Der SV Bossendorf trifft das gegnerische Gehäuse gerne spät. © Jürgen Patzke
Fußball

Der SV Bossendorf hat einen waschechten Last-Minute-Goalgetter

Zwei Spiele, zwei Siege. Der SV Bossendorf grüßt aktuell von der Tabellenspitze. Und das hat der Kreisligist vor allem einem seiner Offensivspieler zu verdanken, der am liebsten spät einnetzt.

Die Torhüter der Reserveteams von RW Erkenschiwck und des SV GW Erkenschwick haben bereits Bekanntschaft mit der Kaltschnäuzigkeit des Bossendorfer Offensiv-Allrounders gemacht. Im ersten Saisonspiel traf der 30-Jährige in der 85. Minute zum vorentscheidenden 4:2, in der zweiten Begegnung war sein Tor zum 3:2 in der 88. Minute sogar der viel umjubelte Siegtreffer.

„Wenn ich mir zu viel durch den Kopf gehen lasse, dann verkrampfe ich oder auch dann, wenn ich etwas erzwinge, was nicht möglich ist“, erklärt Max Ninnemann, der neugeborene „Last-Minute-Goalgetter“ des SV Bossendorf. In den vorangegangenen Spielen macht er jedenfalls alles richtig und verkrampfte so gar nicht vor des Gegners Gehäuse.

Er selbst würde sich dabei aber nicht als „Last-Minute-Goalgetter“ bezeichnen. „Wir haben in der Offensive viele gute Stürmer und eine Vielzahl an Chancen“, sagt Ninnemann und fügt hinzu: „Natürlich waren die Zeitpunkte meiner Tore günstig.“

Max Ninnemann hat den Ball immer fest im Blick. Kurz vor Spieleende könnten die Gegner des SV Bossendorf durch ihn künftig ins zittern geraten.
Max Ninnemann hat den Ball immer fest im Blick. Kurz vor Spieleende könnten die Gegner des SV Bossendorf durch ihn künftig ins zittern geraten. © Manfred Rimkus © Manfred Rimkus

Im Prinzip ist die Max-Ninnemann-Formel ganz simpel

Vor allem aber sind es die Fußballspiele, in denen kurz vor Schluss noch nichts entschieden ist und jedes Team in der sogenannten „Crunch-Time“ einem heiß ersehnten „Lucky-Punch“ entgegenfiebert. „Wenn wir hoch führen, dann versemmel ich auch schon mal einen Ball vor dem Tor. Aber wenn das Spiel noch auf der Kippe steht, dann muss ich weniger nachdenken und mir fällt es leichter“, gibt der Torjäger preis.

Im Grunde genommen ist das Erfolgsrezept, die gegnerischen Keeper zu überlisten, für Ninnemann ganz einfach: „Ich haue einfach drauf auf das Tor und meistens passt es dann auch.“ Für die Zukunft wünscht sich der Flügelspieler vor allem eins: „Wir schauen einfach mal, aber es wäre natürlich schön, wenn das so weiter geht.“

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