Sven Kmetsch, hier noch für den FC Schalke 04 tätig, übernimmt im Sommer den SV Lippramsdorf. Seine Arbeit beim LSV wird für ihn ein Novum darstellen. © imago/Team 2
Fußball: Bezirksliga

Lippramsdorfs neuer Trainer Sven Kmetsch: „Das ist für mich Neuland“

Im Sommer wird Sven Kmetsch neuer Cheftrainer des SV Lippramsdorf. Der Ex-Profi hat bereits Vorstellungen, wie er die Aufgabe angehen will und erklärt, warum er etwas mehr Bedenkzeit brauchte.

Nach einem Jahr wird Thomas Bartke den SV Lippramsdorf wieder verlassen, darauf hatten sich beide Seiten verständigt. Sein Nachfolger wird Sven Kmetsch (50). Obwohl der Ex-Profi schon einige Trainerstellen in seiner Vita stehen hat, wird der LSV im Sommer ein Novum für ihn darstellen. Nun erklärt Kmetsch, was er mit der Mannschaft in der kommenden Saison vorhat.

Kurz vor Ostern sei der LSV auf ihn zugekommen, erzählt der 50-Jährige. „Sie fragten, ob ich mir das bei Lippramsdorf vorstellen könnte“, sagt er. Mittlerweile lebt er selbst seit vielen Jahren in Lippramsdorf, trainierte zuletzt gemeinsam mit Wolfgang Zernahle auch die B-Jugend der Jugendspielgemeinschaft des ETuS Haltern und des LSV.

Als Spieler stand Sven Kmetsch (l.) über 100 Mal für den FC Schalke 04 auf dem Platz. © picture-alliance / dpa © picture-alliance / dpa

Die kommende Saison wird für Kmetsch eine völlig neue Erfahrung beinhalten: „Dass ich im Sommer als Trainer eine Seniorenmannschaft im Amateurfußball übernehme, ist für mich Neuland.“

Sven Kmetsch ist „dem Fußball unheimlich verbunden“

Denn obwohl der A-Lizenz-Inhaber schon zwei Mal die U23 der Schalker trainierte und als Co-Trainer auch im bezahlten Fußball mit Senioren bereits zu tun hatte, steht noch kein Amateurteam in seiner Vita.

Bevor er seiner ersten Senioren-Station im Amateurfußball zusagte, hatte der Lippramsdorfer aber noch um etwas längere Bedenkzeit gebeten. „Es war klar: Wenn ich zum Sommer hin als Übungsleiter die erste Mannschaft übernehme, wären andere Möglichkeiten, die vielleicht noch kommen, hinfällig“, sagt Kmetsch. Darüber habe er sich im Vorfeld Gedanken gemacht.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe es des Öfteren mal lose Anfragen bezüglich Aufgaben oder Jobs im höherklassigen Fußball gegeben, so der ehemalige Mittelfeldspieler. Am Ende entschied er sich aber für ein Engagement beim SV Lippramsdorf.

„Da ich dem Fußball unheimlich verbunden bin und dieses Spiel liebe, möchte ich in dieser Funktion einen kleinen Beitrag leisten, unseren tollen, sportverrückten Verein mit den vielen engagierten und motivierten Übungsleitern, Mitgliedern und Ehrenamtlichen ein Stück weit zu unterstützen“, sagt Sven Kmetsch.

Kmetsch will gemeinsam mit den Spielern eine Philosophie entwickeln

Seine zukünftige Mannschaft konnte er derweil schon das ein oder andere Mal beobachten. „Da mein Sohn (Giacomo Lopez-Fernandez, Anm. d. Red.) in der Mannschaft spielt, hatte ich die Gelegenheit, mehrere Spiele zu sehen“, erzählt er.

„Ich glaube, die Jungs spielen liebend gerne nach vorne“, so der zukünftige LSV-Trainer. Mit der Mannschaft wolle er in der kommenden Saison „vor allem erfolgreich spielen“. Die Spielausrichtung und Philosophie möchte er dafür gemeinsam mit der Mannschaft entwickeln.

„Man wird sehen, was und wie man mit der Mannschaft gemeinsam ein paar Dinge umsetzen und auf den Platz bringen kann.“ Wichtig ist ihm das Miteinander. „Das Team sollte sich auf dem Platz in seiner Ausrichtung wohlfühlen, um Spiele erfolgreich zu gestalten“, erklärt Kmetsch.

Ab dem Sommer will er auch mithelfen, jeden Lippramsdorfer weiter zu verbessern. „Jeder Spieler – egal in welchem Alter – kann sich noch verbessern, wenn er es selbst möchte“, so der künftige Übungsleiter. „Da ist aber eine gewisse Selbstmotivation und Eigenverantwortlichkeit unabdingbar.“

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Pascal Albert

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