gut gewesen. „Sie haben mir immer Tipps gegeben und mir geholfen“, sagt er über seine Mitspieler, die auch niemals böse seien, wenn jemand mal einen Fehler macht.

„Bei uns werden Fehler nicht direkt von allen angekreidet“, lobt Weber, der sich aber auch erst mal grundsätzlich an den Seniorenfußball gewöhnen musste. Zum einen sind nun viele seiner Gegenspieler deutlich erfahrener als er, zum anderen sind einige auch körperlich eine ganz andere Hausnummer.

„Im ersten Spiel, als ich auf den Platz kam, hatte ich gedacht, ‚oh Gott, wie soll ich gegen die ankommen?!“, erzählt er. Mit den ersten Zweikämpfen war diese Sorge aber schnell verflogen. „Es war eine coole Erfahrung“, sagt er über die ersten Spiele bei den Senioren.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert