Manuel Andrick, hier noch im Trikot des BSV Roxel, für den er mittlerweile als Trainer aktiv ist, stellt seine Halterner Traum-Elf auf. © fotoideen.com (Archiv)
Fußball

Halterner Traum-11: Andrick stellt „Bruder Leichtfuß“ und den Übersteiger-König auf

Manuel Andrick setzt in seiner Halterner Traum-Elf auf einen Unterschiedsspieler, einen Spieler, der oft im Urlaub war und einen, dessen Übersteiger Angst und Schrecken verbreitet haben.

Erst waren einige Halterner Kapitäne dran, dann stellten auch weitere Spieler aus der Seestadt für die Halterner Zeitung ihre Traum-Elf auf. Nun haben wir erneut bekannte Gesichter aus Haltern gebeten, eine Mannschaft mit Spielern aus der Stadt aufzustellen. Diesmal ist Manuel Andrick (33) an der Reihe und revanchiert sich für seine Nominierung in einer anderen Traum-Elf.

„Am liebsten hätte ich natürlich meine ganze Sythener Aufstiegsmannschaft genommen“, sagt der ehemalige Trainer des TuS Sythen. Da er aber maximal drei aktive Spieler pro Mannschaft wählen darf, war ihm das nicht möglich. Einige seiner ehemaligen Schützlinge haben es aber dennoch in seine Elf geschafft.

Torwart: Marcel Peters (Karriereende)

Für Manuel Andrick war Peters einer der besten Torhüter in ganz Haltern. „Leider haben wir aber nur wenige Spiele zusammen machen können“, sagt er über den Keeper, den ein Kahnbeinbruch früh außer Gefecht setzte. „Ich kenne ihn noch vom Bolzplatz, er war ein überragender Schnapper.“

Linksverteidiger: Fabian Schulte-Althoff (Concordia Flaesheim)

Mit dem Flaesheimer hatte Andrick ein halbes Jahr das Vergnügen. Nach seiner Zeit beim TuS Haltern am See hielt sich der spätere Sythener Trainer bei der Concordia fit, wo damals Fabian Schulte-Althoff als Spielertrainer aktiv war. „Das war eine gute Zeit, er war sehr angenehm als Trainer.“

Als Fabian Schulte-Althoff (2.v.l.) Spielertrainer bei der Concordia war, trainierte Manuel Andrick eine Zeit lang bei Flaesheim mit. © Blanka Thieme-Dietel © Blanka Thieme-Dietel

Innenverteidiger: Fabian Haxter (Karriereende)

Mit Fabian Haxter war Manuel Andrick auch schon einige Male im Urlaub, die beiden kennen sich also gut. Doch nicht nur neben dem Platz sei er ein guter Typ. Als Spieler habe er einen starken linken Fuß gehabt und sei nach und nach ins Zentrum gerückt.

„Er war aber auch Bruder Leichtfuß und hatte hier und da mal einen Klops drin“, sagt er über seinen ehemaligen Mitspieler. Dennoch sei er auf dem Platz ein wichtiger Spieler gewesen und „in der Kabine hatten wir sehr viel Spaß mit ihm“.

Innenverteidiger: Dennis Schulz (Karriereende)

Seinen ehemaligen Trainerkollegen und Nachfolger in Sythen musste Manuel Andrick aufstellen. „Ich stand ja etwas unter Druck, nachdem er mich aufgestellt hat und so gelobt hat“, sagt er. Dennis Schulz gehöre aber ohnehin in seine Elf. „Er hat ein gutes Auge“, sagt er über den Sythener.

„Wenn er etwas an seiner läuferischen Performance gearbeitet hätte, hätte es auch beim TuS geklappt“, sagt er augenzwinkernd. Die beiden Trainer kennen sich schon seit klein auf, sind in der gleichen Straße großgeworden. Als Seniorenfußballer hatten sich ihre Wege ein wenig getrennt, „aber in Sythen hat sich der Kreis dann wieder geschlossen“.

