Andreas Stolz führte die Damen des HSC Haltern-Sythen gemeinsam mit Torsten Runne in die Verbandsliga. © Jürgen Patzke
Handball: Frauen-Verbandsliga

„Ich weiß, dass die nicht stillsitzen“: Der HSC wartet auf ein grünes Licht

Obwohl nicht klar ist, wann wieder gespielt wird, sind die Damen des HSC Haltern-Sythen weiter fleißig. Neben Online-Trainingseinheiten bekommen die Spielerinnen nun noch eine weitere Aufgabe.

Zwei Spiele, 3:1 Punkte – das ist die Bilanz der Verbandsliga-Damen des HSC Haltern-Sythen in dieser Saison. Mehr Spiele konnte das Team von Andreas Stolz und Torsten Runne noch nicht absolvieren. Wie es für die beiden weiter geht, ist noch nicht endgültig entschieden. Eigentlich hätten die beiden im kommenden Monat eine Menge zu tun. Doch die Pandemie erschwert das erheblich.

Andreas Stolz, Torsten Runne und die Damen des HSC – das ist eine Kombination, die einfach passt. Menschlich harmonieren beide Seiten extrem gut miteinander und auch spielerisch läuft es. Das Trainerteam führte die Halternerinnen in die Verbandsliga und schaffte nach einem extrem bitteren Start in die Spielzeit auch den vermeintlichen Turnaround, ehe die Pandemie den Spielbetrieb stoppte.

Die neue Saison ist noch weit weg, Gespräche gab es daher noch keine

„Wir fühlen uns wohl“, sagt Andreas Stolz, angesprochen auf seine und Runnes Zukunft beim HSC, „natürlich würden wir gerne weitermachen“. Allerdings, das weiß der Trainer auch, gehören zu dieser Entscheidung zwei Parteien.

Aufgrund der aktuellen Situation kam es allerdings noch nicht zu einem ersten Gespräch zwischen den Trainern und der sportlichen Leitung um Ulrike Saalmann und Uwe Mordhorst. „Wir wollen uns zusammensetzen, sobald es möglich ist“, sagt Letzterer. „Zurzeit ist das natürlich ein bisschen blöd“, so Mordhorst weiter.

Zuletzt gab es noch einige andere Dinge zu klären und zu organisieren, weshalb die Zukunftsplanung ein wenig nach hinten verschoben wurde. „Das ist aber auch so abgesprochen“, erklärt er.

Die HSC-Damen müssen jetzt wieder laufen gehen

Mittlerweile ist klar, dass die Saison in ihrer geplanten Art und Weise nicht mehr fortgesetzt wird. Teams, die aufsteigen möchten, sollen in einer eigenen Runde spielen. Alle anderen Mannschaften könnten – sobald es wieder erlaubt ist – in regionalen Gruppen gegeneinander spielen.

Bis dahin trainieren die Halternerinnen erst mal weiter getrennt voneinander. „Sie trainieren fleißig“, verrät Andreas Stolz, der aber auch nie daran gezweifelt habe. „Ich weiß, dass die nicht nur stillsitzen“, sagt er.

Bis Mitte Januar absolvierten seine Spielerinnen zwei Mal wöchentlich ein Online-Training, nun gehe es auch wieder darum, ein wenig Kondition aufzubauen. Bedeutet: „Sie müssen jetzt wieder laufen gehen“, so Stolz. Das alles mache seine Mannschaft bislang wirklich gut.

Und das alles tun sie für den Tag, an dem wieder trainiert und später dann auch wieder gespielt werden könnte. „Wenn es grünes Licht gibt, wäre es gut, wenn wir uns nur auf das Spielerische konzentrieren könnten“, erklärt der Trainer.

„Ich hoffe einfach, dass wir bald ein Licht am Ende des Tunnels sehen“

Im Februar würden sich Runne und Stolz auch normalerweise auf die kommende Saison konzentrieren. „Wir müssen ja eigentlich langsam für die neue Saison planen“, sagt Letzterer.

Dann gehe es nicht nur um den zukünftigen Kader, sondern vor allem auch um die Planung der kommenden Vorbereitung. Doch all das ist im Moment nur schwer zu bewerkstelligen. Noch schwerer als während des ersten Lockdowns, als lange nicht klar war, wann die Handball-Teams wieder in die Halle dürfen.

Die aktuelle Phase sei frustrierend, sowohl für die Trainer als auch ihre Spielerinnen. „Die spielen liebend gerne und wir sind gerne mit ihnen in der Halle“, erklärt Andreas Stolz. „Ich hoffe einfach, dass wir bald ein Licht am Ende des Tunnels sehen.“ Das Wichtigste sei aber ohnehin erst mal, dass alle gesund bleiben.

Über den Autor
Redakteur
Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
Zur Autorenseite
Pascal Albert

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.