Tobias Korste absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr und hat das Freizeitangebot "KIBAZ im Wald" entwickelt. © Horst Lehr
KIBAZ im Wald

Gegen die Corona-Langeweile: Halterner (18) entwickelt neues Freizeitangebot

Der Halterner Tobias Korte hat für den Kreissportbund ein neues Konzept entwickelt, wie Kinder auch in der Corona-Zeit Bewegung bekommen. Der 18-Jährige dachte dabei gleich an die ganze Familie.

Wir bringen die Kinder in die Natur und nehmen ihre Eltern gleich mit“, sagt der Halterner Tobias Korte. Er will mit seinem neuen Konzept „KIBAZ im Wald“ Kindern und Familien helfen, die schwierige Corona-Zeit mit neuen Bewegungserfahrungen zu überbrücken.

Seit dem 1. September arbeitet er im Rahmen seines Freiwilligen sozialen Jahres beim HSC Haltern-Sythen und in Kooperation mit dem Kreissportbund Recklinghausen auch auf der Halterner Geschäftsstelle des KSB Recklinghausen.

Er interessierte sich von Beginn an für das Kinderbewegungsabzeichen (KIBAZ), bei dem Kinder zwischen drei und sieben Jahren auch in den Halterner Grundschulen und Kindertagesstätten motorische Grundfähigkeiten zur Entwicklungsunterstützung erlernen, das aber aktuell wegen Corona nicht stattfinden kann.

Tobias Korte trainiert zwei Jugendteams des HSC Haltern-Sythen

Das war für den 18-jährigen leidenschaftlichen Handballer Korte, der als aktiver A-Jugend-Spieler des HSC Haltern-Sythen auch die die B- und E-Jugend trainiert und sich im Betreuerteam auch um die noch jüngeren „Minis“ im Verein kümmert, kein Grund, einfach nichts zu tun.

Er suchte nach möglichen Alternativen, um Kinder trotzdem in sportliche Bewegung zu bringen und kam so auf die Idee, mit „KIBAZ im Wald“ nicht nur die Kinder, sondern gleich die komplette Familie als Begleitung auf ein gemeinsames Walderlebnis einzuladen.

Rund um den Waldspielplatz am Flaesheimer Dachsberg fand er dafür die passende Location. „Da gibt es den großen Waldspielplatz, drumherum viel Wald mit Wanderwegen und reichlich Parkraum, das passt wunderbar“, erklärt er.

Draußen in der freien Natur ähnelt die Durchführung einer Lightversion des Geo Caching, denn es werden insgesamt fünf bunte und versteckte Kunststoffbehälter, die Dosen, gesucht. Dabei wandern die Familien rund 2,5 Kilometer durch die Haard und suchen dort mit Koordinatenangaben oder einer Wegbeschreibung die Dosen.

Petra Völker: „Das ist eine tolle Möglichkeit für die ganze Familie“

In der Dose befinden sich die Aufgabenstellung als QR-Code (kann auch ausgedruckt mitgebracht werden), das Logbuch für den Dateneintrag und zwei wichtige Codewörter, die auf einer „Laufkarte“ eingetragen werden. Insgesamt zehn sportliche Bewegungsaufgaben müssen erledigt werden.

Beim
Beim “KIBAZ im Wald” müssen unter anderem mehrere Dosen gefunden werden. © Horst Lehr © Horst Lehr

Dazu gehören unter anderem Familienstandweitsprung, Zielwerfen mit Waldfrüchten oder Auslegen eines Familiengemäldes mit Waldmaterialien. Bei aktiver Teilnahme ist dabei die Familie mit viel Spaß eine gute Stunde lang beschäftigt. Ganz nebenbei lernen die Kinder so auch den Wald als aktiv nutzbare Spielstätte kennen.

Unterstützt wird die Aktion von der Sportjugend NRW, die für die erfolgreichen Teilnehmer eine Urkunde und als kleines Geschenk ein Malbuch mit Buntstiften bereitstellt.

Dazu müssen die Kinder die vollständige Laufkarte über ihre Halterner Grundschule, ihren Halterner Kindergarten oder bei der Geschäftsstelle des KSB Recklinghausen einreichen.

„So kommen die Kinder auch in dieser schwierigen Zeit mit viel Spaß in sportliche Bewegung“, sagt Tobias Korte. KSB-Geschäftsführerin Petra Völker ist von der Idee begeistert: „Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit für die ganze Familie.“

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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Horst Lehr

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