Rechtsverteidiger: Kevin Plogmaker (TuS Sythen)

„Er steht ja nicht umsonst in fast jeder Traum-Elf“, sagt Andrick über seinen Ex-Spieler. „Er ist ein Capitano, wie man ihn sich vorstellt, kommuniziert gut und geht voran.“ Außerdem könne Plogmaker neben seinen fußballerischen Qualitäten auch mit denen in der „dritten Halbzeit“ glänzen.

Defensiver Mittelfeldspieler: Marian Göcke (Karriereende)

Mit Marian Göcke, Bruder von Julian Göcke, hatte Manuel Andrick fast seine komplette Jugendzeit verbracht und später auch beim TuS Haltern am See mit ihm zusammengespielt. „Wenn er nicht gerade im Urlaub war, war er ein absolut genialer Fußballer mit einem guten Gespür für den Raum.“ Trotz seiner Größe habe er zudem eine gute Technik gehabt.

Zentraler Mittelfeldspieler: Daniel Haxter (Karriereende)

Haxter war Andricks erster Trainer im Seniorenbereich, als er den TuS Haltern am See als Spielertrainer übernahm. „Er hat in den ersten Jahren oft den Unterschied gemacht“, erzählt er. „Alleine durch seine Dynamik, die er auch in der Oberliga hatte, hat er viele Tore erzielt“, so Andrick. „Er hat mich auch als Trainer geprägt, ich habe in dieser Zeit das ein oder andere mitnehmen können.“

Zentraler Mittelfeldspieler: André Nacke (TuS Sythen)

Den Sythener Spielmacher bezeichnet sein Ex-Trainer als „einen der technisch versiertesten Spieler in Haltern, wenn er nicht gerade am eigenen Sechzehner auf den Tunnel geht“. Nacke habe das Auge für den tödlichen Pass und könne zudem starke Standards schlagen.

Linker Flügelstürmer: Lukas Wemhoff (TuS Sythen)

Der flinke Angreifer komplettiert das Trio der aktiven Sythener Spieler in Manuel Andricks Traum-Elf. „Er ist ein klassischer Torjäger, der sich unheimlich entwickelt hat“, sagt sein ehemaliger Coach.

Lukas Wemhoff ist einer von drei Sythener Spielern, die es in Manuel Andricks Traum-Elf geschafft haben.
Lukas Wemhoff (r.) ist einer von drei Sythener Spielern, die es in Manuel Andricks Traum-Elf geschafft haben. Mehr Spieler durfte er aber auch nicht aufstellen. © Thomas Braucks © Thomas Braucks

„Wenn er alles angenommen hätte, was seine Trainer ihm gesagt haben, hätte er wahrscheinlich auch schon noch höher gespielt.“ Wemhoff zeichne vor allem sein Tempo und sein guter Schuss aus. „Ich war froh, ihn bei Sythen in der Mannschaft haben zu können.“

Rechter Flügelstürmer: Johannes Fürhoff (Karriereende)

Auf dem rechten Flügel setzt Andrick auf seinen ehemaligen Mitspieler aus TuS-Haltern-Zeiten. Johannes Fürhoff „war jemand, der einen unheimlichen Willen zum Tor hatte“, erzählt er. Zudem habe sein „geiler Übersteiger“ die Hälfte ihrer Gegner in Angst und Schrecken versetzt.

Stürmer: Arne Feldmann (SV Bossendorf)

In vorderster Front stellt Manuel Andrick seinen ehemaligen Mitspieler aus der B- und A-Jugend auf, den sie früher immer scherzhaft „Arnilton“ genannt hätten. „Nach der Jugend sind unsere Wege leider ein bisschen auseinandergegangen“, sagt er über Bossendorfs Arne Feldmann, mit dem er sich in ihrer gemeinsamen Zeit auf dem Feld viele Tore gegenseitig aufgelegt hatte.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert
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