Herbert Siepert und sein Zwillingsbruder Holger könnten bald nach mehreren Jahren Pause tatsächlich noch mal in einem Pflichtspiel für einen Halterner Verein auf dem Platz stehen. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Kreisliga

Die Siepert-Zwillinge könnten ihr Comeback geben – aber nur „im Fall der Fälle“

Ihr letztes Spiel ist einige Jahre her, zuletzt liefen sie für den ETuS II auf. Bald könnten Herbert und Holger Siepert noch mal für einen anderen Halterner Verein auf dem Platz stehen.

Obwohl sie schon seit mehreren Jahren nicht mehr aktiv auf dem Feld stehen, eilt den Zwillingen Herbert und Holger Siepert (34) noch immer ein guter Ruf voraus. Verletzungsbedingt hatten beide ihre Karriere relativ früh beendet. Bald könnten sie aber doch noch mal für einen Halterner Verein zum Einsatz kommen – aber nur, wenn es einen Re-Start gibt.

Sollte die Saison tatsächlich noch mal fortgesetzt werden, wäre die erste Mannschaft von BW Lavesum gut beraten, schnell Punkte zu holen. Denn derzeit trennen das Team von Michael Ecker und René Kownatka nur zwei Punkte von Tabellenschlusslicht Westfalia Osterwick II und dem einzigen Abstiegsplatz der Kreisliga B2 im Kreis Ahaus-Coesfeld.

Holger Siepert (M.) hat genauso wie sein Bruder Herbert seit einigen Jahren nicht mehr gespielt.
Holger Siepert (M.) hat genauso wie sein Bruder Herbert seit einigen Jahren nicht mehr gespielt. © Manfred Rimkus (Archiv) © Manfred Rimkus (Archiv)

Für einen möglichen Re-Start haben sich die Lavesumer nun noch mal die Unterstützung der Siepert-Zwillinge gesichert. „Aber nur für den Fall, dass es noch mal weitergeht“, erklärt Herbert Siepert.

Herbert und Holger Siepert hatten öfter mit Verletzungen zu kämpfen

„Im Fall der Fälle“, sagt er, würden sein Bruder und er noch mal aushelfen. Allerdings, betont Siepert auch, glaubt er derzeit nicht daran, dass die Saison noch mal fortgesetzt wird. Die Initiative hatte derweil Albert Gerding, Vorsitzender des Vereins ergriffen, erzählt Herbert Siepert.

„Er hatte uns gefragt, ob wir Lavesum noch mal helfen könnten und wollten.“ Beide hätten ihm entgegnet, „dass wir nicht mehr wissen, ob es noch so gut geht wie früher, aber natürlich stellen wir uns bereit.“

Als sie zuletzt für Lavesum spielten, hieß der Trainer – genauso wie heute – Michael Ecker. Das sei auch ein Grund gewesen, warum beide noch mal zugesagt haben. Seit ihren letzten Einsätzen ist bereits einige Zeit vergangenen. Drei Jahre müssten es auf jeden Fall schon sein, sagt Herbert Siepert, vielleicht sogar vier.

Beide Offensivspieler hatten während ihrer Karriere mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Beide rissen sich unter anderem das Kreuzband. Zum ersten Mal hatte Herbert Siepert mit dem Fußballspielen aufgehört, nachdem er bei einem Kopfballduell einen Ellenbogen ins Gesicht bekam und mehrere Zähne beschädigt wurden.

Herbert Siepert: „Die Kondition ist nicht mehr auf dem Level wie früher“

Später halfen er und sein Bruder dann aber noch mal beim ETuS Haltern II aus. „Da bin ich dann mit dem Torwart zusammengeprallt und hatte eine Platzwunde“, erinnert er sich. Danach zog er erneut einen Schlussstrich. Seitdem blieben beide dem Fußball die meiste Zeit über fern.

„Als der erste Lockdown beendet war, hatten wir zwei, drei Mal bei den Alten Herren von Lavesum mittrainiert“, erzählt Siepert. Das war es dann aber auch schon wieder. Grundsätzlich sei er aktuell fit, Probleme mit dem lädierten Knie oder an anderen Stellen habe er keine.

„Nur die Kondition ist eben nicht mehr auf dem Level wie früher“, erklärt der Stürmer, der womöglich bald tatsächlich noch mal die Chance erhält, die Bälle, die sein Bruder ihm als Spielmacher in die Spitze spielt, zu verwerten.

Vier Traum-Elf-Nominierungen

  • Was für einen guten Ruf Herbert und Holger Siepert in Haltern haben, beweist auch, dass sie mehrmals von Spielern für ihre Halterner Traum-Elf nominiert wurden.
  • ETuS-Kapitän Jens Quinkenstein nannte beide „überragende Zocker“, hatte letztendlich aber nur Platz für einen von ihnen und entschied sich für Holger Siepert.
  • Sythens Kapitän Kevin Plogmaker nominierte beide Sieperts und bezeichnete sie als „Spektakelfußballer“, die genau das liefern würden, was die Zuschauer sehen wollen: „Technische Kabinettstückchen und hundertprozentigen Siegeswillen.“
  • Lavesums Maik Gerding setzte im defensiven Mittelfeld seiner Traum-Elf auf Holger Siepert und seine „absolute Pferdelunge“.
  • Andre Nacke, Spielmacher des TuS Sythen, konnte sich viel von Zehner Holger Siepert abgucken, als beide beim ETuS spielten. Dementsprechend „darf er in meiner Aufstellung nicht fehlen“, sagte er.
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Pascal Albert

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