Jan van Buer (schwarz) hat eine neue Aufgabe beim SV Lippramsdorf: Er ist der neue Co-Trainer. © Jürgen Patzke
Fußball: Bezirksliga

Neue Aufgabe für van Buer: „Ich muss nicht mehr unbedingt auf dem Platz stehen“

Zum zweiten Mal wechselt Jan van Buer die Seiten: Statt als Spieler wird er wieder als Co-Trainer agieren. Bei Lippramsdorf möchte der 33-Jährige helfen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Mit Jan van Buer steht von nun an ein Co-Trainer beim LSV an der Seitenlinie, der zuletzt noch als Spieler auf dem Platz stand. Der 33-Jährige unterstützt den neuen Trainer Sven Kmetsch. Auf seine neue Aufgabe freut sich der Lippramsdorfer bereits – bei den ersten Trainingseinheiten hat ihm vor allem eines Spaß gemacht, sagt er augenzwinkernd.

Bis er 27 Jahre alt war, hatte Jan van Buer schon einmal für den SV Lippramsdorf gespielt. Wegen einiger Verletzungsprobleme hatte er dann allerdings seine Karriere beendet und beim TuS Sythen unter Cheftrainer Michael Ecker das Amt des Co-Trainers übernommen. Nach zwei Jahren kehrte er aber zum LSV zurück – dann jedoch wieder als Spieler.

Nun geht er den gleichen Schritt wie vor fast sieben Jahren. Wieder wird er Co-Trainer, nur diesmal bleibt er direkt in Lippramsdorf. Schon im vergangenen Sommer habe es die Idee gegeben, dass der erfahrene und polyvalent einsetzbare Spieler ins Trainerteam rutscht.

Schon bei Sythen überlegte van Buer, einen Trainerschein zu machen

Damals wurde daraus allerdings nichts, erinnert er sich. Als vor einigen Monaten die Trennung von Trainer Thomas Bartke und die Verpflichtung von Sven Kmetsch als Nachfolger verkündet wurde, seien dann schnell wieder Gespräche aufgenommen worden, erzählt van Buer.

Jan van Buer war schon einmal Co-Trainer - damals aber nicht beim LSV, sondern beim TuS Sythen.
Jan van Buer war schon einmal Co-Trainer – damals aber nicht beim LSV, sondern beim TuS Sythen. © Jürgen Patzke © Jürgen Patzke

„Für Sven war wichtig, dass das jemand macht, der nicht mehr auch noch regelmäßig spielt“, sagt der 33-Jährige, der in seiner Karriere auf fast jeder Position zum Einsatz kam. Die Gespräche mit Kmetsch seien sehr gut gewesen und „ich muss nicht mehr unbedingt sonntags auf dem Platz stehen“, sagt er. Also war klar: Jan van Buer wird neuer Co-Trainer beim LSV.

Einen Trainerschein hat er allerdings noch nicht. Den wollte er eigentlich schon zu seiner Zeit beim TuS Sythen machen, aber die Ausbildung „hätte quasi einen Jahresurlaub verschlungen“, erzählt er. Daher hatte er damals erst mal wieder Abstand von dem Plan genommen.

Mittlerweile hat van Buer aber wieder mehr Zeit, wodurch auch ein Trainerschein wieder realistischer erscheint. Bis es soweit ist, möchte er erst mal viel von seinem Cheftrainer lernen. „Ich hatte ja schon einige Trainer in meiner Laufbahn, habe unter anderem lange unter Jupp Ovelhey gespielt“, sagt er, „aber Sven bringt noch mal eine ganz andere Erfahrung mit“.

Van Buer: „Wir wollen junge Spieler an die Senioren heranführen“

Zum einen kann Kmetsch auf zahlreiche Bundesligaspiele als Spieler zurückblicken, zum anderen war er auch schon als Coach im Profibereich tätig – ebenfalls auch schon als Co-Trainer. Sich nun der Bezirksliga anzupassen, werde die Herausforderung für Kmetsch sein, vermutet Jan van Buer. Ähnliches hatte auch der Trainer selbst schon vor einiger Zeit gesagt.

In Zukunft möchte van Buer dabei helfen, dass der LSV auch weiterhin junge Spieler weiterentwickelt. „Darin liegt die Zukunft“, sagt er und verweist auf einen gewissen Stamm der Mannschaft, der damals gemeinsam aus der A-Jugend zu den Lippramsdorfer Senioren kam.

„Wir wollen junge Spieler an die Senioren heranführen und attraktiv spielen“, erklärt er. Sich selbst beschreibt er derweil als eine Art Motivator. „Ich bin eher der Typ, der über die emotionale Schiene kommt“, so van Buer. Ähnlich wie beispielsweise Jürgen Klopp, aber „ganz so an der Linie wie Klopp möchte ich dann auch nicht sein“, sagt er.

„Das macht schon Spaß“

Ihm sei es wichtig, dass sich die Spieler während eines Spiels auf dem Platz auch selbst organisieren können. Und während er mehr als Motivator fungieren könnte, „glaube ich, dass Sven mehr das Taktische reinbringt“.

An den ersten Trainingseinheiten konnte Jan van Buer auch schon als Co-Trainer teilnehmen. Dabei ist er nun nicht mehr der, der laufen muss, sondern der, der den Spielern sagt, dass sie laufen sollen. Seine Teamkollegen und langjährigen Freunde mal ein wenig herumzuscheuchen, „macht schon Spaß“, sagt er mit einem Lachen.

„Das wird noch interessant bei der ein oder anderen Laufeinheiten, wenn ich mit dem Rad fahre und die Jungs laufen müssen“, scherzt er weiter. Grundsätzlich glaubt er aber, dass die neue Rollenverteilung direkt von allen angenommen wird. „Ich kenne die Jungs schon lange und glaube, das wird kein Problem“, sagt Jan van Buer.

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Pascal Albert

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