Henrik Kleinefeld spielt schon seit vielen Jahren für den SV Lippramsdorf. Für die Halterner Zeitung hat er nun seine Halterner Traum-Elf aufgestellt. © Jürgen Patzke (Archiv)
Fußball

Halterner Traum-11: Kleinefeld setzt auf Robustheit und einen fast 70-Jährigen

Für seine Traum-Elf nominiert Henrik Kleinefeld einen Kreisliga-Kicker, der körperlich dem Hulk der Premier League nahe komme und einen Halterner, der schon sehr lange nicht mehr spielt.

Im ersten Teil unserer Serie „Meine Halterner Traum-11“ haben wir Fußball-Kapitäne aus der Seestadt gefragt, wen sie in ihrer persönlichen Traum-Elf aufstellen würden. Im zweiten Teil haben wir nun weiteren Spielern aus Haltern diese Frage gestellt. Diesmal: Lippramsdorfs Henrik Kleinefeld. Der Stürmer setzt bei seiner Aufstellung sehr auf körperliche Robustheit, (ehemalige) Mitspieler und den bislang ältesten nominierten Spieler.

Torwart: Sebastian Arentz (ETuS Haltern)

Arentz wechselte vor rund einem Jahr vom SV Lippramsdorf zum späteren A-Liga-Aufsteiger ETuS Haltern, wo er sich seitdem mit Frank Böcker den Platz im Tor teilt. „Er hat auf der Linie sehr gute Reflexe“, sagt Henrik Kleinefeld. Und auch im Spielaufbau „hat er durchaus Kompetenzen“, erklärt er.

Rechter Verteidiger: Kevin Plogmaker (TuS Sythen)

Der Sythener Kapitän schaffte im Sommer ebenfalls den Aufstieg in die Kreisliga A und spielte früher in der Jugend Seite an Seite mit Kleinefeld. Zwar wird Plogmaker meist im Zentrum vor der Abwehrreihe eingesetzt, „aber er hat auch in der Verteidigung seine Qualitäten“, so der Lippramsdorfer.

„Er ist leider mal einige Zeit ausgefallen, jetzt guckt er, dass er sich in Sythen fit hält“, sagt der Stürmer augenzwinkernd. „Der Junge hat durchaus was auf dem Kasten.“

Innenverteidiger: Tim Schemmer (SV Lippramsdorf)

Als ersten von zwei Innenverteidigern nominiert Henrik Kleinefeld seinen Mitspieler Tim Schemmer. „Er ist physisch eine Bank, da hat sich schon so mancher gegnerischer Stürmer an ihm wehgetan.“

Innenverteidiger: Marius Möller (TuS Sythen)

Möller ist ein weiterer Spieler, mit dem Lippramsdorfs Nummer Elf in der Jugend zusammengespielt hat. „Er ist zweikampfstark“, lobt Kleinefeld. Möller sei ein „Leader-Typ“, wie ihn jede Mannschaft brauche.

Linker Verteidiger: Kai Saalmann (SV Bossendorf)

„Das war einer der unangenehmsten Gegenspieler in der Jugend“, sagt Kleinefeld. Er habe jedes Mal nur ungern gegen ihn gespielt. „Er beißt sich wie ein Terrier fest und lässt einen dann nicht mehr los.“ Auch heute sei er noch ein sehr unangenehmer Spieler.

Rechtes Mittelfeld: Philipp Rudnik (SV Lippramsdorf II)

Körperlich sei Rudnik vergleichbar mit dem Premier-League-Spieler Adama Traoré von den Wolverhampton Wanderers. Der spanische Nationalspieler gilt als körperlich stärkster und schnellster Spieler der Liga, sein Spitzname: Usain Bolt – oder auch Hulk der Premier League.

Rudnik sei allerdings „vielleicht nicht ganz so schnell, aber physisch ist er auf jeden Fall trotzdem eine Maschine“. Mit seinen Fähigkeiten könne er gut die rechte Außenseite beackern.

Adama Traore (r.) von den Wolverhampton Wanderers ist der „Hulk“ der Premier League. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Defensives Mittelfeld: Tim Kalwey (SV Lippramsdorf)

Maximal drei Spieler in den Traum-Aufstellungen dürfen aus einer Mannschaft kommen. Den dritten Lippramsdorfer Platz nimmt Kalwey ein. „Er ist zweikampfstark und hat auch im Spielaufbau seine Stärken“, erklärt sein Mitspieler. Außerdem spiele er tolle Pässe mit dem Außenrist.

Defensives Mittelfeld: Tim Schlimbach (SV Bossendorf)

„Er spielt zwar aktuell eher als Zehner, aber in der Jugend spielte er meist auf der Sechs“, so Kleinefeld. Damals habe er im defensiven Mittelfeld „eigentlich alles abgefangen“. Schlimbach sei ein Allrounder, der vor allem durch seine Zweikampfstärke und Laufbereitschaft besticht.

Linkes Mittelfeld: Heinz Dallmer (Karriereende)

Für den Platz auf dem linken, offensiven Flügel hat sich Henrik Kleinefeld für seinen Patenonkel entschieden. Der spielte früher für den TuS Haltern am See in der Landesliga. Das ist allerdings auch schon einige Jahre her, Dallmer werde bald 70 Jahre alt.

„Ich habe ihn zwar nie spielen gesehen, aber wenn man sich mit anderen über ihn unterhält, heißt es immer, dass er echt gut war“, sagt Dallmers Patenkind. Beide eint sogar noch eine Gemeinsamkeit auf dem Platz: Die Trikotnummer Elf. Er sei als pfeilschneller Linksaußen bekannt gewesen, „der immer die Seite beackert hat und dann ins Zentrum gezogen ist oder scharfe Pässe in die Mitte gespielt hat“.

Stürmer: Thomas Fritzsche (Concordia Flaesheim)

Der Flaesheimer steht nicht zum ersten Mal in einer Halterner Traum-Elf und durfte auch schon selbst ein Team aufstellen. „Er ist technisch sehr versiert, hat ein Auge für den Mitspieler und kann gute Pässe spielen“, sagt Kleinefeld über Flaesheims Kapitän. Seine Nominierung im Sturm verdankt er auch seinem gefährlichen Torabschluss.

Stürmer: Nicolas Grewe (SC Teutonia Kleinenbroich)

Seinen zweiten Stürmer bezeichnet Kleinefeld als den „dreieinhalbsten Lippramsdorfer“ in seiner Aufstellung. Denn Grewe wechselte im vergangenen Sommer zum LSV, musste nun aber aus beruflichen Gründen umziehen und spielt künftig in der Landesliga.

„Er ist ein physisch starker Stürmer, der eine immense Zweikampfstärke mitbringt“, sagt er über seinen ehemaligen Mitspieler. Außerdem sei er verdammt schnell und wisse, wo das Tor steht.

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Pascal Albert

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