Lukas Große-Puppendahl stand bei seinem ersten USA-Aufenthalt noch auf dem Platz, jetzt ist er als Co-Trainer aktiv. In seiner Halterner Traum-Elf stellt er einige alte Weggefährten auf. Offensiv wie defensiv kann sich sein Team sehen lassen. © Privat
Fußball

Halterner Traum-11: Große-Puppendahl stellt „Mister first touch“ auf

Für seine Traum-Elf nominiert Lukas Große-Puppendahl den Spieler mit dem „besten ersten Kontakt, den ich je gesehen habe“ und einen Verteidiger, der immer wegen Meckerns gelbgefährdet sei.

Im ersten Teil unserer Serie „Meine Halterner Traum-11“ haben wir Fußball-Kapitäne aus der Seestadt gefragt, wen sie in ihrer persönlichen Traum-Elf aufstellen würden. Im zweiten Teil haben wir nun weiteren Spielern aus Haltern diese Frage gestellt. Diesmal: Lukas Große-Puppendahl. Der Co-Trainer der Carson-Newman University setzt auf fußballerische Qualität und stellt einen Spieler nur auf, weil viele vor ihm es auch taten.

Torwart: Marvin Niehaus (SV Lippramsdorf)

Der Lippramsdorfer Kapitän, der in seiner Traum-Elf mit Handballer Lukas Schulte-Lünzum hinten links überraschte, spielte in der Jugend jahrelang mit Große-Puppendahl zusammen. „Und das auch sehr erfolgreich“, sagt der Ex-Erkenschwicker, der Niehaus immer als fußballerisch starken Torwart geschätzt habe. „Ich glaube, er hat sogar mal im Feld gespielt, als wir da jemanden brauchten“, so der 28-Jährige.

Rechter Verteidiger: Daniel Große-Puppendahl (Concordia Flaesheim)

Hinten rechts „führt einfach kein Weg an meinem Bruder vorbei“, erklärt Lukas Große-Puppendahl. Lange spielte er in Flaesheims erster Mannschaft, heute helfe er noch manchmal in der Reserve aus. „Er marschiert die Linie rauf und runter und ist unermüdlich.“ Was den Einsatz und die Leidenschaft angeht, habe er sich Einiges von ihm abgucken können. Doch die Nominierung seines Bruders berge auch eine gewisse Gefahr. „Bei ihm muss man immer mit einer Gelben Karte wegen Meckerns rechnen, das könnte ein Minuspunkt sein.“

Innenverteidiger: Dustin Eilert (SV Poltringen)

Beide spielten einst gemeinsam beim TuS Haltern am See. „Als wir aus der Jugend kamen, spielten wir in der legendären Landesliga 4“, so der Co-Trainer der Carson-Newman University. Zusammen seien sie ein richtig gutes Duo gewesen. Einer ihrer Trainer habe aber mal gesagt, Eilert spiele ein bisschen zu sehr wie Franz Beckenbauer und zu wenig wie Georg Schwarzenbeck.

Innenverteidiger: Nils Eisen (TuS Haltern am See)

Der 33-Jährige kehrte im Sommer nach einer kurzen Pause zum TuS Haltern am See zurück. „Seine fußballerischen Qualitäten sind unbestritten“, sagt Große-Puppendahl, der ihn aber vor allem aufgrund anderer Qualitäten aufstellen würde. „Mit ihm würde ich ein bisschen Stimmung auf den Platz kriegen“, sagt er. „Er hat immer einen witzigen Spruch für den Gegner oder den Schiedsrichter über.“

Linker Verteidiger: Fabian Schulte-Althoff (Concordia Flaesheim)

Noch bevor Robin Pötter Flaesheim verließ, galt Schulte-Althoff nach seiner Rückkehr zu Flaesheim bereits als zukünftiger Ersatz für den Innenverteidiger, der nun Westfalenliga spielt. In Große-Puppendahls Elf muss der Verteidiger aber auf die linke Abwehrseite rücken. Um alle unterzukriegen, „muss ich ein paar Spieler außerhalb ihrer Position aufstellen“, erklärt er.

