Tim Kalwey (l.) verlässt den SV Lippramsdorf im Sommer, nachdem er vor einiger Zeit bereits nach Münster gezogen ist. © Jürgen Patzke (Archiv)
Fußball

LSV-Spieler Kalwey wechselt in die Kreisliga statt in die Landesliga

Tim Kalwey (26) wird den SV Lippramsdorf als einziger Spieler im Sommer verlassen. Sein Wechsel fällt ihm nicht leicht, einen neuen Verein hat er bereits - genauso wie einen letzten Wunsch.

Viele Veränderungen wird es am Kader des SV Lippramsdorf im Sommer wahrscheinlich nicht geben. Fast alle Spieler bleiben; ob und, wenn ja, wie viele Neuzugänge kommen werden, ist noch ungewiss. Mit Tim Kalwey verlässt aber auch ein Stammspieler den LSV – eine Entscheidung, die ihm nicht leicht gefallen ist, erzählt er. Der 26-Jährige hat derweil schon einen neuen Verein gefunden.

Den Grund für Kalweys Wechsel hatte Fußball-Abteilungsleiter Christian Brink bereits verraten: Der Noch-Lippramsdorfer ist vor einiger Zeit umgezogen, wohnt seitdem in Münster. „Ich habe im Oktober mit meiner Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster begonnen“, erzählt der Spieler. Einige Monate davor war er bereits dorthin gezogen.

Lippramsdorfs Tim Kalwey schließt sich dem BSV Roxel an

Vor dem Lockdown konnte er in Münster auch schon einige Trainingseinheiten absolvieren. „In Absprache mit dem LSV habe ich beim BSV Roxel mittrainiert“, sagt Tim Kalwey.

Allerdings nicht bei der ersten Mannschaft, die in der Landesliga spielt und unter anderem vom Ex-Sythener Manuel Andrick trainiert wird, sondern bei der zweiten Mannschaft. Die spielt in der Kreisliga A, wo sie derzeit auf dem vierten Platz steht.

Die paar Einheiten, bei denen Kalwey schon vor dem Lockdown dabei sein konnte, hinterließen einen so guten Eindruck, dass er sich dazu entschieden hat, Roxel für die kommende Spielzeit zuzusagen. „Ich habe aber bewusst die zweite Mannschaft gewählt, weil ich zeitlich nicht mehr so flexibel bin.“

Ganz abgeschrieben hat er die Landesliga aber noch nicht. „Die erste Mannschaft ist natürlich auch interessant“, sagt er. Und vielleicht wird es sich ja irgendwann noch ergeben, dass er es doch mal in der Landesliga probiert.

Tim Kalwey (l.) schließt sich im Sommer dem BSV Roxel an, für dessen zweite Mannschaft er erst mal auflaufen wird.
Tim Kalwey (l.) schließt sich im Sommer dem BSV Roxel an, für dessen zweite Mannschaft er erst mal auflaufen wird. © Jürgen Patzke (Archiv) © Jürgen Patzke (Archiv)

Auch andere Landesligisten hätten Interesse gezeigt, doch Kalwey entschied sich für Roxel II. „Ob es dann auf Dauer wirklich die Zweite wird, wird sich zeigen“, sagt er.

Ohne den Umzug „hätte ich nicht über einen Wechsel nachgedacht“

Dass er den SV Lippramsdorf im Sommer verlässt, fällt ihm derweil schwer. „Ich hatte Christian Brink auch gesagt, wenn ich ich nicht nach Münster gezogen wäre, hätte ich gar nicht über einen Wechsel nachgedacht“, erzählt Kalwey.

Die Zeit beim LSV habe ihm sehr gut gefallen. Im Sommer endet sie dann nach sechs Jahren. Davor hatte er beim TuS Haltern am See gespielt. Berührungspunkte habe er mit dem LSV vor seiner Zeit dort tatsächlich noch keine gehabt, erinnert er sich.

Einzig Henrik Kleinefeld kannte er bereits besser vor seinem Wechsel. „Ich habe viele gute Kollegen dort kennengelernt“, sagt er nun über seine Zeit an der Jahnstraße. Deshalb falle es ihm auch nicht leicht, nun zu gehen.

„Ich würde es mir wünschen, noch mal für den LSV spielen zu können“, sagt Tim Kalwey. Zwar glaube er nicht daran, dass die Saison noch mal fortgesetzt wird, „aber es ist ein großer Wunsch von mir, mich spielend zu verabschieden“.

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Pascal Albert

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