Mirco Fabry spielte zuletzt für den SC Phönix Essen. Vor einigen Tagen wurde dann sein Wechsel zum TuS Haltern am See verkündet, von dem aber weder er noch der Verein etwas wussten. © Privat
Fußball: Landesliga

Mirco Fabry: Die angebliche Rückkehr zum TuS „hat mich selber überrascht“

Alle waren überrascht: Von Mirco Fabrys Rückkehr zum TuS Haltern wusste niemand, weil es sie trotz Vollzugsmeldung gar nicht gab. Der 20-Jährige könnte bald trotzdem wieder im Kreis spielen.

Tim Eibold war ziemlich irritiert, als er auf Mirco Fabry, den neuen Torwart des Landesliga-Teams des TuS Haltern am See, angesprochen wurde. Denn bis dahin hatte der Sportliche Leiter gar nichts von dem Transfer gewusst. Konnte er auch gar nicht, die Vollzugsmeldung war letztendlich nur ein kurioses Missverständnis, das auch den Spieler selbst extrem überraschte.

Dass bei FuPa.de eingetragen war, dass Mirco Fabry zum TuS wechselt, war ein Fehler. In seinem alten Verein, Phönix Essen, habe jemand gedacht, er kehrt nach Haltern zurück und das direkt so eingetragen, erklärte sein Ex-Trainer Arndt Krosch zuletzt auf Nachfrage

Zwei Jahre lang spielte der heute 20-jährige Fabry für die A-Junioren des TuS Haltern am See. Bei der ersten Mannschaft der Halterner habe er dann sogar einige Male mittrainieren können, doch am Ende entschied sich der Keeper für einen anderen Weg.

Die erste Schritte im Seniorenfußball ging Fabry bei Lüdinghausen

„Mit dem Abitur wurde mir das dann ein bisschen zu viel“, gesteht er heute. Nach den Trainingseinheiten sei er meist erst um 21 Uhr zuhause gewesen. „Und dann hat man ja auch nicht mehr so viel Lust, noch zu lernen“, sagt er. Irgendwann habe sich das Ganze dann auch in der Schule bemerkbar gemacht.

„Die schulischen Leistungen hatten etwas nachgelassen“, erzählt er. Um dem entgegenzuwirken, fuhr er seine fußballerischen Aktivitäten etwas herunter. Auch die Fahrerei sei damals nervig gewesen, denn Fabry kommt nicht aus Haltern.

Jahrelang habe er in Lüdinghausen gewohnt, sagt der gebürtige Duisburger. Nach seiner zwei Jugendjahren beim TuS wechselte er dann auch zu Bezirksligist Union Lüdinghausen, ehe er im vergangenen Jahr zur SC Phönix Essen ging, weil er nach Gladbeck zog.

Dort spielte er ebenfalls in der Bezirksliga – und auch in der Zukunft könnte es ihn in eine Bezirksliga-Staffel ziehen. Mit einem Verein aus dem Kreis Recklinghausen sei er schon in guten Gesprächen gewesen, doch Corona-bedingt sei ein Winter-Wechsel schwierig gewesen. Womöglich zieht es ihn aber im Sommer dorthin.

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Pascal Albert

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