Bei Schulte-Althoff mache er sich aber keine Sorgen, als Linksfuß könne er auch die linke defensive Außenbahn beackern. Seine Qualitäten kennt er gut, „ich habe schon von klein auf mit ihm auf dem Bolzplatz gestanden“. Die beiden absolvierten sogar gemeinsam ihre ersten Trainerstationen. „Was das Denken über Fußball angeht, sind wir fast eine Person“, sagt der 28-Jährige.

Defensives Mittelfeld: Kevin Lehmann (TuS Haltern am See)

Mit Kevin Lehmann spielte Lukas Große-Puppendahl sowohl beim TuS als auch in Erkenschwick zusammen. „Er ist ‚Mister first touch‘“, sagt der US-Trainer, „er hat den besten ersten Kontakt, den ich je gesehen habe“. Lehmann könne vor allem auch dabei helfen, ein paar Freistöße im Mittelfeld herauszuholen.

Defensives Mittelfeld: Lukas Große-Puppendahl (Carson-Newman University)

„Wenn ich schon meine Elf aufstelle, möchte ich auch gerne ein Teil davon sein“, sagt er. Dass er sich selbst im Mittelfeldzentrum vor der Abwehr aufstellt und nicht eine Reihe weiter hinten, liege an Kevin Lehmann. „Bei Erkenschwick haben wir nur ein paar Mal zusammen auf der Sechs gespielt“, erklärt er. Außerdem brauche Lehmann ihn als Unterstützung. Wenn beide nebeneinander spielen würden, „kann ich ihn ein bisschen zur Hand nehmen“.

Rechtes Mittelfeld: Christian Drees (SV Lippramsdorf)

Eigentlich sei Drees mehr ein Zentrumspieler, „aber um die alle unterzubekommen, muss er eben auf die rechte Seite raus“, erklärt Große-Puppendahl. Beide waren früher Schulkameraden und schon in der Jugend habe er versucht, Drees in den höherklassigeren Bereich zu locken. Erfolglos. „Ich hab ihn nie aus Lippramsdorf rausgekriegt“, sagt er. Der Lippramsdorfer sei „ein überragender Fußballer und Typ“.

Linkes Mittelfeld: Lucas Mann (Concordia Flaesheim)

Über die möglichen Qualitäten des Flaesheimer Offensivspielers möchte Große-Puppendahl keine Worte verlieren. Mann wurde schon mehrmals in die Traum-Elf der Halterner Kapitäne gewählt. Mit drei Nominierungen lag er ganz vorne. „Wenn ihn alle aufstellen, kann er kein Schlechter sein“, sagt er. „Er steht nur deshalb in der Elf.“

Offensives Mittelfeld: Thomas Fritzsche (Concordia Flaesheim)

Auch Flaesheims Kapitän wurde schon häufiger selbst für die Traum-Aufstellungen nominiert und durfte auch schon selbst eine zusammenstellen. Seit der Zeit in der B-Jugend beim TSV Marl-Hüls kennen er und Große-Puppendahl sich bereits. „Damals haben wir einige gute Erfolge wie den Kreispokalsieg und den Aufstieg in die Westfalenliga gefeiert“, erzählt er. „Da war er auch nicht ganz unbeteiligt dran.“

Stürmer: Stefan Oerterer (TuS Haltern am See)

Der Angreifer, der in der aktuellen Spielzeit sein 150. Oberliga-Tor erzielt hat, wurde ebenfalls schon mehrmals nominiert. „Die anderen haben ihn schon so in den Himmel gelobt, da würde ich gerne nur noch hinzufügen, dass man ihn auch in der dritten Halbzeit gut gebrauchen kann.“ Deshalb dürfe er natürlich auch in seiner Elf nicht fehlen.

Trainer: Andreas Koch (Karriereende)

Als Bonus stellt Lukas Große-Puppendahl mit Andreas Koch sogar noch einen Trainer für seine Mannschaft auf. Einst war Koch noch sein Trainer, später trainierten sie gemeinsam die C-Jugend des ETuS Haltern. „Er hat uns als Team damals sehr vorangebracht“, sagt er. Schon damals habe er gerne mit einer Dreierkette spielen lassen – eine Formation, die heute wieder beliebter denn je erscheint. „Er ist ein super Trainer und ein super Mensch; ich würde ihm zutrauen, diese Elf zu trainieren.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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