TuS-Trainer Timo Ostdorf sah Schwankungen bei seinem Team. © Jürgen Patzke
Fußball: Oberliga Westfalen

Gute Spiele, schlechte Spiele: TuS Haltern unterlag vielen Schwankungen

Der TuS Haltern hat in der laufenden Saison zehn Spiele absolviert – Zeit für eine Zwischenbilanz. Einige Spiele liefen „furios“, in anderen musste der TuS deftige Klatschen hinnehmen.

Zehn Punkte aus zehn Spielen: Das ist die Bilanz des TuS Haltern am See in der Fußball-Oberliga Westfalen in der Saison 2020/21 bislang. Bei seiner Punktausbeute profitierte die Mannschaft von Trainer Timo Ostdorf besonders von den ersten beiden Spieltagen. „Die waren furios“, sagt Ostdorf.

Am ersten Spieltag schlugen die Halterner gleich mal den TuS Erndtebrück knapp mit 1:0, ein Team das sich eher in der oberen Tabellenhälfte gesehen hatte. Die Erndtebrücker liegen – Stand jetzt – einen Punkt hinter Haltern auf Platz 14 in der Tabelle, haben aber auch zwei Spiele weniger absolviert.

Noch überraschender war der 4:2-Erfolg am zweiten Spieltag gegen RSV Meinerzhagen. Gegen das Team vom ehemaligen Bundesliga-Profi Nuri Sahin gewann der TuS völlig verdient. Meinerzhagen scheiterte in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg in die Regionalliga, war auch in diesem Jahr wieder mit großen Ambitionen gestartet.

Aus den folgenden acht Partien holten die Halterner dann aber gerade einmal vier Punkte. Teilweise setzte es deutliche Pleiten gegen den Holzwickeder SC (0:4), den Aufsteiger SpVgg Vreden (0:3), den SV Westfalia Rhynern und den 1. FC Kaan-Marienborn (jeweils 0:5).

Einen Sieg gab es nur noch am 1. Oktober gegen den TuS Ennepetal (2:1), ein Remis noch im letzten Spiel vor dem Lockdown gegen die SG Finnentrop/Bamenohl (2:2 nach 0:2-Rückstand). Zu hoch hängen will Ostdorf diese Phase nicht. „Wir standen in sieben dieser zehn Spiele einem Team der oberen Tabellenhälfte gegenüber“, sagt er.

Halterner rechneten mit schwächeren Phasen

In diese Phase fielen nämlich auch starke Leistungen wie gegen RW Ahlen im Westfalenpokal. Den Regionalligisten besiegte Ostdorfs Team im Elfmeterschießen mit 4:3, nachdem es 90 Minuten ein 0:0 halten konnte.

Die Schwankungen kalkulierten die Halterner mit ein, sagt Trainer Timo Ostdorf. Bei 13 Oberliga-Debütanten sei es klar gewesen, dass es Probleme geben würde. Nicht nur in den Ergebnissen, auch in den Leistungen sah Ostdorf deshalb diese Schwankungen. „Wir hatten teilweise Probleme, die Balance zu finden“, sagt der Trainer.

Zwischen Defensive und Offensive finden die Halterner noch nicht immer die richtige Mischung. „Defensive Stabilität ist wichtig, sie darf aber auch nicht zulasten der Offensive gehen“, erklärt Ostdorf. Auf der anderen Seite dürfe die defensive Stabilität aber auch nicht vernachlässigt werden.

Wenn es im neuen Jahr irgendwann wieder weitergeht, will Ostdorf mit seinem Team vorrangig am Spiel mit dem Ball arbeiten. „Wir wollen unser junges Team weiterentwickeln“, sagt er. Momentan sei das Team im Soll, aber die jungen Spieler haben noch einige Entwicklungsschritte vor sich – so wie auch der Trainer als Oberliga-Neuling.

Jeder Punkt könnte zählen

Wichtig werde allerdings trotzdem sein, dass die Halterner nach dem Lockdown wieder anfangen zu punkten. „Wir wissen nicht, wie viele Spiele letztendlich absolviert werden“, sagt Ostdorf. Im Kampf um den Klassenerhalt werde also jeder Punkt wichtig sein.

Über den Autor
Volontär
Nachrichten gibt es überall, jeder kann sie verbreiten. Wahrheitsgemäße Recherche kommt da leider oft zu kurz. Qualitativer Lokaljournalismus ist daher wichtiger denn je. Wer, wenn nicht wir ausgebildeten Lokaljournalisten, berichtet über das, was wirklich in unserer Stadt Gesprächsthema ist?
Zur Autorenseite
Avatar

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.