Mit Stefan Oerterer verlässt das Gesicht der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte den TuS Haltern am See. © Sebastian Reith
Meinung

Herber Verlust: Mit Stefan Oerterer verlässt ein sportliches Phänomen den TuS

Kaum ein Spieler hat den TuS Haltern in den vergangenen Jahren so geprägt wie Stefan Oerterer. Nun verlässt der 32-Jährige den TuS, er wird nicht nur auf dem Platz fehlen. Ein Kommentar.

Stefan Oerterer verlässt den TuS Haltern am See nach fünf überaus erfolgreichen Jahren. Mit dem TuS stieg er erst in die Oberliga und später auch in die Regionalliga auf. Mit seinen zahlreichen Toren hatte „Ö“ immer großen Anteil am Erfolg der Halterner. Doch nicht nur seine Tore werden fehlen.

Im vergangenen Sommer hatten viele Spieler den TuS Haltern am See verlassen. Von der Truppe, die den Regionalliga-Aufstieg gefeiert hatte, sind nicht mehr viele übrig. Teile des Oberliga-Teams der diesjährigen Saison waren noch deutlich unbekannter als die Mannschaft, die 2019 die Oberliga aufgemischt hatte.

Bei Gesprächen mit den Trainern der kommenden TuS-Gegner fiel aber immer wieder ein Name: Stefan Oerterer. Auf den müsse man immer aufpassen, sagte einer. Oder: Über den muss man eigentlich nichts mehr sagen, seine Qualitäten sind ja bekannt.

„Manchmal siehst du ihn nicht, aber dann macht er direkt sein Tor“

Vor dem Testspiel gegen Schalkes U23 hatte deren Trainer im vergangenen Sommer gesagt, er konzentriere sich mit seinen Spielern auf sein Team. Einen TuS-Spieler hob er dann aber doch noch hervor. Sie können sich denken, wen. „Manchmal siehst du ihn zwar nicht, aber dann macht er direkt sein Tor“, sagte Thorsten Fröhling damals.

Und damit beschreibt er die vielleicht größte Stärke des 32-jährigen Stürmers. An einem schlechten Tag braucht er nur einmal den Ball in der Nähe des Tores, kurz darauf kann sein Team dann meist schon jubeln.

Über 150 Oberliga-Tore hat Oerterer mittlerweile erzielt. Ob noch mehr dazukommen, hängt davon ab, ob die Saison noch mal fortgesetzt wird.

Es wäre Stefan Oerterer nur zu wünschen, dass er – wenn nicht in dieser Saison, dann wenigstens nachträglich noch – ein Abschiedsspiel vor Zuschauern in der Stauseekampfbahn bekommt.

„Ein Phänomen in der Kabine und ein Phänomen auf dem Platz“

Denn kaum ein Spieler hat den Verein in den vergangenen Jahren so geprägt wie er, Oerterer kann mittlerweile gut und gerne als eines der Gesichter des Vereins genannt werden – nicht erst, seitdem er mit dem ersten Regionalliga-Tor des TuS in die Vereinsgeschichte einging.

Sein Abgang schmerzt aus mehreren Gründen. Der offensichtliste: Oerterer ist immer noch ein eiskalter Stürmer, dem im Strafraum nie zu viel Raum gegeben werden sollte.

Doch auch menschlich ist der Stürmer ein Gewinn für jede Mannschaft. Der 32-Jährige wirkte trotz seiner Erfolge und Bestleistungen nie abgehoben, blieb immer an der Basis. Ehemalige wie aktuelle Mitspieler – jeder redet positiv über ihn.

Lucas Mann, Stürmer bei Concordia Flaesheim, nannte ihn zuletzt „ein Phänomen in der Kabine und ein Phänomen auf dem Platz“ – treffender könnte man den Oberliga-Rekordtorschützen wahrscheinlich nicht beschreiben.

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Pascal Albert

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