Thomas Schaffrinna (l.) und Phillip Oligmüller betreuen die erste Mannschaft des ETuS Haltern nun schon seit Oktober 2018. © Privat
Fußball: Kreisliga A

Kaderplanung und Trainerzukunft: Wie geht es beim ETuS Haltern weiter?

Elf Punkte holte der ETuS bislang in der Kreisliga A. Wie geht es in Zukunft bei den Halternern weiter? Der Trainer deutet einige mögliche Abgänge an - aus einem verständlichen Grund.

Seit Thomas Schaffrinna und Phillip Oligmüller die erste Mannschaft des ETuS Haltern übernommen haben, ist viel passiert. Erst der nicht mehr zu verhindernde Abstieg in die Kreisliga B, dann der direkte Wiederaufstieg und ein guter Start in die Kreisliga-A-Saison. In einem halben Jahr endet die Spielzeit – auch wenn erst wenig gespielt werden konnte. Dafür, wie es in der kommenden Saison weitergeht, gibt es erste klare Tendenzen.

„Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht“, gesteht Thomas Schaffrinna, angesprochen auf die Planung der kommenden Saison. Der Einzige ist er da aber nicht. Auch in anderen Vereinen geht die Planung für die kommende Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie und der erneuten Unterbrechung des Spielbetriebs nur langsam voran.

Der ETuS Haltern will „schnell genug Punkte holen“

„Ich glaube nicht, dass wir im Januar schon wieder spielen“, sagt Schaffrinna, der mittlerweile davon ausgeht, dass nur die Hinrunde zu Ende gespielt werden wird. „Da müssen wir dann schnell genug Punkte holen“, so der ETuS-Trainer.

Denn das Beenden der Hinrunde würde reichen, um die Saison auch werten zu können. Viele Spiele hätten die Teams dann allerdings nicht mehr, um sich schnellstmöglich von den Abstiegsrängen zu entfernen.

Was im Januar im Gegensatz zu Kreisliga-Spielen aber durchaus noch stattfinden könnte, sind erste Gespräche zwischen den Trainern und dem Verein. „Ich denke, wir setzen uns Ende Januar mal zusammen“, so Thomas Schaffrinna – zumindest wenn das dann in der derzeitigen Situation möglich ist.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Marco Jünemann, Sportlicher Leiter des ETuS Haltern. „Wir möchten jetzt im Januar anfangen, Gespräche zu führen“, sagt er. Jünemann möchte diese jedoch nicht alleine führen – unter anderem der Fußball-Abteilungsleiter Ulrich Klebolte sei eigentlich immer mit dabei.

Schaffrinna und Oligmüller sollen beim ETuS Haltern bleiben

Daher sei es in der aktuellen Zeit schwer, diese Gespräche persönlich zu führen, da dabei schnell zu viele Personen aufeinandertreffen könnten. „Wir werden also warten, bis man sich wieder zusammensetzen darf“, erklärt er. Große Überlegungen, wie es auf der Trainerposition weitergehen soll, wird es aber wohl nicht geben.

„Geplant ist, mit den beiden weiterzumachen“, sagt Jünemann über die Zusammenarbeit mit Schaffrinna und Oligmüller. Der Sportliche Leiter holt sich auch immer ein Feedback aus der Mannschaft ein. Da sei die Meinung einhellig: „Alle sind zufrieden“, erzählt er.

Bei der Planung des Kaders ist Trainer Thomas Schaffrinna genauso entspannt wie bei der Frage nach seiner Zukunft. In den vergangenen Jahren setzte der ETuS bei seinen Neuzugängen vor allem auf Eigengewächse.

Drohen dem ETuS Haltern einige altersbedingte Abgänge?

Im Sommer 2020 wurden sage und schreibe 13 Jugendspieler zu den Senioren hochgezogen. Mit Marius Gröner gab es nur einen externen Neuzugang, der dafür aber perfekt ins Profil der Halterner passte.

Spieler wie Yannik Stark oder Janek Hebestreit gehörten ebenfalls im Sommer zu den neuen Seniorenspielern, obwohl sie sogar noch in der Jugend hätten weiterspielen können. „Das sind Jungs, mit denen wir planen“, sagt Schaffrinna. Einige andere Spieler – Namen nennt er nicht – könnten den Verein hingegen verlassen.

„Ich weiß von dem ein oder anderen Spieler“, so der ETuS-Trainer, „der altersbedingt vielleicht wechseln möchte“. Gemeint sind Spieler, die noch einmal das Abenteuer Kreisliga A angehen wollten, aber nun darüber nachdenken, noch mal etwas tiefer zu spielen. Selbst nach einigen Abgängen wäre der ETuS aber zumindest in der Breite weiterhin gut aufgestellt.

„Wir haben einen riesigen Kader“, erklärt Thomas Schaffrinna. Je nachdem, wer den Verein verlässt, könnte es aber durchaus sein, dass der Kader noch mal verstärkt werden muss.

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Pascal Albert

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