Patrick Brinkert vom TuS Haltern am See stellt seine persönliche Halterner Traum-Elf auf. © Jürgen Patzke (Archiv)
Fußball

Halterner Traum-11: Brinkerts pensionierter Knipser und ein „reiner Linksfuß“

Für seine Traum-Elf nominiert Patrick Brinkert einen Stürmer, dessen Spielweise „mit Fußball nicht viel zu tun hatte“ und einen jungen Spieler, dessen Flatterball er bis heute nicht kopieren kann.

Im ersten Teil unserer Serie „Meine Halterner Traum-11“ haben wir Fußball-Kapitäne aus der Seestadt gefragt, wen sie in ihrer persönlichen Traum-Elf aufstellen würden. Im zweiten Teil haben wir nun weiteren Spielern aus Haltern diese Frage gestellt. Diesmal: Patrick Brinkert. In seiner Aufstellung landen ein Keeper, der „halb Mensch, halb Tier“ ist, ein Spieler, dem er den Sprung in den Profifußball zugetraut hatte und ein Kicker, der in der dritten Halbzeit „so richtig aufblüht“.

Torwart: Constantin Bergeest (Karriereende)

Den ehemaligen Torhüter des TuS Haltern am See bezeichnet Brinkert als „halb Mensch, halb Tier“. Constantin Bergeests „Zorn hat hinten nie etwas anbrennen lassen“.

Linker Verteidiger: Niklas Haak (Concordia Flaesheim)

Mit dem Verteidiger spielte Patrick Brinkert einst beim TuS Haltern am See zusammen. „Es hapert eventuell an der spielerischen Klasse“, sagt er, „aber seine Zweikampfführung war besonders“. Haaks Paradedisziplin sei seit jeher die Grätsche: „Er macht vor keinem Sprunggelenk halt.“

Innenverteidiger: Robin Pötter (RW Deuten)

Brinkert und Pötter spielten gemeinsam in der Bezirksliga-Mannschaft des TuS, ehe Pötter nach Flaesheim weiterzog. Mittlerweile spielt der Verteidiger in der Westfalenliga, seine Fähigkeiten sind Brinkert aber noch immer im Gedächtnis geblieben. „Seine Ruhe und Lockerheit am Ball, egal in welcher Situation, ist beneidenswert“, sagt er.

Innenverteidiger: Christian Froböse (SV Bossendorf)

„Zu seiner Blütezeit war er eine Wand in der Innenverteidigung“, sagt Patrick Brinkert. Froböse agiere auf dem Platz viel mit Auge und nutze seine körperliche Robustheit gut aus. „Und sobald die Luft raus war, wurde Traubenzucker aus dem Stutzen geholt“, erinnert er sich.

Rechter Verteidiger: Sebastian König (Karriereende)

König sei „ein Typ, den man in der Mannschaft braucht“, so Brinkert. Er habe jede Menge Humor und sei wichtig für die Stimmung. Beim TuS Haltern am See hatte er in der Offensive gespielt, davor beim ETuS spielte er allerdings nur defensiv, weshalb sich der TuS-Spieler dafür entschieden hat, ihn in seiner Aufstellung in die Abwehrkette zu stellen. „Ich habe gerne mit ihm die rechte Seite beackert.“

Defensives Mittelfeld: Simon Schlüter (BW Lavesum)

Schlüters Stärken, so Patrick Brinkert, liegen mehr neben als auf dem Platz. „Er glaubt immer noch, dass er ein begnadeter Fußballspieler ist“, so der Oberliga-Kicker, „aber erst in der dritten Halbzeit blüht er so richtig auf“.

Defensives Mittelfeld: Tim Hagedorn (SV Bossendorf)

Beide kennen sich schon sehr lange, dennoch sei Hagedorn auch für ihn noch immer sehr unberechenbar, erklärt Brinkert – „und das nicht nur auf dem Platz“. Der Bossendorfer sei „ein kleiner, talentierter Fußballspieler mit dem Herz am rechten Fleck“. Mit seinen kleinen Haken könne er jeden Gegenspieler schwindelig spielen.

Linkes Mittelfeld: Lucas Mann (Concordia Flaesheim)

Der Flaesheimer Offensivspieler ist quasi schon Dauergast in den Traum-Aufstellungen der Halterner Spieler. Auch in Brinkerts Elf darf er nicht fehlen. „Durch seine Schnelligkeit, Technik und einen gewissen Grad an Spielwitz strahlt er eine unglaubliche Torgefahr aus“, sagt er. Damit habe „der reine Linksfuß“ seinem Team schon einige Siege gesichert.

Rechtes Mittelfeld: Noah Schulz (TuS Haltern am See)

Lange spielte der 21-Jährige nicht beim TuS Haltern am See, doch in dem einen Jahr – seinem ersten im Seniorenbereich – hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei seinem Teamkollegen. „Wenn man mich gefragt hätte, wer den Sprung in einen Profikader schaffen würde, hätte ich mich für den Jungen entschieden“, sagt Brinkert.

Zuletzt kickte Schulz beim Ligakonkurrenten ASC 09 Dortmund, kam da allerdings nur für wenige Minuten in der Oberliga zum Einsatz. Der variabel einsetzbare Spieler verkörpere das, was den Fußball ausmache. Zudem habe er eine besondere Schusstechnik. „Seinen Flatterball habe ich bis heute nicht hinbekommen“, erzählt Patrick Brinkert. Bald kann er sich noch mal Tipps von Schulz dafür holen, der Hullerner ist Ende Januar zum TuS zurückgekehrt.

Offensives Mittelfeld: Tim Abendroth (TuS Haltern am See)

„Er ist ein Macher und ein Denker.“ Einen Spieler wie Abendroth brauche jeder in seiner Mannschaft, so sein Teamkollege. Zwar habe er nie durch seine Schnelligkeit geglänzt, aber dafür umso mehr mit seiner Erfahrung, seiner Präsenz und dem Auge für den Mitspieler.

Stürmer: Christian Haak (Karriereende)

Haak sei in seiner besten Zeit ein eiskalter Knipser gewesen. „Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun, aber sein Riecher, richtig zu stehen, hat ihn nie enttäuscht“, sagt Patrick Brinkert. Die meisten seiner Treffer habe er dann auf eher unkonventionelle Weise erzielt – „durch seine Pike oder sein Geschlechtsteil“.

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Pascal Albert

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