Marco Masannek läuft seit dieser Saison als spielender Co-Trainer des SV Hullern in der Kreisliga C auf. © Jürgen Patzke
Fußball: Kreisliga C

Hullerns Eckpfeiler Masannek: „Ich fordere manchmal zu viel von den Jungs“

Mit einem kuriosen Viererpack hat sich Neuzugang Marco Masannek vor der Pause an die Spitze Hullerner Torjägerliste gesetzt. Der spielende Co-Trainer ist zufrieden, bleibt aber selbstkritisch.

Seit dieser Saison läuft Marco Masannek in der Kreisliga C für den SV Hullern auf. Gleichzeitig ist der Angreifer, der bei den Hullernern aber meist als Abwehrkante die Defensive zusammenhält, auch Co-Trainer von Christioph Bafs-Dudzik. Manchmal schieße er dabei etwas übers Ziel hinaus, sagt der Trainer über Masannek, der den wahrscheinlich verrücktesten Viererpack des Jahres erzielt hatte.

Fragt man Bafs-Dudzik und Masannek, wie sie über das erste gemeinsame Halbjahr beim SV Hullern denken, bekommt man zwei Mal die gleiche Antwort: „Ich bin sehr zufrieden.“ Und das auch zurecht.

Die Erwartungen von Bafs-Dudzik hat Masannek voll und ganz erfüllt

Der 31-Jährige hat die Erwartungen seines Trainers voll erfüllt, ist der erhoffte Anführer auf und neben dem Platz. „Das, was ich über ihn gehört hatte, hat sich bestätigt.“

Er sei sehr froh, Masannek in seinem Team zu haben – sowohl als Spieler als auch als Co-Trainer. Manchmal, so sagt er, übertreibe er es jedoch etwas. Dann werde der Input, den er den vornehmlich jungen Spielern geben will, „zu intensiv“. Eine Kritik sind die Aussagen Bafs-Dudziks aber nicht.

Da Masannek schön höher gespielt hat, sei das nicht überraschend. Er müsse eben noch ein wenig lernen, sich an die Gegebenheiten und die Voraussetzungen der Kreisliga C zu gewöhnen. „Ich fordere manchmal zu viel von den Jungs, die müssen erst mal alles verstehen, was Christoph und ich von ihnen wollen“, sagt der Spieler selbst.

„Da muss ich mich manchmal noch etwas bremsen.“ Beim Fußball wolle er nicht „Larifari machen“, erklärt er. „Dafür bin ich nicht der Typ.“ Dadurch könne er eben auch mal etwas lauter werden, wenn beispielsweise die Einstellung in der Mannschaft nicht passt.

Wenn Marco Masannek konnte, spielte er auch durch

Grundsätzlich ist er aber sehr zufrieden mit der Entwicklung seines Teams. „Ich bereue den Wechsel nach Hullern nicht“, so Masannek, für den es die ersten Schritte als Co-Trainer waren. „Das war eine Umgewöhnung für mich“, sagt er. Da er aber einer der erfahrensten Spieler in der Mannschaft ist, sei ihm von Beginn an bewusst gewesen, dass er Verantwortung übernehmen müsse und auch werde.

„Ob das dann auf oder neben dem Platz ist, ist egal.“ Fünf Mal spielte er bislang in der Kreisliga C für Hullern – immer von Beginn an und immer bis zum Abpfiff. Mit fünf Toren ist er derzeit sogar der erfolgreichste Torschütze des Teams.

Vier davon erzielte er kurz vor der Saisonunterbrechung im vorletzten Spiel gegen die DJK Sportfreunde Datteln II. 5:2 endete die Partie damals. Für Marco Masannek war es zwar nicht der erste Viererpack, aber wahrscheinlich der ungewöhnlichste.

„Wir sind stolz, dass wir ihn gekriegt haben“

Drei der Tore erzielte er per direktem Freistoß. „Alle waren überragend geschossen“, sagt er, muss dabei aber selbst lachen. „Da gehörte natürlich eine ganze Portion Glück dazu“ – und die Mithilfe des gegnerischen Keepers. „Das stimmt, da habe ich auch Unterstützung aus Datteln bekommen, aber einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul.“

Doch nicht nur offensiv gelingt dem Hullerner vieles. Seit er in der Abwehr des SVH spielt, kassiert Bafs-Dudziks Team deutlich weniger Gegentore. Als Beispiel für seine defensiven Fähigkeiten nennt der Trainer das Kreispokalspiel gegen den TuS Haltern am See.

Das ging zwar mit 0:9 verloren, doch immerhin spielt der TuS auch sechs Ligen höher. „Da war er ein Fels in der Brandung“, sagt Christoph Bafs-Dudzik über seinen Abwehrboss. „Er ist unser wichtigster Eckpfeiler, wir sind stolz, dass wir ihn gekriegt haben.“

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Pascal Albert

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