Jubeln konnten die Spieler des SV Lippramsdorf in dieser Spielzeit schon häufig, der Bezirksligist ist gut in die Saison gestartet. Ein Spieler konnte bislang aber nur zusehen. © Jürgen Patzke
Fußball: Bezirksliga

LSV-Spieler hatte „gerade Blut geleckt“, da musste er unters Messer

Nicht nur eine Verletzung sorgte dafür, dass ein Lippramsdorfer lange nicht gespielt hat. Als er im Sommer wieder loslegen wollte, gab es erneut Probleme. Jetzt startet er den nächsten Angriff.

Der Saisonstart ist gelungen. Nur einmal hat der SV Lippramsdorf unter seinem neuen Trainer Thomas Bartke in der neuen Bezirksliga 14 verloren, steht auf Platz drei. Ein Neuzugang konnte bisher allerdings nur als Zuschauer mitjubeln. Denn eine Verletzung warf ihn erneut zurück. Das noch junge Talent musste sogar operiert werden. Bald will er aber wieder angreifen.

„Ich hoffe, dass er uns helfen kann, wenn es irgendwann wieder weitergeht“, sagt Thomas Bartke über Neuzugang Maximilian Geisler. Der heute 20-Jährige hatte sich im Sommer dem LSV angeschlossen, nachdem er eineinhalb Jahre aufgrund einer Verletzung und später wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht mehr gespielt hatte.

Maximilian Geisler „wurde von Arzt zu Arzt geschickt“

Vor seiner Zeit bei Lippramsdorf hatte der Stürmer, der früher in der Jugend des TuS Haltern am See spielte, mit Knieproblemen zu kämpfen. Ende Juli verkündete der LSV die Verpflichtung Geislers, der da schon seit rund einem Monat mittrainiert hatte. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er allerdings auch schon einige Einheiten aussetzen müssen, erzählt er.

Diesmal war es sein Knöchel, der ihm Probleme bereitete. „Ich wurde von Arzt zu Arzt geschickt“, sagt Geisler. Keiner konnte ihm helfen. Auch eine sechswöchige Physiotherapie brachte nicht den erhofften Erfolg. Schließlich fand er endlich einen Arzt, der das Problem erkannte.

Ein Knochenüberstand sorgte die ganze Zeit für seine Probleme. Im Alltag habe ihn das gar nicht wirklich gestört, erzählt der Lippramsdorfer. Doch beim Training spürte er immer wieder bei einigen Bewegungen Schmerzen im Knöchel. Es folgte eine Operation am 5. Oktober. Kein großes Eingriff, wie Geisler sagt. Aber dennoch ein notwendiger, um endlich schmerzfrei spielen zu können.

Erst Physiotherapie, dann Operation und dann wieder Physiotherapie

Nach der Operation stand eine erneute Physiotherapie an. Nach den Weihnachtsfeiertagen konnte er dann erstmals wieder laufen gehen. Ein weiterer Arzttermin soll nun noch Gewissheit darüber bringen, wie es für ihn weitergeht und inwieweit er auch wieder richtig trainieren könnte, sofern es irgendwann wieder losgeht.

Für Maximilian Geisler kam die erneute Zwangspause zum unglücklichsten Zeitpunkt. Nach seiner langen Pause hatte er bei den ersten Trainingseinheiten in Lippramsdorf „gerade Blut geleckt“, sagt er. Dann wurde er wieder ausgebremst. Immer nur zugucken zu können sei natürlich ärgerlich gewesen. Besonders in Phasen eines Spiels, wenn es mal nicht so gut lief.

Viele solche Phasen gab es in der bisherigen Saison beim LSV allerdings noch nicht. „Wir spielen bislang eine gute Hinrunde“, sagt Geisler, der bei den Spielen und auch bei Trainingseinheiten ein häufiger Gast war. Das zeige, wie wohl er sich in der Mannschaft fühlt, erklärt der 20-Jährige.

Bartke hofft, dass Geislers Leidenszeit endlich vorbei ist

Dass der Amateurfußball derzeit komplett ruht, kommt dem Stürmer derweil ein wenig zugute. „Es ist gut für mich, dass ich jetzt mehr Zeit habe, mich vorzubereiten.“ Wenn es wieder losgeht, werde diesmal nicht nur er einen Kaltstart erleben, sondern alle anderen eben auch.

„Ich hoffe, dass seine Leidenszeit vorbei ist“, sagt sein Trainer. Gerade jetzt, da mit Nicolas Grewe ein Stürmer den Verein verlassen hat, könnte sich für Geisler die Chance bieten, im Seniorenfußball Fuß zu fassen.

„Er ist ein super Typ“, so Bartke, der sich mit einer ersten Einschätzung Geislers noch zurückhält. Zwar konnte der zu Beginn einige Einheiten mitmachen, eine Einschätzung sei aber noch schwierig, „weil er ständig mit Schmerzen gespielt hat“.

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Pascal Albert

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