Robin Ploczicki (l.), hier noch im Trikot des SV Herbern, ist nach Haltern gezogen. Mit seiner Oberliga-Erfahrung hätte er gut zum TuS Haltern am See gepasst. © Lars Johann-Krone
Fußball

Oberliga-Spieler zieht nach Haltern – statt zum TuS, geht´s zu Hellekamp

Durch seinen Umzug nach Haltern passt Robin Ploczicki eigentlich perfekt ins Konzept des TuS Haltern. Zuletzt spielte er in der Oberliga. Statt für spielt er zukünftig aber gegen den TuS.

Oberliga-Spieler Robin Ploczicki (25) ist vor einiger Zeit nach Haltern am See gezogen und war zuletzt auf Vereinssuche. Durch seinen Umzug in die Seestadt hätte er gut ins Konzept des TuS Haltern am See gepasst, ein kurzes Gespräch gab es auch. In Zukunft spielt der Mittelfeldspieler aber gegen den TuS und für Ex-Lippramsdorf-Trainer Michael Hellekamp.

„Ich bin aufgrund meines Referendariats nach Haltern gezogen“, erzählt Ploczicki, der zuvor in Hamm gewohnt und für Westfalia Rhynern gespielt hat. Der angehende Lehrer arbeitet nun in Dorsten, seine Freundin, die den gleichen Berufsweg gewählt hat, in Reken.

„Da ist Haltern die goldene Mitte“, sagt der 25-Jährige, der die Wahl seines neuen Wohnorts auch nicht bereut. „Haltern ist ja auch ein ganz schönes Örtchen.“ Wohnhaft in der Seestadt – das macht Ploczicki zu einem sogenannten „Bilbao-Spieler“.

Robin Ploczicki: „Da hatte ich mich dann anderweitig umgehört“

Doch für den TuS Haltern am See wird er zukünftig nicht auflaufen, vielmehr hat er sich für Landesligist Viktoria Heiden entschieden. Doch auch mit Timo Ostdorf, dem Trainer des Halterner Oberligisten gab es im vergangenen Jahr ein kurzes Gespräch.

Robin Ploczicki (l.) wechselt im Sommer zum von Lippramsdorfs Ex-Trainer Michael Hellekamp trainierten Viktoria Heiden.
Robin Ploczicki (l.) wechselt im Sommer zum von Lippramsdorfs Ex-Trainer Michael Hellekamp trainierten Viktoria Heiden. © Thomas Schulzke © Thomas Schulzke

„Wir waren dann so verblieben, dass wir noch mal sprechen, wenn Training wieder möglich ist“, erzählt der zugezogene Halterner. Training war seit dem Gespräch allerdings noch immer nicht wieder möglich. Und so kam es auch zu keinem weiteren Gespräch.

„Dadurch, dass sich der TuS nicht mehr gemeldet hatte, hatte ich mich dann anderweitig umgehört“, sagt Robin Ploczicki, betont aber auch, dass er das ganz und gar nicht böse meint. Zwei, drei andere Vereine waren dann am Ende in der Verlosung.

Zuerst musste sich der 25-Jährige aber entscheiden, in welche Richtung es für ihn gehen soll. Bleibt er in der Oberliga oder geht es ein bisschen weiter nach unten? Letztendlich stand der Entschluss fest, in einer niedrigeren Spielklasse aufzulaufen „und zu gucken, wie das mit meinem Beruf vereinbar ist“, erklärt er. „Es ist aber nicht so, dass die Oberliga für immer kein Thema mehr ist“, sagt er.

Der Wechsel zu Hellekamps Heiden ist für Ploczicki „der richtige Schritt“

Über einen Verbleib bei Rhynern habe er zwischenzeitlich auch noch nachgedacht, aber der Weg von Haltern dorthin wäre einfach zu weit gewesen. Eine gute Stunde hätte Ploczicki zukünftig dann pro Fahrt einplanen müssen. Nach Heiden wird er deutlich weniger Zeit brauchen, dort wird er dann in Zukunft mit Lippramsdorfs ehemaligen Trainer Michael Hellekamp zusammenarbeiten.

„Das ist jetzt für mich erst mal der richtige Schritt“, sagt er. Die Gespräche mit Viktoria Heiden, Michael Hellekamp und den anderen Verantwortlichen des Landesligisten seien von Anfang an sehr gut gewesen. Besonders vom Vertrauen der Heidener war er beeindruckt.

„Sie haben mich noch nicht spielen sehen, schenken mir aber trotzdem das Vertrauen“, so Robin Ploczicki. In der kommenden Saison wird er dann beweisen können, ob er das Vertrauen zurückzahlen kann. Mit seiner Oberliga-Erfahrung sind die Chancen alles andere als gering.

Über den Autor
Redakteur
Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
Zur Autorenseite
Pascal Albert
Lesen Sie jetzt