Gerard Siggemann und die Herren I des HSC Haltern-Sythen sind wieder ins Training eingestiegen. © Blanka Thieme-Dietel (Archiv)
Handball: Oberliga

Lockerer Aufgalopp beim HSC – auf einige Spieler „muss ich Rücksicht nehmen“

Gerard Siggemann und der HSC Haltern-Sythen sind ins Training eingestiegen. In einem Bereich sieht der Trainer noch „viel Luft nach oben“ - und auch im Kader gebe es noch einige Baustellen.

Die Handballer in Haltern dürfen seit einiger Zeit endlich wieder in die Halle. Und seit Freitag, 11. Juni, ist Kontaktsport in Hallen sogar mit bis zu 100 Personen und ohne einen negativen Corona-Test möglich. Zuvor waren die Herren I des HSC Haltern-Sythen schon locker ins Training gestartet. Der Fitnesszustand der Spieler war dabei unterschiedlich – weil einige der Halterner in der Vergangenheit mit dem Coronavirus infiziert waren.

Schon in der zweiten Lockerungsstufe konnten die HSC-Spieler und Trainer Gerard Siggemann wieder in die Halle. Bis zu zwölf Spieler durften mit negativem Testergebnis Kontaktsport ausüben. „Wir haben aktuell eine nicht so große Trainingsgruppe, dass uns die Einschränkungen betroffen hätten“, so der Trainer.

Die ersten beiden Wochen, so der Plan der Halterner, soll mit reduzierter Intensität trainiert werden. „Sodass die Spieler nie am Limit arbeiten“, erklärt er. „Die Situation, die wir jetzt haben, gab es ja so noch nie; die Jungs waren monatelang gezwungen, nichts zu tun.“

Gerard Siggemann: „Die Kreisläufer-Position ist weiterhin ein Problem“

Deswegen seien die ersten Einheiten nun nur ein „lockerer Aufgalopp“. Direkt wieder anfangen, als es erlaubt war, wollte Siggemann derweil nicht. „Ich hatte gesagt, wir fangen erst ein paar Tage später an, damit die Spieler sich noch etwas vorbereiten können“, sagt er.

Die erste Erkenntnis nach dem Trainingsstart: „Die Mannschaft befindet sich trotz Corona in einem ordentlichen Zustand.“ Allerdings hätten sich einige Spieler in der Vergangenheit mit dem Coronavirus infiziert, „darauf muss ich jetzt Rücksicht nehmen“, so der HSC-Trainer.

Denn diese Spieler seien eben noch nicht wieder auf dem Level wie jemand, der ohne Infektion durch die bisherige Pandemie gekommen ist. Grundsätzlich habe er zudem gemerkt, dass alle viele Monate keinen Ball mehr in der Hand hatten. „Die Passqualität hat noch viel Luft nach oben“, sagt Siggemann. „Aber generell sind die Spieler natürlich froh, dass man seinem Hobby nachgehen kann.“

In den kommenden Wochen, sagt er, könne auch durchaus noch der ein oder andere Spieler zum Probetraining in der Halle am Schulzentrum vorbeischauen. „Wir müssen aber schauen, was Corona zulässt“, so der Halterner.

Drei bis vier Spieler, sagt er, würden dem Kader des HSC Haltern-Sythen noch guttun. „Linkshänder und jemanden im Rückraum bräuchten wir noch, zudem ist die Kreisläufer-Position weiterhin ein Problem.“ Derzeit sei es aber ziemlich schwierig, Spieler zu verpflichten. „Der Markt ist ziemlich eng, das wird eine schwierige Saison.“

Die bisherigen Sommer-Transfers des HSC Haltern-Sythen

  • Fünf Abgänge stehen bislang beim HSC fest: Mika Knöner wechselt zum FC Erkenschwick, Johannes und Maximilian Beumer kehren zum SV SW Havixbeck zurück, Keeper Daniel Lüger spielt zukünftig für den VfL Brambauer und Philipp Schrief zieht in Richtung Düsseldorf und sucht sich dort einen neuen Verein.
  • Zudem wird sich Torhüter Stephan Haunert zurückziehen. Er bleibt dem Verein aber dennoch erhalten.
  • Neuzugänge konnte der HSC auch schon einige präsentieren: Rückraumspieler Pierre Weber kommt von der PSV Recklinghausen -genauso wie Torhüter Jonas Beermann. Zudem kommt Ex-Schalke-Keeper Fabian Zindel vom SV Teutonia Riemke.
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Pascal Albert

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